April


23.April 2013


Baff!!!

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 ich hätte tot sein können! Tja.

 Nun neigen Männer bekannterweise nicht zu Übertreibungen, doch in diesem Fall wäre ein Übertreibung sogar schier unmöglich.

 Es war soooooooooooooo knapp.

 Ach was: sooooooooooooooooooooooooooooo!

 Aber Männer sind ja auch Helden, und so kann ich heute, wenn auch unter großen Schmerzen, schon wieder die Pomputer-Tastatur streicheln.

 Ein Sport- und Haushalts-Unfall. – Was will Mann mehr? Da kommt einfach alles zusammen.

 Was geschah? – Puh, da werden viele irgendwann nicht mehr weiterlesen können und wimmern: "Wie du das nur aushalten konntest, du Schmerz-Bezwinger!"

 Nun gut: Ich habe verloren. Aber nicht gegen den Schmerz!

 Dafür gegen Leo. 16:20. Im Flur-Fußball.

 Der Flur ist der meine, Leo der Nachbars-Sohn. Ein Fighter!

 Und Flur-Fußball haben wir erst vor kurzem erfunden.

 Das eine Tor ist der Zwischenraum  vom Kühlschrank bis zur Treppe ins Wohnzimmerchen, das andere die Flurtür.

 Ich verteidigte in der ersten Halbzeit Ersteres. – Spiel-intelligent (Ha! Warum betone ich das??) und mit Köpfchen.

 Leider. Denn mit der Omme rammte ich im Verteidigungswahn das Treppengeländer, welches sich wiederum ungerechterweise nur in MEINER Kopfhöhe befindet. Nicht in Leos. – Diese Grundschüler…

 Baff! – Stille.

 Ich dachte, ich sei im falschen Film, und war sofort froh, immerhin noch denken zu können. Dann aber dachte ich nur noch ein Wort, und das immer wieder: "Aua!"

 Aber ich DACHTE halt nur. Um den Gegner nicht aufzubauen. Es stand gerade unentschieden!!

 So spielten wir weiter. Ich engagiert, er erfolgreich. Und ich verzichtete mannhaft darauf, irgendwas Kühles auf jene Stelle meines Kopfes zu drücken, die die Treppe (beinah) zu Sägemehl verarbeitet hatte.

 Ok., ich verlor. Aber mit Stil.

 Dann heulte ich ein, zwei Stunden. Laut- und tränenlos, also heldenhaft. Und GLEICHZEITIG kühlte ich mir das Oberstübchen.

 Multitasking trotz Verletzung. – Ha, ich nun wieder…

 Das alles geschah gestern, und heute bin ich schon wieder auf den Beinen. Ok., ich verlasse erstmal das Haus nicht, denn ich möchte nicht als Erschrecker mein Geld verdienen.

 Die Omme wölbt sich im Stirnbereich dermaßen nach vor. Beinahe schon hübsch.

 "Beule" ist da wahrlich untertrieben. "Sportverletzung", das trifft's.

 In ein, zwei Jahren aber bin ich sicher wieder fit. Und dann gibt es Revanche!

 Andererseits gönne ich ihm den Sieg auch.

 Schon deshalb, weil Leo, nachdem ich ihm dann doch meine lädierte Stirn gezeigt habe, Folgendes formulierte: "Ach, kämm doch einfach die Haare drüber!"

 Ich hatte gerade noch die Kraft zu fragen "Welche Haare?", worauf er meinte: "Aber du hast doch Haare!"

 Und recht hat er. Ein tolles Kind! Ein Genie! Da verliert man doch gern mal. Und eigentlich tut's auch schon gar nicht mehr weh.

 Wehende Grüße von

Jürgen




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