November


28.November 2011


Schlampen-Himmel?

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es advendete. Gestern. Nun ja. Mir war’s, wie jedes Jahr, wurscht. – Hauptsache, es schneit nicht…

 

 Bislang kann ich mit diesem Herbst/beinahe-bis-fast-schon-Winter ganz gut leben. Obwohl ich doch sonst immer gern mal rummeckere.

 

 Die Nörgler weisen natürlich darauf hin, daß es in Leipzig seit ungefähr acht Wochen nicht geregnet habe. – Ph!! Wenn’s regnet gehe ich sowieso nicht raus, merke also gar nicht, daß es regnet, weil ich ja noch drin bin.

 

 Außerdem gibt es ja – und da hat der Liebe Gott mal mitgedacht – Wasserleitungen.

 

 Ui, ui, ui, ganz doof kann der alte Rauschebart auch nicht sein…

 

 Sogar WARMwasserleitungen. – Ein Segen!!!

 

 Nun muß er nur noch die Sache mit dem Schnee überdenken. Sowas muß es nicht geben. – Abschaffen!!!

 

 Dann auch, bitteschön, gleich noch die Minusgrade. Bei Null sollte Schluß sein. Tiefer geht’s nicht.

 

 Eigentlich ist das logisch, aber Gottvater hat gerade hier ein bissel geschlampt.

 

 Obwohl: Kann Gott schlampen? Schlampen kommen2 doch gar nicht in den Himmel!!!

 

 Oder doch? – Ein Schlampen-Paradies??

 

 Was für Schrapnellen harren dann meiner in der Hölle? Veganische Professorinnen-Gattinnen? Mit Stütz-Strümpfen?

 

 „Yeah!“, „Yeah!“ und nochmals „Yeah!“ rufen nun die Stützstrumpf-Fetischisten unter euch aus. – Jedem Tierchen sein Plaisierchen…

 

 Ich zähle ja sowieso nicht dazu. Habe aber zwei Kollegen, die… - Ha! – Kleiner Scherz.

 

 Wir Drei sind uns nämlich selbst genug. Bei jedem Wetter! Ist das nicht toll?

 

 Nein.

 

 Kann sich ja aber bald oder irgendwann wieder ändern.

 

 …´ne Frau in der Band! Oder sieben!! Da W. und N. schon versorgt sind, wären alle sieben für mich!!!

 

 Zwerginnen!

 

 Kleine gierige Zwerginnen!!!

 

 Mit Stütz-Söckchen…

 

 Ich glaub’, ich dreh durch…

 

 „Zwerg“ heißt auf russisch übrigens „Gnom“, habe ich neulich erfahren. Im Gespräch mit einer überaus gut gebauten russischen Pianistin.

 

 Ist das schon Diskriminierung? – Russische Pianistin?

 

 Gefühlt sind doch alle russischen Studentinnen, und eine solche ist sie auch, Pianistinnen. Ein Volk von Pianistinnen!

 

 Gut, die eine oder andere Gewichtheberin hat auch kyrillische Buchstaben in ihrer Geburts-Urkunde, aber die spielt dann in ihrer Freizeit Klavier. Eines mit extrabreiten Tasten…

 

 Was für ein Volk.

 

 Und es hat Väterchen Frost!

 

 Den Erfinder der Minusgrade.

 

 Der aber kommt halt IMMER erst zum Jahresende, also gaaanz am Ende vom Dezember, und da habe ich alle Muggen-Fahrten absolviert und raste sowieso für Wochen daheim ein, weswegen mir der Straßenzustand als solcher dann schnurz und piepe ist. Selbst etwaiger Schnee.

 

 Ich habe ja Warmwasser. Aus der Leitung!

 

 DAS kann kein Gott hinbekommen haben. Im Schlampen-Paradies… DAS muß eine Göttin gewesen sein. Eine, die nebenher filigran pianierte, mit der anderen Hand Gewichte stemmte und mit der dritten lasziv die St&tz-Söckchen vom Gnom-Bein streifte…

 

 Und jetzt klatsche ich mal jemandem ganz gewaltig auf die Finger, nämlich meiner Phantasie.

 

 Ist wohl besser, ich fahr dann mal singen.

 

 Singende und klingende, dafür aber phantasielose Grüße von

 

Jürgen




09.November 2011


Tesaloniki (Oder so…)

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es herbstet, aber nicht so richtig. Mutti Sonne ballert, trifft aber nicht mehr so richtig. ´s wird kälter, aber nicht so richtig.

 

 Himmel, macht denn keiner mehr was richtig?

 

 Richtig.

 

 Alle machen es mittlerweile mir nach und ab und an was falsch.

 

 Nur daß ich nach solchen Aktionen blute. Wenn’s handwerkliche Aktionen sind…

 

 Ja, da lacht die Ingenieurswelt und schenkt mir Pflaster zum Geburtstag…

 

 Aber, ihr Geliebten, wißt ihr überhaupt um das Gefühl, wenn man eigentlich guten Mutes mit Hammer, Sichel und Ährenkranz, oder was der (von Herrn R. geschenkte) Werkzeugkasten so hergibt, zur Kleinst-Reparatur im Haushalt schreiten will, irgendwas im Hinterstübchen (Und das ist bei mir kein Stübchen, keine Stube, kein Saal, sondern ´ne Art Arena…) dir aber zuruft: Laß es, Baby!

 

 Da ich aber nie, nimmer und nirgends mit „Baby“ angesprochen werden möchte, impliziert mir mein Hirnchen dann ein: Nun grade!

 

 Und damit liege ich schief…

 

 Denn ich kann’s nicht. IMMER zerstöre ich mehr als ich repariere. IMMER sieht es hinterher so aus, daß der Handwerker kommen muß.

 

 Das macht depri. Auch ohne richtigen Herbst.

 

 Die Leuchte in meinem Kühlschrank habe ich letztens mit Tesa „repariert“. Jetzt hält sie und brennt wieder. Ab und an. Meistens wahrscheinlich, wenn der kalte Klopper zu ist. Manchmal kann ich das fast kontrollieren, denn Gevatter Frost öffnet sich jetzt hin wieder selbstständig. Das Aas!!!

 

 Dafür knarrt er beim Schließen und erwartet Druck. Sonst hält sie Tür nicht mehr…

 

 Gut, Tesa war nicht im Werkzeugkasten, schien mir aber sinnvoller, als Bohren, Fräsen oder Spachteln…

 

 Kühlschrank-Tesa – sowas müßte man mal erfinden!!! Und nicht immer neue Game-Shows…

 

 Wenn der Kühlschrank lange aufsteht, wird natürlich die Bude kalt. Klaro. Physik! Oder war’s Geometrie…?

 

 Dem setze ich wiederum Tesa entgegen, denn damit habe ich meine Heizkörper alle und für immer auf „5“ festge-“nagelt“.

 

 Ha, ich nagle mit Tesa.

 

 Bin ich das Gegenstück zu Mutter Theresa? – Vater Tesa? Nur nicht ganz so gut wie Mutti. Und nicht so tot.

 

 Meine Dusche ging vor 14 Tagen nicht mehr aus…

 

 Ich, nackt (Ja, leckt euch nur die Lippen…) und pitschenaß im nicht enden wollenden Wasserorkan. Verzweifelt an den Armaturen der Mischbatterie drehend…

 

 Ein göttlicher Anblick. Bin sofort mit dem Duschkopf vor den Spiegel…

 

 Sah aber ein verzweifeltes Antlitz…

 

 Gott sei dank fiel mir nach fünf Minuten ein, wo man das Wasser abstellen kann, und nach zehn Minuten hatte ich die Klempner-Telefon-Nummer gefunden. Sie klebte (Mit Tesa!) am … Kühlschrank!

 

 Das hängt doch alles irgendwie zusammen. Laßt uns die Lösung dieses Rätsels suchen. In Tesaloniki. Mist, schreibt sich Thessaloniki.

 

 Aber da kann ich ja jetzt gleich mal ein paar Buchstaben rausmeißeln.

 

 Mit Amsel, Drossel, Fink und Meißel grüßt euch

 

Jürgen




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