Februar


16.Februar 2011


Start frei!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 was soll ich denn von folgender Aufforderung halten, mit der ich gerade konfrontiert wurde: „Bitte entkalken!“

 

 Hallo! – Geht’s NOCH charmanter?

 

 Ok., es war nur die Espresso-Maschine, die mich aufforderte, aber: Was erlaube Espresso-Maschine????

 

 Und das gerade jetzt, wo ich zum Durchstarten bereit bin. Heute waren es immerhin schon zehn Kilometer. Lockerer Lauf. Naja.

 

 Immerhin war ich gestern zwei Stunden Tennis, und vorgestern eineinhalb Stunden Squash spielen.

 

 Morgen dann wieder Squash.

 

 All das aber nur, weil ich Durchstarten möchte. Und das nicht etwa aus Daffke, sondern weil man mir Hoffnung gemacht hat.

 

 Nun gut, nicht man im Sinne von „Mann“, aber es war ein „er“, und er war immerhin schon in der 3.Klasse.

 

 Letzte Woche in Oschatz. Ich hatte gerade gegen 150 Grundschüler mit meinem Kinderprogramm gewonnen, da kam er strahlend zu mir und sagte: „Ich glaube, du kommst mit deiner Musik noch mal groß raus!“

 

 Ein Pracht-Kind!

 

 Ein Seher!

 

 Eine Geschmacks-Knospe!

 

 Nicht schlecht war aber auch meine Antwort, denn ich lässigte Folgendes: „Sicher. Bin ja auch noch jung!“

 

 Ein Knaller, da zeigt sich der Pädagoge. Das Kind in seiner Überzeugung bestärken, und sich selbst (späte) Perspektiven eröffnen.

 

 Bleibt mir nur noch das Starten. Doch selbst das geht irgendwie von selbst, denn erst gestern „starrten“ mich mehrere Frauen begehrend an, als ich meine Tennis-Niederlage wie ein Mann ertrug und die Größe hatte, meinem Gegner zu seinem (vollkommen unverdienten) Sieg zu gratulieren.

 

 Selbstverleugnung, dein Vorname ist Jürgen…

 

 Übrigens, könnt nun auch ihr starren: bei Youtube. Einfach „Melankomiker“ eingeben und dann starren.

 

 Und freuen.

 

 Und jubilieren.

 

 Den Bildschirm küssen!

 

 Zumindest aber ablecken…

 

 Ja, MEIN zweiter Vorname ist „Bildschirm“.

 

 Sind DAS nicht Perspektiven? Hat das nicht was von Durchstarten? Von Großrauskommen?

 

 Gut, vielleicht komme nicht nur ich groß raus, sondern Herr R. auch noch. Da muß er aber durch, denn: Wo viel Licht ist, da ist auch … Jürgen!

 

 Ihr aber seid nun an der Reihe, denn ihr müßt ab jetzt jeden Tag mindestens 24 Mal bei JEDEM unserer Titel auf „Gefällt“ klicken.

 

 Und bei Youtube anrufen, um Folgendes in den Hörer zu tönen: Richtet bitte eine Rubrik „Gefällt mir über die Maßen gut!“ ein…

 

 Ich schlendere jetzt zu meinem Nachbarn, ja zu dem mit der Oboe auf der „Damenwahl“-CD, denn er hat nicht nur seit 34 Jahren und zwei Tagen die gleiche Frau, nein, er besitzt auch ein Starthilfe-Kabel.

 

 Tja, gut gewohnt, ist halb gestartet.

 

 Sauseflitzende Grüße vom Durchstarter

 

Jürgen




01.Februar 2011


Huld

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 laßt es mich heute mal pathetisch sagen: „Danke für meine Arbeitsstelle!“ Und da schließe ich die von W. mal einfach mit ein.

 

 Denn all die Wochenenden im Januar, an denen wir unterwegs waren, konnten wir uns vor Sympathie-Bekundungen eurerseits kaum retten.

 

 Gut, das hängt natürlich fast zu 100 Prozent mit meiner äußeren Erscheinung zusammen, tut uns aber trotzdem gut.

 

 Und sichert Arbeitsplätze. Also unsere…

 

 Als wir Mitte Januar im Leipziger „Palmengarten“ frauenflüsterten, raunte es mir die dortige Tresen-Besatzung nach der Veranstaltung zu: „Wir haben gestoppt: 40 Minuten Zugaben!“

 

 Und diesmal war es nicht so, daß ich derjenige war, der trotz Publikums-Protesten nicht von der Bühne wollte, während Herr R. schon beim zweiten Abendbrot saß, sondern diesmal standen W. und ich schon zweimal mit Bier am Tresen und wurden zurück-geklatscht.

 

 Feines Geräusch!

 

 Auch am Sonnabend in Magdeburg hatten wir einfach nur … Spaß! Dank der Leute.

 Ach, man möchte jeden Einzelnen küssen!

 

 Oder sich zwei bis drei Einzelne auswählen und diese küssen. – „Küssen“, was für ein Synonym…

 

 Aber – und hier zeigt sich wieder einmal unsere Charakterstärke: Wir küßten nicht.

 

 Um keinen zu enttäuschen. Alle oder keine. So sieht’s aus.

 

 So fuhren wir dann weit nach Mitternacht von Magdeburg mit dem Auto durch den Nebel nach Hause und waren anderntags ob der Nachrichtenlage froh, nicht den Zug genommen zu haben.

 

 Und Herr R., der den Boliden mit 170 km/h durch die undurchsichtige Brühe schleuderte, fuhr gut. Auch dafür sei hier und heute mal ein Lob ausgesprochen.

 

 Aber keine Angst: Küsse biete ich ihm nicht an! – Obwohl er manchmal so sehnsüchtig guckt… Dann applaudiere ich ihm einfach.

 

 Doof ist nur, wenn das im Auto geschieht, denn dann läßt er spontan das Lenkrad los, steht auf und verbeugt sich.

 

 Wie würde eigentlich Gefallen seitens der Zuschauer bekundet wären, hätten nicht im Jahre 1269 irgendwelche Spastiker den Beifall erfunden?

 

 Mit Gesängen wie „Hat’s fein gemacht, hat’s fein gemacht, drum wird er auch nicht ausgelacht!“? Mit der Darreichung von Devotionalien? Dem Ausleihen von Ehefrauen oder gar -männ…? - Nee, bitte nicht! Mit Kuß-Orgien? Nach jedem für gut befundenen Lied???

 

 Da würden wir uns also beim Publikum nicht nur einschmeicheln, sondern dieses auch einspeicheln. Lecker! Also fürs Publikum…

 

 Doch noch halten wir ihn zurück: den Speichel des Erfolgs. Da unterscheiden wir uns fundamental von irgendwelchen Fußballstars, die sehr, sehr freigiebig damit umgehen. Diese Rotzer!

 

 Mal sehen, was uns am Sonnabend in Meißen erwartet? Ich für meinen Teil bin schon ganz hibbelig! Herr R. konzentriert sich lieber die ganze Woche über aufs Ingenieurswesen, um seiner Nervosität Herr zu werden.

 Wenn sich jemand fände, würde ich sehr gern auch mal meiner Nervosität Frau werden, aber da hat die deutsche Sprache die Benachteiligung der Mädels zu sehr verinnerlicht.

 

 Ich fordere hiermit eine Quoten-Regelung für das Besiegen der Nervosität!

 

 Mal sehen, welche Au2swirkung dieser revolutionäre Gedanke am Samstag in Meißen zeitigt. Ich bin flitzebogenartig gespannt. Mein zweiter Vorname ist „Sehne“!

 

 Kommet, ihr Lieben, am 5.Februar nach Meißen! Sei es, um unserer zu huldigen, sei es schlicht, um Arbeitsplätze zu sichern. Und zwar die von W. und

 

Jürgen




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