Mai


30.Mai 2010


Kotz!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es ist passiert. Lena Valaitis, oder wie auch immer sie heißen mag, hat den „Bekloppten-Wettbewerb mit Musik“ gewonnen. Darf sie. Soll sie auch. Warum denn nicht?

 

 Der Bekloppten-Heimatsender „MDR-info“ macht damit seit Stunden seine Nachrichten auf. Was nix anderes bedeutet, als daß das die Spitzenmeldung eines öffentlich-rechtlichen und damit auch von mir mitfinanzierten Senders ist. Jede verdammte Viertelstunde.

 

 Diesem Info (Ha!)-Radio ist nichts wichtiger als das! Bomben auf den MDR!!

 Würde ich nie werfen!!!

 

 Ich habe nämlich nicht nur Talent, völlig unbegründetes Selbstbewußtsein und einen gesunden Haß auf all die Deppen dieser Welt, nein, ich verfüge auch über Höhenangst!

 

 Tja, vielseitig muß man sein…

 

 Bombenwerfen fällt für mich also definitiv aus.

 

 Bombenlegen übrigens auch, denn ich bin Pazifist.

 

 Mich darf man sogar karikieren. Ungestraft! Außer vielleicht Herr R., denn dem würde ich danach die eine oder andere subtil ausgewählte Strafe auf den Leib schneidern…

 

 Eine Nation im Siegestaumel!!! Nein, nicht wegen Afghanistan. – Da steht’s noch unentschieden. Wegen eines Pop-Musik-Wettbewerbs. Halleluja…

 

 Früher hieß das, womit die Unbedarften ruhig gestellt wurden, „Brot und Spiele“. Heute „Pizza und Schlager“.

 

 Und das alles macht mich nicht mal böse. Gar gar gar nicht.

 

 Mich macht wahnsinnig (Und da ändert sich bei mir nicht viel…), wie diese ganze Medien-Scheiße funktioniert, wie sich all die Deppen manipulieren lassen bis zum Abwinken. – Nur, daß niemand mehr abwinkt, heutzutage.

 

 Was auch immer mit dem richtigen Druck unters Volk gestreut wird – Mama und Papa Volk fressen es. Und schmatzen dabei. Wolfont face=2font face=lüstig. Und zufrieden.

 

 Sie hassen einfach mal so alle Griechen, sie verstehen von einem Tag auf den anderen überraschenderweise Roland Koch, sie verfolgen gebannt und zusammen mit über 14 Millionen Ihresgleichen (Wahlberechtigte darunter!!!) einen Schlager-Ausscheid.

 

 Ausscheid paßt allerdings wieder.

 

 Und sie sind hinterher stolz. Rasen in Auto-Corsos durchs Städtchen. Feiern sich! Sind endlich mal zufrieden.

 

 Ich gehe derweilen gepflegt kotzen und möchte nicht mehr dazugehören.

 

 Vielleicht sollte ich mich beim Kotzen filmen und das ganze als „Song“ auf „YouTube“ stellen? Könnte ein Hit werden. Und wenn dann ein Medien-Hype MICH nach oben spielt, sieht die ganze Sache natürlich gaaaanz anders aus.

 

 Dann lach ich mich über all die Bekloppten, die für DEN Scheiß Geld bezahlen, kaputt.

 

 Wie all jene, die gerade an Lene Voigt, oder wie sie auch immer heißen mag, richtig Kohle verdienen. Die lachen sich nicht etwa in den Schlaf, sondern 24 Stunden am Tag ins Fäustchen.

 

 Denn sie unterscheiden sich von Egon Olsen. Ihr Plan ging nämlich auf.

 

 Frohgemute Grüße vom volkstümlichen

 

Jürgen




26.Mai 2010


Eine Alternative? – Nein, die Rettung!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 vielleicht gibt es (neben mir…) doch einen Gott?? Wie anders ist das Folgende zu verstehen? Das KANN nur Gottes Geschick zu verdanken sein!!!

 

 Zu den Fakten: Ballack ist verletzt. Schade, aber der ist raus aus der Spielmacher-Nummer. Und tschüß!

 

 Träsch ist verletzt. Who the fuck is Träsch??? Egal – Hauptsache verletzt! Für ihn natürlich auch schade. Aber: Arrivederci!

 

 Frings könnte, darf aber nicht!

 

 Und dann das: ICH BIN WIEDER FIT!!!! Beide Knie!!! Und alles drüber und drunter. Ringsrum fit!!!!

 

 Und kopfballstark! Bei mir rutscht kein Ball über den Scheitel!! Wo nichts ist, kann nichts rutschen…

 

 Ok., ich köpfe mit Brille, aber vielleicht irritiert gerade das die Gegner? Irritiert? – Angst und bange wird ihnen werden. Sie werden schwarz sehen! Vor allem die Ghananesen… Jaaaaaaaaaaaaaaa, ich weiß. Das macht man nicht.

 

 Aber die Ghananaer werden mir verzeihen, denn sie sind auf meiner Seite. Wie die den Ballack abgeräumt haben!! Das hätte kein Räumfahrzeug aus der Leipziger Räumfahrzeug-Flotte (in diesem Winter teilweise bis zu zwei Räumfahrzeug-Fahrzeuge!) besser hinbekommen: Anlauf, Augen zu, volle Kanne rein ins gegnerische Fleisch – und dann den Schrei genießen…

 

 Den Schrei des anderen…

 

 Und hinterher ist man aufgeräumter Stimmung. Fühlt sich sozusagen im siebenten Himmel. So wird das Räumfahrzeug (Ihr merkt schon, daß es mir dieses Wort angetan hat…) zum Raumfahrzeug!

 

 Jogi, du alter Wichtigtuer, ich bin’s, deine Alternative! Ich stelle mich. Und zwar a) zur Verfügung und b) in den Dienst der Nation. Sei du mein Schiff, dann bin ich dein Kapitän. Schöner kann man nicht untergehen…

 

 Wir aber werden nicht untergehen. Ich habe ja meinerseits vor etlichen Jahren Südafrika schon als Kinderliedermacher verunsichert. Noch heute hallt es von Soweto bis Durban: „Meine Katze steht auf der Matratze…“

 Eß-unwilligen Kindern wird dieses Lied angedroht – und schwupps! schaufeln sie das Wellfleisch, oder was der Südi (nett für Ureinwohner) so in sich reinschaufelt.

 Flecke???

 

 Flecke!!! Diese Ekelsuppe wurde gestern übrigens an einem Stand auf dem Leipziger Wochenmarkt feilgeboten. FLECKE!!!

 

 Schlappweich gekochte Innereien in süßsaurem Sud! Brech!!!  Dieser „Speise“ wegen verließ ich mit sechs Jahren den Kindergarten!!! – Ahnte aber nicht, daß jenes Kotzmittel auch eine wichtige Rolle im Rahmen der Schulspeisung einnahm…

 

 Es war nicht alles gut in der DDR!!!

 

 Wo war ich stehengeblieben?

 

 Nirgends.

 

 Denn ich bin in Bewegung. Ich laufe mich warm. Habe Ball-Kontakt. Mit Ballerinen. Oder Ballerinas. Mit SOLCHEN Ballkonen!!! Das macht mich balla-balla!!

 

 Jogi, ich bin ein Paßgeber! - Das habe ich an zahlreichen Grenzen bewiesen.

 

 Ich bin ein Vollender! – Wenn ich jemals ende, dann voll!

 

 Ich bin ein Kopfball-Ungeheuer! Brill-iant!

 

 Ich bin ein Führungsspieler! – Frag’ bitte Herrn R.!

 

 Ich bin schlicht perfekt! – Frag’ bitte mich!

 

 Nimm mich, Jogileinchen!

 

 Nimm mich mit. Als Kapitän auf die Reise.

 

 Nach dem Vorrunden-Aus, machen wir uns ein paar schöne Tage am Bosporus, oder wie das Mittelmeer da unten heißt.

 

 Wasserball kann ich auch!

 

 Das ist kein Bewerbungsschreiben. Das ist ein Hilfe-Angebot.

 

 Greif zu, mein Löw! Sonst gehe ich nicht mehr auf Löwen-, sondern auf Löw-Jagd!

 

 So. Jetzt streife ich mir schon mal die Stutzen über und warte. Auf den Anruf.

 

 Ich in Stutzen! Ja, das hat schon viele zum Stutzen gebracht. Stutzen und weiter nix. – Männer werden neidisch, Frauen verlängern einfach ihre Ohnmacht, die sie angesichts meiner sowieso ereilt.

 

 Ich bin ein Stutzier! Eine Stutze der Gesellschaft! (Hier ereilt mich die bange Frage, wie die Stutzen im Singular tituliert werden: ein Stutz, eine Stutze, ein Stutzen, ein Stütz, ein Stu???? Oder einfach … alte Socke???)

 

 Und bald bin ich am Ball!!

 

 Eine Ballade auf den Lippen, grüßt mit einem „Bis Ball!“ der

 

Jürgen

 

PS. Weil’s so schön ist, hier noch mal in groß: RÄUMFAHRZEUG




17.Mai 2010


Rouland!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 von mir werdet ihr kein Wort übers Wetter hören. Nicht eines! Nüscht!

 

 Naja, wenigstens hat es seit mindestens einer Woche nicht geschneit…

 

 In Leipzig.

 

 Das kann in Laue schon ganz anders sein…

 

 Obwohl – ich weilte ja am vergangenen Donnerstag in eben jenem Ortsteil, veredelte ihn sozusagen, und nahm nebenher den Job eines Test-Essers im Hause R. wahr.

 

 Ich sage nur Rouladen. W.s Rouladen.

 

 Halleluja!!!

 

 Ich kann nicht ALLE Rouladen beurteilen, die mein Band-Kollege an diesem Tag zuberitten und dann kredenzt hat, denn es waren überraschenderweise noch Mit-Esser am Tisch zugegen. Doch die drei (vier?) Roulädchen, die ich mir sichern konnte (und zusammen mit, naja, fünf Klößen und ca. einem Kilogramm Rotkraut der auserwähltesten Sorte runterspülte), waren – es tut mir weh, das so deutlich zu sagen – à la bonne heure.

 

 Göttliche Rouladen. Rouladen des Teufels. Pferdefleisch vom Feinsten!!! – Oder woraus diese vegetarischen Kalorienbomben auch immer gebastelt werden…

 

 Spielte W. nicht ganz erträglich die Gitarre, zupfte er nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten recht zierlich die Mandoline, malträtierte er nicht mit einer gewissen Nonchalance und dabei den einen oder anderen Ton treffend das Akkordeon, wäre er nicht ein durchaus begnadeter Lotus-Flöten-Flötist und hätte seine Stimme nicht eben jenen Reiz, der sie gegen die meine so selbstverständlich zur Zweit-Stimme degradiert, - er könnte als Rouladier seinen Weg gehen.

 

 Als Rouland!!

 

 Ganz zu schweigen von der Füllung.

 

 Und der Sauce!!!

 

 Diese Soße!!!!!

 

 Nach drei Litern, die ich mir SOFORT ex einverleibte, stieß ich kurz – nein, nicht etwa auf (Wäre schade drum!), sondern mit meinem Tischnachbarn an. Mit einem weiteren Drei-Liter-Humpen.

 

 Wir soffen uns den Tag mit Soße schön!!!

 

 Wir versoßten uns den Tag!!!

 

 Herrlich.

 

 Zwischendurch stießen wir mit den Klößen an.

 

 Klöße? – Himmelsboten!!! Gourmet-Bällchen!!!!

 

 Wann sah man mich je so zufrieden sitzen: ein bis zwei Klöße in jeder Wangentasche, auf der Zunge die eine oder andere Roulade, Rotkraut in den (wenigen) Rachen-Raum-Zwischenhöhlen und dabei immerfort Soße nachschüttend…

 

 Ein Bild für die Götter!

 

 Ein Selbstbildnis.

 

 Lieber Herr Gesangsverein, resp. lieber Herr R., ich hege seitdem Gefühle!

 

 Nein, nicht für dich… Mehr so Völle-.

 

 Aber: Es sind – seit Jahren – erstmals wieder GEFÜHLE!!!

 

 Ich fühle wieder!

 

 Kann meine Fühler wieder ausstrecken. Die Welt neu erobern! Mit über 50!!!

 

 Jetzt geht’s lohos!

 

 Sofort!

 

 Ciao!

 

 Bin dann mal weg!

 

 Flüchtige Grüße von

 

Jürgen

 

PS. Scheiße!!!! Ich passe nicht mehr durch die Tür…




07.Mai 2010


Heil!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 danke der Nachfrage: scheiß Knie! Wenn ich „scheiß“ mal als Adjektiv durchgehen lasse. Denn sonst müßte es ja Scheiß-Knie heißen.

 

 All dies würde aber außer euch, meinen kleinen Orthographie- und Grammatik-Hasen, niemandem in dieser ganzen Welt, inklusive Leipzig und Laue, auffallen, weil mittlerweile sowieso ALLE (außer euch und, naja, W.) zu doof sind, richtiges Deutsch zu schreiben bzw. zu sprechen.

 

 Nö, die sind nicht zu faul! Nö, das hat nix mit Gleichgültigkeit oder neuer Rechtschreibung zu tun. Die sind zu doof!!!

 

 Denn sonst wären sie nicht gleichgültig. Nur Doofe sind gleichgültig. Und Rechnungen.

 

 Ok., die sind gleich gültig. Aber im Deppen-Deutsch wäre das sowieso das Gleiche. Oder das Selbe? – Preisfrage!

 

 Erster Preis: ein Teller Preiselbeeren.

 

 Zurück zum Ursprung allen Leidens, dem Privatfernsehen. Halt, pardon, dem Knie.

 

 Es ist, wie immer, schön anzusehen. Um ehrlich zu sein: schöner denn je! Ein Knie vor dem Herrn! Man und vor allem Frau möchte vor diesem Knie auf die Knie fallen. Und sie tut es!!

 

 Wie genieße ich es, sie Minuten später huldvoll nach oben zu winken…

 

 Huch, abgeschwoffen.

 

 Es ist auch wieder dem Rest-Körper (Was’n Körper! – Meiner!!) angemessen. Also das Knie. Und somit rank und schlank. Nicht mehr geschwollen.

 

 Vielleicht war es das auch nur, weil im Knie der Wunsch entstand, sich meiner Redeweise in Phasen leichter Alkoholisiertheit anzupassen? – Kann sein, aber dann müßte mein Knie ja ab und an auch auf intelligent machen… Und eigentlich immer auf albern!

 

 Ein albernes Knie! – Wer möchte das???

 

 Ich.

 

 Aber ich gehe (Ha! – Hinke…) noch weiter: Ich möchte zwei alberne Knie. Kniee? Kniei? – Plurale des Teufels!

 

 Ja, mein linkes als auch mein rechtes Knie sollen von mir aus tagein-nachtaus kichern. Sterereo! – Und ich kichere mit! Was nichts anderes bedeutet, als daß ich allein Gage für Drei beziehen darf.

 

 Oh, da fällt leider für W. nichts mehr ab. Das tut mir wirklich leid.

 

 Doch.

 

 Irgendwie.

 

 Seine Knie funktionieren. Noch. Spielt ja auch kein Squash. Also Herr R.  Seine Knie übrigens auch nicht. Der ganze Leib W. spielt NIE Squash!!   N I E ! ! !

 

 Das verstehe einer.

 

 Wenn ich zwischen funktionierenden oder wunderschönen Knie wählen müßte, würde ich mich IMMER für … beides entscheiden.

 

 Es ist ja mit dem Knie wie mit dem, was die Gefühllosen „Beziehung“ nennen: ein Ausrutscher kann alles kaputt machen.

 

 Ein Knie aber kann man wieder kitten. Wenn’s sein muß mit Kittifix!

 

 Juhu!

 

 Das waren noch Kleber! Die klebten einfach! Und rochen so scheußlich, daß niemand auch nur auf die Idee kam, das Zeug zu schnüffeln.

 

 Ich glaube, wenn ich noch ´ne Tube Kittifix hätte, könnte ich mein Knie binnen Sekunden reparieren. Ok., es röche dann etwas streng, aber das wiederum könnte ich ja wegparfümieren. Mit TÜFF! Dem Rasierwasser des Satans.

 

 So. Genug geschwelgt.

 

 Der Stand der Dinge sei noch kurz umrissen: Ich salbe. Ich kühle. Ich war auch schon mal wieder 10 km joggen.

 

 Das war unklug.

 

 Nun gönne ich dem Verbindungsstück zwischen meiner linken, aber gar nicht linkischen Wade und dem ebensowenig linkischen linken, wohlgemerkt aber überaus propperen Oberschenkel noch mal ´ne ganze Woche Pause.

 

 Und dann bin ich: GEHEILT!

 

 Ja, so einfach geht das.

 

 Mann muß nur wollen. Und ich bin Mann!

 

 Moment…

 

 Doch. Habe gerade noch mal nachgeschaut…

 

 Dabei fiel mir übrigens auf, daß es Dinge an meinem Körper gibt, die absolut zuverlässig funktionieren!

 

 Ihr ahnt es, ihr Schlingel und Schlingelinnen, wagt aber nicht, es deutlichst akzentuiert auszusprechen… - Verständlich.

 

 Ich aber habe keine Hemmungen und schreie es in die Welt hinaus: meine Stimme.

 

 Stimmige Grüße von

 

Jürgen

 

 PS. Im Moment brachte mir Gevatter Post die neue Reinhard-Mey-CD ins Wohnstübchen. – Das macht den Freitag zum Freutag und hilft heilen. Ich spüre es schon… Hui!




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