Februar


26.Februar 2010


Herman verhindert Morde

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich weiß – ich soll mich nicht immer so aufregen. Ist ja gut.

 

 IST JA GUT!!!

 

 Um nicht zu sagen: Supi! – Da könnt ich mich schon wieder aufregen…

 

 Warum aber, und das darf ich ja wohl noch fragen, warum aber rennen Deppen, die a) Hunger und b) keine Ahnung von richtiger Ernährung haben, ins Kino?

 

 Um direkt neben mir EIMERweise Popcorn oder irgendein anderes Scheißzeug in sich reinzustopfen. Was ich ihnen nicht mißgönne. Iwo! Jeder ist seines eigenen Schwimmringes Schmied. Aber ich HASSE die Geräusche, die sie dabei machen.

 

 Und mit zwei, drei Eimern von dem Scheiß kommt man durch ´nen ganzen Film. Da frißt man zwei Stunden munter schnurpsend und pausbäckig drauflos, immer mal den Nebenmann voll-mundig fragend, ob er auch noch ´n Portiönchen von den kleinen Krachmachern in sein fettleibiges Ich versenken möchte. Und der Nachbar möchte.

 

 Warum gehen solche Leute auch noch in Filme, die nicht für sie gemacht worden sind und die sie nicht verstehen? Nicht mal ich habe diesen Film ganz verstanden! Bei mir lag’s aber an den Freßsäcken und ihren Kau-, Rülps-, Schmatz- und Verdauungsgeräuschen.

 

 „Giulias Verschwinden“ hieß und heißt der Film, den ich nicht unbedingt empfehlen möchte. ´s ging immer und immer nur ums Altern. Alles ließe nach, wurde suggeriert.

 

 MEIN GEHÖR NICHT!

 

 Und dann brüllten die Deppen auch noch bei jeder Bemerkung, die auch nur von Weitem nach Joke roch, dermaßen beseelt los, daß ich feststellen mußte: Auch mein Aggressions-Potential ist noch zu 100 Prozent intakt.

 

 Fazit des Kinobesuchs: Ich bin schon toll! Denn ich hatte mich auch noch dermaßen im Griff, daß ich keinem der Arschlöcher das Nasenbein zertrümmerte bzw. den Saftsäcken und Dummtussen die verfressene Visage polierte.

 

 Ja, ich bin die Ruhe selbst. Ein Vorbild. NIE würde ich ausrasten. NIE. Und Beleidigungen werdet ihr von mir nie hören oder gar lesen.

 

 ICH HABE MICH IM GRIFF!!!!

 

 Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Es liegt vor allem daran, daß mir W. immer mal wieder ein „Ruhig, Brauner!“ zuraunt, der alte Pferdeflüsterer. Und vor allem liegt es an Herman.

 

 Denn Herman hat mich am vergangenen Sonnabend in Leipzigs Oper – IN DER ES, WARUM AUCH IMMER, KEIN FRESSEN IN EIMERN FÜR DEN VERZEHR WÄHREND DER VORSTELLUNG GAB – wieder dermaßen verzaubert, daß ich, vollgepumpt mit Lebensfreude nach Hause tänzelte. Huch, ich tänzelte ja gar nicht nach Haus, sondern ich tänzelte noch einen trinken. Was für ein Tänzeln!

 

 Und was für ein van Veen!!!!

 

 Hoch und gaaaaaaaaaaanz lange soll er leben!!!

 

 Ein Magier!

 

 Ein Wunderer!

 

 Ein WUNDER!!!

 

 Für Herman würde ICH an der Kinokasse Wagenladungen von Popcorn in Eimern kaufen und sie persönlich an ihn verfüttern, während er neben mir im Kino sitzt. Und dabei jeden Schnurps genießen…

 

 Ja, so tolerant kann ich sein. Wenn es denn der andere verdient.

 

 Deswegen meine Aufforderung an alle, die noch nicht ein Herman-van-Veen-Konzert der aktuellen Deutschland-Tour besuchten: Hin! Los! Sofort! Koste es, was es wolle!!!

 

 Nur so können wir die Mord-Rate in den Kinos senken! Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.

 

 Aber aufs Maul kriegen die Freßmaschinen beim nächsten Mal vielleicht doch…

 

 Dafür trainiert ab heute ganz friedlich der sehr gelassene

 

Jürgen




16.Februar 2010


Socken – ungezuckert!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 nein, ich habe immer noch kein „Kabel digital“. Vielleicht mag ich es ja mittlerweile auch nicht mehr.

 

 WIE doof kann eine Firma denn sein?????

 

 Fluch, Donnerwetter und Tsunami über „Kabel Deutschland“! Und noch ´n kleiner Kinnhaken hinterher. Krawumm!!! Auf die Zwölf!!!!!!

 

 Punkt.

 

 Mich aber beschäftigt seit gestern etwas ganz anderes. Wenn schon die Tatsache, daß es digitales Fernsehen zwar gibt, für mich aber halt nicht, mich zu einem leichten Kopfschütteln veranlaßte, so ratatatterte gestern mein durchaus windschlüpfriger Schädel mitten im Einkaufsparadies dermaßen hin und her, daß ich so als personifizierte Verneinung zum Fasching hätte gehen können.

 

 Wenn ich denn je zu einem Fasching gönge. Gehe ich aber nicht. Naja, schade um das schöne Kostüm…

 

 Was aber ließ mich mein Haupt so exzessiv schütteln? – Socken!

 

 Ja, da kann man schon mal von denselben sein!

 

 Ich hatte nämlich vor, meine widernatürlich schönen Fesseln und meine fast göttergleichen Knöchel nicht mehr so offenherzig wie bisher zu präsentieren und damit Lechz- und Stöhn-Orgien unter den Frauen dieser Welt auszulösen. Ich möchte mich ab jetzt bedeckt halten. Untenrum.

 

 Hey, nicht traurig sein!!!! Ich meine: GANZ unten rum.

 

 Na, wieder alles gut?

 

 Aber was mußte ich auf dem Etikett der Fußkleider lesen: „Für Diabetiker“.

 

 Huch!

 

 Ich hatte schon vorgehabt, auch bestrumpft weiterhin so süß auszusehen wie vorher. Ich wollte ein „Zückerli“ bleiben. – Von Süßstoff halte ich eigentlich nix.

 

 Viel aber halte ich von Baumwolle! DARAUS sollten Socken sein. Allerhöchstens könnte ich noch Söckchen aus Zuckerwatte akzeptieren. – Aber aus Süß-Stoff???

 

 Bei wieviel Grad wäscht man denn so was? Leiert das nicht aus?

 

 Vielleicht bin ich zu gesund, um zu kapieren, daß es jetzt für Diabetiker geeignete Socken gibt? Vielleicht steht auf anderen fußumschmeichelnden Textilien „Für Vegetarier“, „Für Herzschrittmacher-Träger“ oder gar „Für Waldemare“…?

 

 Kann es so weit kommen???

 

 Möchten wir das???

 

 Ich nicht.

 

 Die Socken habe ich nicht gekauft, schlumpere weiterhin barfuß durchs überaus amüsante Leben, bin für viele der Zucker im Kaffee. Ohne Kaffee.

 

 Ich habe nämlich Angst, daß man durch das Tragen dieser Socken zum Diabetiker wird. Also vielleicht nicht gleich durchs Tragen, aber durchs Anziehen schon…

 

 Gefährliche Socken!

 

 Mein Duschbad habe ich vorhin auch weggeworfen. Roch gut, schäumte fantastisch und machte mich so sauber, daß ich schon beinahe klinisch tot, pardon!, rein war. Aber, was mußte ich auf dem Duschbad-Behälter lesen: „Für trockene Haut“.

 

 Nö, das möchte ich nicht. Meine Haut soll normal bleiben. Hin und wieder gar feucht. Aber nicht trocken. Nicht mal hinter den Ohren!

 

 Mit kalten Füßen, heißem Herzen, pitschenasser Haut und absolut unterzuckert grüßt euch ganz süß die alte Socke

 

Jürgen




08.Februar 2010


Help!!!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 wir haben es und sind geschafft. Sogar Herr R., den ich manchmal kameradschaftlich mit W. ansprechen darf.

 

 Gerade er, der sich ja durch eine Kondition auszeichnet, wie sie sonst nur Profis, also Konditoren, eigen ist, machte nach den zweieinhalb Stunden der „Frauen-Flüsterer“-Premiere am Sonnabend einen doch recht erschöpften Eindruck.

 

 Kann aber auch an den drei Zugaben gelegen haben…

 

 Ja, wir haben Fehler gemacht. Ja, Herr R. hat sich das eine oder das andere Mal verspielt und versungen…

 

 Jaha. Ich auch. Aber nur einmal… - Ha!

 

 Aber ansonsten hat es sich gelohnt, fast den ganzen Januar Herrn R. als Schlafgast in meinen 64 Wänden zu beherbergen. Was das allein an Drogen-Geld gekostet hat. Gegen Ende des Monats fand ich kaum noch ´ne vernünftige Vene bei ihm!!! 

 Ich muß derweil noch mal über all die neuen Lieder nachdenken, das eine oder andere umschreiben, noch zwei, drei, vier oder eins dazuschreiben, und so ab Mitte des Jahres wird dann richtig offiziell geflüstert…

 

 Bis dahin muß ich nur noch Deutschland besiegen.

 

 Kabel Deutschland!

 

 Ein hilfloser Verein!! Ein Verein, von dem ich Depp mein Fernsehbild beziehe. Und brav dafür bei meinem Vermieter Kohle abdrücke. Depp schon allein deswegen, weil das Fernsehbild sich ans Programm anpaßt und miserabel ist.

 

 Da dachte ich mir: Gehste mal aufs Ganze und bestellst dir das angepriesene „Kabel digital“, denn noch schlechter kann dann ja das Bild auch nicht werden.

 

 Gesagt – nicht getan. Seit 14 Tagen! Denn: Es gibt mich nicht!!!

 

 Ich bin ein Zombie! – Naja, für „Kabel Deutschland“.

 

 Denn mit wem auch immer ich dort telefonierte und sprach (Heute schon wieder, und bislang hatte ich es mit fünf verschiedenen Kabelianern zu tun!), KEINER wollte mir das von seiner Firma angebotene Produkt verkaufen.

 

 Und das nur, weil das Haus, welches mich beherbergt, zwei Eingangstüren hat. Die, da es sich um ein Eckhaus handelt, in zwei verschiedenen Straßen liegen.

 

 Nun hat meine Vermietergemeinschaft den Kabelanschluß leider unter der Adresse angemeldet, die nicht meine Postanschrift ist. Welch Frevel!!!

 

 Da dachte ich kleines Dummerchen nun, das mit einem kleinen Telefonat klären zu können. Nach ca. 30 Minuten hatte mich die Kabel-Dame auch verstanden, erklärte mir nun aber ihrerseits, daß sie das dem Pomputer nicht verklickern könne. Der nämlich kenne meine Anschrift nicht und somit kann man mir nix verkaufen, nix zuschicken und mit mir keinen Geschlechtsverkehr haben.

 

 Darauf ich: „Wenn Sie wüßten, was Ihnen da entgeht!“ – Wir haben uns dann privat verabredet und fi… - Huch! – Jetzt ging meine Phantasie aber dermaßen mit mir durch…

 

 Tschuldigung!

 

 Also: „Kabel Deutschland“ ist nicht in der Lage, mir etwas an meine Adresse zuzusenden. Mein Vorschlag, es doch an die bei ihnen registrierte Anschrift, die ja das gleiche und das selbe Haus in einem betrifft, zu schicken und einfach nach der Straße und der Hausnummer einen Schrägstrich zu machen, um danach „Eingang Richterstr.1“ dazuzuschreiben, wurde als abnorm verlacht…

 

 Soooo leicht ließe sich der Pomputer nicht austricksen.

 

 Der Pomputer – ein Mensch wie du und ich. Halt nur blöder. Oder sind doch nur die Kabelianer blöder als der Pomputer?

 

 Vorige Woche, am Dienstag, versprach mir nun der erste Mann, der sich im Namen der Chaos-Firma bei mir meldete, Hilfe und Rettung sowie die Ehe. Letzteres lehnte ich ab, wollte aber alles andere annehmen.

 

 Vielleicht habe ich ihn vor den Kopf gestoßen, denn obwohl er mir zusicherte, nun gönge alles seinen Lauf, göng nichts.

 

 Und heute, wie gesagt, hatte ich es wieder mit ´ner Frau zu tun, die a) meinen „Vorgang“ nicht kannte und mir b) versprach, sich zu kümmern.

 

 Ich aber habe nun die Wahl zwischen Kabel oder Strick.

 

 Kabel habe ich ja, wie bereits mehrfach erwähnt, schon. Wahrscheinlich illegal. Vielleicht bin ich auch gar kein Deutscher?? Vielleicht existiert auch W. in Wahrheit gar nicht?? - Oh, Hoffnung, verweile!

 

 ´nen Strick kann ich mir jederzeit noch nehmen. Liegt ja in den Strickereien dieser Welt meistens haufenweise rum.

 

 Ich aber nehme jetzt erstmal einen zur Brust, um das Ganze überhaupt noch aushalten zu können.

 Sollte aber eine der von mir geliebten Leserinnen mich jetzt tröstend zur Brust nehmen wollen, so melde sie sich umgehend bei

 

Jürgen

 

PS. Am besten übers Kabel-Fernsehen…




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