Januar


28.Januar 2010


Schnauze!!!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 die Kinder singen und singen immer wieder: „Es schneit, es schneit! Es wurde höchste Zeit!“

 

 Ich aber sage: „Schnauze!!!“

 

 Irgendwann muß auch mal Schluß sein! Es darf nicht immer nach dem Willen der Blagen gehen!

 

 Hiermit verbiete ich dieses Lied!

 

 Schluß!

 

 Aus!

 

 Sense!

 

 Oder Sensenmann!!!

 

 Wie immer grüße ich durchaus freundlich und gaaaanz kinderlieb aus dem gemeinsamen Probenlager mit Herrn R., der sich schon sehr auf unsere Premiere in einer Woche freut, als der liebreizende und verständnisvolle

 

Jürgen




21.Januar 2010


Guten Appetit!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 die Frage aller Fragen im Gästebuch lautete: „Wo ist Jürgen?“

 

 Da bin ich. Und auf die Frage „Wo ißt Jürgen?“ kann ich auch gleich noch antworten. Meist daheim, oft auch auswärts, was in diesem Fall „Italiener“ oder „Spanier“ bedeutet. Der „Grieche“ fällt da leider ein bissel durch, sorry Theo. Wogegen der kleine mit Augenschlitzen versehene Mensch mich durchaus zum Sushi nötigen kann.

 

 Nix aber, und ich betone: NIX geht über VON MIR selbst zuberittene Bratkartoffeln. Mit Ei. Und Zwiebeln. Und ein bissel Wurscht!

 

 Nudeln kann ich auch!

 

 Vorigen Sonntag hatte mich sogar der Backteufel gepackt, und selbst der in diesen Tagen intensiver Probentätigkeit fürs neue Programm scheinbar bei mir wohnende Herr R. schnalzte während der Genusses meines „Kathi“-Schokokuchens anerkennend mit der Zunge.

 

 Wie das krümelte…

 

 Denn Kaffe bekommt W. bei mir zwar auch, aber nur OHNE Kuchen. ENTWEDER Kaffee ODER Kuchen. Bin ich die Heilsarmee? Oder die Haiti-Hilfe?

 

 Wenn Herr R. aber clever ist, und das ist er leider, muß er nur kurz auf’n Minütchen meinen Wohnbereich verlassen, um dann aufs Neue einzureiten. Hüh!!!

 

 Dann gibt es wieder neue Nahrung. Manchmal hebt er sich in seinen Backentaschen – und das sind riesige Backentaschen, die niemand Wangentaschen nennen würde – sogar Kuchenreste auf, die er dann, aufs Neue in mein Reich eingelassen, nach minutenlanger Einspeichelung trotzdem noch mit dem dann kredenzten Kaffee herunterspült. – Das ist nicht nur ekelig, sondern durchaus auch widerlich.

 

 Doch darüber sehe ich großzügig hinweg, denn ich habe zu warten. Auf den täglichen musikalischen Einfall, der den von mir gestärkten Leib des Herrn R. erst im Zustand einer gewissen Sättigung, dann aber um so intensiver durchzuckt. – Und schon hat das von mir getextete und komponierte Lied ein Zwischenspiel, das dem Lied nur eines tut: gut.

 

 Könnte ich Torte backen - nicht auszudenken, was mit meinen Liedern geschähe…

 

 Und so sehen wir uns derzeit halt täglich: der nimmersatte Herr R. und der nimmermüde sich hier zu Wort Meldende.

 

 Ach, ein, zwei neue Liedlein sind schon entstanden. Zwei bis drei haben wir, gekonnt wie immer, im Orbit der Lieder, die so durch die Welt schwappen, entdeckt, um sie zu mißbrauchen.

 

 Das alles muß W. nun noch auswendig lernen! Und mir dann, zur Kontrolle, auch vorsingen. Mit vollem Mund… Das krümelt schon wieder!!!

 

 Wäre da Krümel-Monster nicht ein passendes Synonym für den Diplom-Ingenieur meiner Wahl?

 

 Naja, „Monster“ – das ist vielleicht ein bissel zu … nett. Ich laß mir da mal was richtig Drastisches einfallen. ´s soll schon weh tun!

 

 Eigentlich mache ich mir fast zu viele Gedanken darüber, wie ich Herrn R. das Leben zu versüßen habe. Ich bin zu gut! – Das haben meine Eltern nun von ihrer humanistischen Erziehung. Und die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“! Ok., die ist mittlerweile verschieden.

 

 DAS ist übrigens in der Tagespresse meine Lieblings-Rubrik: „Verschiedenes“.

 

 In diesem Sinne habe ich heute auch noch Verschiedenes vor. Zum Beispiel, mich vom Besuch eines gewissen W. heute früh zu erholen. 9 Uhr, also mitten in der Nacht, zwang er mich schon, mit ihm gemeinsam Lieder zu singen…

 

 Zu Essen hat er heute aber nüscht bekommen. Deshalb lautet diesmal die wirklich wichtige Frage eindeutig: Wo ißt Waldemar?

 

 Heute auf keinen Fall bei

Jürgen

 




04.Januar 2010


Naturwissenschaftliches Prost!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 wo, bitte schön, kommt dieser viele Schnee her?

 

 Klar, vom Himmel. Aber: Wie kommt das weiße Giftzeug dahin???

 

 Lasset uns nachdenken.

 

 Auch wenn wir es gemeinhin erst nach ca. sieben Bieren oder mindestens einer Flasche Wein bemerken, Fakt ist: Die Erde dreht sich.

 

 Gottseidank um die Längsachse, denn sonst würden wir die ganzen süffigen Drehmomente ja verschütten…

 

 Nun dreht sich der blaue (!) Planet aber am Äquator, also dort, wo er am dicksten ist, viiiiel schneller als am Nord- oder Südpol. Während es oben und unten ja nur ein paar Meter sind, die die Schleuderkugel pro Tag zu absolvieren hat, geht es „außenrum“ richtig zur Sache.

 

 Da bleiben gerademal 24 Stunden für, ich schätze mal, mehr als 200 km! „Mehr als“ läßt übrigens nach oben alles offen und kann so falsch also nicht sein.

 

 Tja, da spricht der Naturwissenschaftler aus mir.

 

 Und wegen dieser wilden Raserei stürmt es am Äquator auch immer so doll. Wenn’s denn stürmt…

 

 Am Nord- und Südpol aber, oder laßt es mich, der Abwechslung halber, mal anders formulieren: Am Süd- und Nordpol aber herrscht fast Wind-, nicht aber Funkstille.

 

 Was bedeutet das nun?

 

 Keine Ahnung!

 

 Bis gestern. Denn gestern habe ich erstmals in diesem Jahr nachgedacht, während ich die Elche auf meiner Terrasse beobachtete, wie sie lustvoll im meterhohen Schnee tollten. Die Schweine!

 

 Sind Elche Schweine? – Dazu ein anderes Mal. Ornithologie ist (noch) nicht so mein Ding…

 

 Nun aber zu meinen Erkenntnissen: Klar ist doch, daß der Schnee, um vom Himmel fallen zu können, erstmal in selbigen hinaufgeschleudert werden muß.

 

 Logo.

 

 Wo aber schleudert es am meisten: Richtig: am Äquator.

 

 Und nicht ummesunst ist es dort so schweineheiß, denn der ganze, kühlende Schnee wird ja immerfort, gleich nach seiner Geburt - Hui! - hinauf in den Himmel zentrifugiert. Schleuder!

 

 Kein Krümelchen bleibt da, um für einigermaßen durchschnittliche Durchschnitts-Temperaturen zu sorgen, am Boden. All das kühle Weiß rast gen Orbit. Ein einziger weißer Sog.

 

 An den Polen aber bleibt die Scheiße einfach unten liegen, denn bei ca. 2,04 km/Tag kann von Flieh- oder Schleuderkräften keine Rede sein.

 

 Wir aber, wir Deppen, die irgendwo im Mittelfeld der Erde unsere (in meinem Fall undichte) Behausung aufgeschlagen haben, wir sind die Leidtragenden. Denn bei uns, wo die Drehmomente nicht mehr ausreichen, den ganzen weißen Pamps nach oben zu verfrachten, andererseits aber noch zu groß sind, die Flockenpest für immer am Boden zu fixieren, bei uns gibt es dieses Mal-so-mal-so.

 

 Mal schneit der ganze Kladderadatsch von oben runter und belästigt die Autofahrer, mal zutscht es ihn wieder, in Tropfenform, gen Himmel. Der Wissenschaft Abholde vermeinen dann, es taue.

 

 Lächerlich!

 

 Was also tun?

 

 Mehr saufen! Denn dann gibt es, wie wir alle wissen, mehr Umdrehungen. Und je schneller die ganze Chose sich dreht, um so mehr wird der weiße Tod wieder dorthin geschleudert, wo er hingehört: ins Nirwana.

 

 In diesem Sinne habe ich heute zwiefach Gutes getan: Erstens, euch wiedermal ein bissel die Welt erklärt, und zweitens, euch und mir einen durchaus vernünftigen Grund zum Saufen gegeben.

 

 Soviel Gutes kommt nie von oben, sondern immer nur von

 

Jürgen




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