Oktober


28.Oktober 2009


Zu allem entschlossen

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 mich umflirrt eine himmlische Ruhe. Eine der ruhigsten Ruhen seit es Ruhe gibt! „Ruhe sanft“,  sozusagen.

 

 Huch, da gurrt ein Täubchen… Was’n Krach!!!

 

 Und deshalb hier mal ganz unprosaisch meine Forderung des Tages: Tod den Bauarbeitern!

 

 Ja, jetzt haben mich die Säcke soweit! Jetzt werde ICH aggressiv! Jetzt, wo DIE, wie immer nach 9 Uhr, mucksmäuschenstill in irgendwelchen selbsterbauten Ecken sitzen und sich ins vereiterte Fäustchen lachen.

 

 Von 6.30 bis 9 Uhr aber haben sie…, nennen wir’s: gebauarbeitert. Und ich bin nicht der Meinung, daß da irgendwas entsteht, ich bin felsenfest überzeugt, daß Bauarbeiter nur mit Zersägen, Zertrümmern und Sinnlos- mit-dem-Hammer-auf-Metall-Wummern ihr karges, aber immer noch viel zu hohes Salär ergaunern.

 

 Pünktlich 6.30 Uhr begann einer (Oder 15? – Das ist in punkto Lärmbelästigung am Ende völlig schnurz!) kreissägenartige Geräusche zu erzeugen. Dies sprengte neben meinen erotischen Träumen auch alle Dezibel-Grenzen.

 Hui, da wollte sich der andere (Oder die anderen 27 – siehe oben!) Behelmte nicht lumpen (Dieses Wort gehört hier eigentlich substantiviert und in riesengroßen Lettern geschrieben!) lassen und krachbummte mir irgendwas auf irgendwas. Hauptsache laut!

 

 Laut? Unfaßbar krawallig. Und mich sowie das von mir bewohnte Haus in den Grundfesten, die mittlerweile bestimmt nur noch Grundfestchen sind, erbeben lassend.

 

 So angespornt warf auf dem Nachbargrundstück eine Irregeleiteter seinen Laubsauger an. Für immer!!! Ey, es gibt Saugvorgänge, die sollten nie aufhören, enden aber doch irgendwann. Laubsauger aber kennen keine Gnade!

 

 Das Trio aus Kreissäge, Wuchtbrumme und Blatt-Einatmer machte einen auf, nein, nicht Hit-Single, sondern auf Ganz-Langspielplatte.

 

 Zwischendurch, in minutiös gesetzten 16tel Pausen, kamen – geführt von Derwisch-Händen – Bohrer zum Einsatz, die nur eines erzeugen: LÄRM. Die bohren gar nicht!!! Denn im Umkreis von ca. 20 Kilometern meiner Wohnstätte KANN man nicht mehr bohren. Alles bis auf den geringsten Durchmesser hin ist hier schon filigranst durchlöchert. Und zersägt. Und zerwummert!

 

 Wahrscheinlich zer-wummern diese Verbrecher schon nicht mehr, sie wummern alles wieder zusammen. Um erneut zur Säge, zum Bohrer oder zur Wumme greifen zu können!!

 

 Und dabei lachen sie nicht etwa, nein: Sie grinsen. Diabolisch! Von einem Ohr zum anderen. Die grinsen vom Scheitel bis zur Sohle. Und IMMER in MEINE Richtung!

 

 Seit Jahren!

 

 Und deshalb werde ich heute aggressiv.

 

 Nachher.

 

 Keiner kann mich mehr aufhalten! Nein, versucht es gar nicht erst!

 

 Ich habe mich entschlossen, dem ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, und bin bereit, die Konsequenzen zu tragen.

 

 Gleich, nachdem ich dieses Geständnis hier fertiggestellt habe, schreite ich zur Tat. Entschlossen und mit einem „Es muß sein!“ auf den Stirnlappen tätowiert.

 

 Ich tu’s!

 Ich mache das Fenster auf und werde es gen Bauarbeiter-Pöbel schreien, na gut, sagen:

 

 „Bitte nicht ganz so laut.“

 

 Was allerdings dann mit mir passiert, weiß nicht mal

  

Jürgen




19.Oktober 2009


Quickie auf’m Gedanken-Strich

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich behaupte mal: Die Promis sind nicht prominent.

 

 Oja, das ist starker Tobak! Da gehe ich aufs Ganze! Es werden Grenzüberschreitungen ausgereizt! Hier will es einer wissen!

 

 Und das bin ich. Denn ich KENNE die „Promis“, die mir, zumindest beim Überblättern der Boulevard-Seiten (also der meisten) in meiner Tageszeitung, als solche fettgedruckt avisiert werden, um dann von deren Menstrua- bzw. Ejakula-Tions-Problemen zu berichten, nicht. Ich weiß nicht, welcher allen anderen Bekannte sich da gerade wieder daneben benommen hat oder für krebskranke Kinder spendete.

 

 Ich bin ja nicht mal für krebskranke Kinder. Ich bin dagegen! Kinder sollten, verdammt noch mal, gesund sein. – Ich weiß, diese Haltung macht mich zum Außenseiter. Aber so werde ich wenigstens nicht prominent.

 

 „Du kannst gar nicht prominent werden!“ höre ich euch, mir geneigte Leserschar, nun wissend murmeln. „Du hast ja keines der beiden oben erwähnten Tions-Probleme."

 

 Wohl wahr, ihr Zwei!

 

 Und die der Promis gehen mir am Arsch vorbei.

 

 „Was’n Arsch!“ höre ich euch nun wohlwollend säuseln – und nicke.

 

 Wie aber kann es sein, daß Millionen von Deppen sich um die Ausscheidungen irgendwelcher Dumpfbacken auch nur kümmern? Daß Menschen Vor-Köche mit Namen kennen? Daß drogenkonsumierende Säufer und Schläger, die im Nebenberuf Schauspieler sind, wenn sie aus der Bibel lesen, die Hütte und nicht den Arsch (Huch, zu zweiten Mal „Arsch“ heute… Ich Arsch!) vollkriegen und jetzt sogar mal was für Kinder machen wollen. Da wird doch der Ben zur Hur’.

 

 Logisch wäre nun, daß unsereins, vor allem Herr R., mehr saufen müßte. Drogen nehmen er und ich ja regelmäßig, denn unsere Drogen sind die Musik und ihr, die ihr uns ab und an, vor allem „an“, lauscht. Anlauscht sozusagen. Ja, ihr lauscht uns auch ab. Lauscht uns an lauschigen Plätzchen. An lausigen Plätzchen knabbernd. An immer knabber werdenden Plätzchen. – Huch, jetzt bin ich mitten in Sachsen gelandet. Knietief im Schleim, den ich euch, der Melankomiker-Gemeinde, um die Backe (Schon wieder was mit Arsch!) geschmiert habe.

 

 Als schmierige Type aber MÜSSTE ich eigentlich prominent sein.

 

 Will ich aber nicht! Denn dann würde ich FETT-gedruckt. Und daß bei all meinen sportliche Aktivitäten. Wenn die Promis x-tra slim, neudeutsch für „in dürren Lettern“, aufs Papier gebracht würden: Niemand w&re mehr Promi als Herr R. und ich! Denn selbst im Durchschnitt sind wir noch ein Synonym für Body-Mass-Index.

 

 Wofür mir W. eigentlich dankbar sein sollte.

 

 Aber er ist mir ja schon dankbar dafür, daß wir nicht prominent sind. Dafür sorgen schon unsere Texte! Denn es sind Texte, in die sich ab und an gar solch intellektuelle Dinge wie in Komma, ein Semikolon oder gar ein Gedankenstrich einschmuggeln.

 

 Übrigens: Gedankenstrich – das wäre doch mal Prostitution, die gefördert werden sollte! Und sei’s nur auf’n Quickie!

 

 Mein Gott, was für ein Wahnsinns-Gedanke! Vielleicht macht mich dieser Einfall prominent. Da sei Gott vor!!

 

 Gemeinsam mit Herrn R. nickend sowie die Welt wie immer nicht verstehend, aber belächelnd hassend, und trotzdem gut gelaunt, grüßt

 

Jürgen




08.Oktober 2009


´s läuft!!!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich bin verkuppelt worden! Also am Finger. Das Küppchen ist wieder dran. Und es arbeitet sogar schon wieder. Eine Kuppe, die mich verzückt. Es ist noch Kuppe da…

 

 Ansonsten bin ich schon seit Tagen ein Held.

 

 Ja, ihr wißt das und vor allem zu schätzen. Aber ich bin neuerdings auch ein Hero im Durch- und Aushalten. Nein, nicht bezogen auf W., sondern auf WIDRIGE UMSTÄNDE!!!

 

 Wer jetzt an Schwangerschaft denkt, hat sich – und hier zwickt mir gleich wieder die Fingerkuppe – geschnitten. Denn nicht EIN freudiges Ereignis war es, das in den letzten Tagen auf mich niederprasselte.

 

 Oder doch? Oja! Mein Auto hat die 500 000 vollgemacht. Also nicht auf die Zahl der Beifahrerinnen bezogen. Das waren weit mehr… Aber schon im Hinblick auf die Kilometerchen. Alle selbst gefahren. Ok., geflogen!

 

 Nun sollte es übermorgen den Besitzer wechseln. Nicht geschenkt, aber gegen ein verhältnismäßig kleines Sümmchen. Das wurde für mich noch kleiner, als dummerweise vorige Woche noch ´ne unaufschiebbare 150-€-Reparatur anstand.

 

 Helden aber verkraften sowas.

 

 Schon nicht ganz so leicht zu verkraften war, daß mein Wägelchen mich schon gestern im Stich ließ. Einfach so. Nach schlappen 501 000 Kilometern. Kupplungs- und Noch-Was-Schaden. Schwupps verringerte sich meine Gewinn-Marge beim Verkauf des Boliden um weitere 1300 Eurönchen, was nichts anderes bedeutet, als daß sie verschied.

 

 Arme Marge…

 

 Ich bin nun ohne Auto. Bei DEM Beruf nicht so schlimm…

 

 Denn MIR leiht mein Vater in solchen Situationen das seine. Ok., würde es leihen, wenn er nicht seinerseits gestern mit dem Auto eines anderen Verkehrsteilnehmers „Fahr mir die Tür ab!“ gespielt hätte. Dieser Spieler!!! Und auch noch verloren…

 

 Jetzt aber die Krönung der Peinlichkeit: Herr R. mußte von mir gebeten werden, mich morgen zum Kinderprogramm zu fahren. W. persönlich.

 

 Noch schlümmer ist allerdings, daß er ohne Zögern zusagte. Wie peinlich für mich… Beinahe möchte man meinen, daß er nun was bei mir gut hat…

 

 Übrigens war ich bis heute morgen der Meinung, daß für meine Samstagsfahrten gen musikalischem Geld-Erwerb das mittlerweile erworbene neue gebrauchte Gefährt parat stünde. Bis – und hier nenne ich mal gern die Firma – BMW mir heute früh mitteilte, das mit der Zulassung bis Samstag wäre nicht zu schaffen. Sie hatten ja auch nur drei Tage Zeit…

 

 In diesem Moment ging meine Espresso-Maschine kaputt. Error 8. – Wer kann so etwas schon bieten? Error 8!!! Hätten viele gern…

 

 Ich aber schwieg seit langem mal wieder mehr als eine Stunde. Dann war mir schwindelig. Vom Kopfschütteln…

 

 In einer nicht geringen Zahl von Telefonaten mit BMW schaffte ich es in den letzten Stunden, doch sowas wie ´ne Zusage für die Pkw-Übergabe am Sonnabendmorgen zu bekommen.

 

 Nun warte ich darauf, daß ein Meteorit auf das meiner harrende Auto fällt. Oder gleich auf mich. Ich bin wesentlich schmaler, und das erhöht den Sensations-Gehalt der Meldung.

 

 Wenn mich nicht alles täuscht, stürzt gleich mein Pomputer ab, breche ich mir ein Bein, bekomme die Schweinegrippe und werde geheiratet.

 

 Wenn’s einmal läuft…

 

 Läuferische Grüße von

 

Jürgen




Copyright © 2005-2006 Design by ITS-NETWORK.NET
Sie sind Besucher Nummer: 165079
JW-admin | News-admin