Februar


22.Februar 2009


Entlarvendes!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 natürlich bin ich prädestiniert, euch zu helfen, ja, euch den rechten Weg zu weisen. Manchmal auch den linken, zumindest aber den linkischen.

 

 Doch ich bin ja nicht nur investigativer Journalist, nein, ich bin ein regelrechter Aufklärer, denn jetzt, wo, zumindest in deutschen Landen, das Volk nicht mehr verhetzt wird, kommt es – wem auch immer – darauf an, es zumindest zu verdummen.

 

 Was, geht man vom Status Quo aus, ja auch nicht sooo leicht sein dürfte.

 

 Doch es wird versucht.

 

 Im internationalen Maßstab!

 

 So beschlossen dieser Tage Umweltminister aus 140 Ländern, Quecksilber weltweit zu verbieten.

 

 Quecksilber! Das gute alte Quecksilber!!!

 

 Und nun die Mär aller Mären: Es sein – Ha! – giftig.  

 

 Das aber war’s schon immer. Von Anfang an! Verdammt giftig! Regelrecht ungenießbar. Quecksilber eben.

 

 Ich aber weiß wohl, worum es den Gevattern (und Gevatterinnen?) im Umweltminister-Amt geht: Sie wollen ihre Irrtümer vertuschen. Ach, was sag’ ich: kaschieren.

 

 Denn wenn man nicht nur aus dem Fenster schaut, sondern sich sogar mal aus dem Haus begibt (Und ich war erst gestern eine Minute im Freien! – Je 15 Sekunden hin zum Auto, dann am Ziel der Fahrt 15 Sekunden bis ins angestrebte Gebäude, anschließend die ganze Sache retour.), dann bemerkt man eines sehr wohl:

 

 Das ist nicht etwa ein Bär, den man uns da mit der sogenannten Erd-Erwärmung aufgebunden hat, das sind ganze Bären-Horden bzw. –Rotten, oder was weiß ich, wie sich die Honigschlecker in der Gruppe titulieren.

 

 Denn, liebe Frühlings-Herbei-Sehner, es ist seit Monaten schweinekalt. Saukalt. Kälter als versprochen auf alle Fälle.

 

 Und nun verbieten die Umweltminister das Quecksilber! Damit niemand mehr die Temperatur kontrollieren kann.

 

 Irgendwann liegt die ganze Welt metertief unter Eis und Schnee begraben, kämpft aber immer noch gegen die Klima-Erwärmung. – Weil keiner BEWEISEN kann, daß es immer kälter geworden ist. Und dann sind natürlich auch alle anderen Temperatur-Meß-Ingredienzien längst verboten worden. Von overdresseden  Wirtschaftsministern.

 

 Mein Gott, um mal ein Selbstgespräch zu wagen, für wie blöd halten die uns eigentlich?

 

 Ich habe natürlich immer noch den einen oder anderen Eimer voll mit Quecksilber im Keller gelagert. Wie anderes auch. Denn als Ex-DDRler neigt man zur Vorratshaltung.

 

 Wenn ihr nix verratet, wird auf dieser Melankomiker-Seite auch in hundert Jahren noch die exakte Temperatur verkündet werden. In Celsius. Verlaßt euch drauf.

 

 Und IMMER lautet die Ankündigung: „Es ist viel zu kalt, aber immerhin … Grad. Grad so.“

 

 Ihr werdet mir dankbar sein, wenn ihr, mit Mütze, Schal, Handschuhen und Skimaske gegen die polare Kälte gewappnet, vor euren Pomputern bibbert.

 

 Und jedes Jahr wird einer von euch zu mir nach Hause eingeladen. Und dann nippen wir erst gemeinsam an ´nem Täßchen heißesten Quecksilbers, und dann lecken wir uns die Lippen…

 

 Euer Lippen-Bär

 

Jürgen




14.Februar 2009


Oh, du lieber Valentin…

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 nichts liegt mir ferner, als Werbung zu machen. Aber manchmal sind die Angebote doch zu verlockend, und ich möchte euch natürlich allumfassend informieren, damit ihr mit den Schnäppchen genau das macht, was diese von euch erwarten: Sie euch schnappen.

 

 Und vor allem dann die Schnäppse verschenken. Heute. Am Tag der Liebenden. Oder der Libido? – Wie immer habe ich keine Ahnung. Äußere mich aber.

 

 Kauft, schenkt und erntet überschwenglichen Dank! Dank EDEKA, denn diese Schnuckel-Kette offeriert genau das, was sich sonst keiner zu wünschen wagt.

 

 Wie wäre es beispielsweise mit dem „Premium-Geschirrtuch-Set“ im Zweierpack zum „Valentins-Preis“ von nur 5,99 €. Fusselfrei, extra saugfähig sowie noch dazu weiß mit Streifenstickerei. Das sind Eigenschaften, die Mann sich eigentlich von der Partnerin wünscht, wobei er auf die Streifenstickerei gerade noch so verzichten kann, um Größe zu beweisen.

 

 Ja, der „Valentins-Preis“ macht’s möglich.

 

 Die Saugfähigkeit der Beschenkten wird sich ins Vakuum-Erzeugende (Aua!) steigern, wenn sie dann gar noch zum sagenhaften „Valentins-Preis“ von nur 12,99 € (Ein Schnapp!) die Aluminiumpfanne, inklusive gratis Spiegelei-Former in Herzform (Romantik pur!!!), als Liebesbeweis über die Rübe gebraten bekommt. Und das ist nicht irgendeine Pfanne für die so Bekloppte, sondern ein Pfanne mit – kein Scherz! – Herzchengravur. – Jetzt seid ihr dran. Das kann kein Valentin auf der ganzen Welt mehr toppen…

 

 Oder doch? Denn wenn Valentin ein Feinschmecker der gehobensten Klasse ist, dann wird er Irmtraud (Oder wie die avisierte Tussi auch immer heißt…) mit der Dr.-Oetker-Ristorante-Pizza für nur 1,99 € („Valentins-Preis!“) auf alle Fälle in die Falle kriegen. Sollte sich das feinschmeckerverachtende Luder aber zickig zeigen, genügt ein gezielter Einsatz mit der Valentis-Pfanne und man hat das Luder willenlos.

 

 Bitte aber eines unbedingt beachten: Hinterher mit dem fusselfreien Geschirrtuch wieder für Sauberkeit sorgen! Das ist Mann der Liebe schuldig.

 

 Manchmal denke ich, ich zeige zuviel Gefühl.

 

 Heute aber weiß ich, daß EDEKA noch mehr, und vor allem die RICHTIGEN Gefühle zeigt.

 Daß jemand mal die Saugfähigkeit mit dem Valentinstag in Verbindung bringt und dazu noch den Preis bis auf den Cent genau benennt, findet zumindest einer liebenswert:

  

Jürgen




10.Februar 2009


Zu-Wi-Mi

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 jetzt sind schon Minister jünger als ich!

 

 Sehen aber dafür scheiße aus und müssen entsprechende Klamotten tragen! – Auch kein leichtes Los!

 

 Daß mittlerweile die Adligen sich nicht mehr mit „von“, sondern  mit „zu“ betiteln, kommt noch da-zu. Das haben sie nun da-von. Ha! Mit diesem Postillion zu Mwinkel fing alles an. Als ob Mwinkel kein schöner Name wäre! Nun also zu Guttenberg.

 

 Irgend so’n Vorfahr von ihm hat wohl den Buchdruck erfunden. Und nachdem er raushatte, wie’s geht, praktizierte er schnurstracks ein „zu“ und ein „t“ aufs Papier und taufte sich um. Die Umtauf-Behörde wiederum genehmigte den ganzen Kladderadatsch, verpflichtete aber den Umgetauften sowie alle seine Nachfahren, Maßanzüge zu tragen. – Was sich halt Behörden so als kleine Schikane manchmal ausdenken…

 

 Bei mir versuchen sie es immer mal mit Steuer-Nachforderungen. Vergeblich, denn dann drucke ich mir meist schnell ein paar Hieroglyphen und sehe dem Ganzen gelassen entgegen, indem ich, beispielsweise als &bnbsp;Er bekommt dann ein EIGENES Foto. Das knbsp;Er bekommt dann ein EIGENES Foto. Das kcomic sans ms,sanddquo;Herr R.“ reüssiere.

 

 Ehe die bei der Steuer rausgefunden haben, was „reüssieren“ bedeutet, heiße ich schon längst W. oder so…

 

 Was mich aber wirklich betrübt: Immer mehr Menschen, naja, nennen wir sie Mitbürger, sind jünger als ich. Sogar Herr R.! Da finde ich es nur gerecht, daß er in SEINEM Leben mehr arbeiten muß als ich in meinem. Eigentlich könnte das junge Ding auch noch in MEINEM Leben arbeiten. So als Jung-Sklave… - Ein all-zu liebenswerter Gedanke!

 

 Sogar wer heute 40 Jahre alt wird, und das ist ja nun ein Alter, das selbst Methusalem NIE erreichte, ist jünger als ich! Glückwunsch! Andererseits ist eine solche Person aber älter als der Zu-Wi-Mi (Wirtschaftsminister-Abkürzung in Adelskreisen…). Hingegen wieder jünger als W.!

 

 Da muß dann jemand, der schon genug damit zu tun hat, jetzt 40, nein nicht etwa Tage, Wochen oder Monate, sondern JAHRE alt zu sein, noch dieses zusätzliche Wirrwarr bewältigen. Zumal es den Jubilar, sollte er nicht völlig dement sein, irre machen wird, daß wiederum ICH, also der Älteste von allen, jünger als der Zu-Wi-Mi WIRKE.

 

 Wer aber beschäftigt sich an seinem 40.Wiegenfest mit mir? Gut, ich kenne einen, der das am Tag X 24 Stunden lang tat. – Ich. Vielleicht begann damals diese schöne 40er Tradition?

 

 Unser Alt-Bundeskanzler Helmut, also eigentlich beide Alt-Känzler Helmüte, ist/sind älter als ich. Und einer von beiden ist außerdem noch döfer. Was schwer ist. Nicht aber für ihn, denn er war es schon immer. Kam vom Birnen-Kompott!

 

 Nur gut, daß wir in der DDR nüscht hatten! Für uns waren ja sogar Schoten schon Obst! Daher auch das sogenannte „zum Obst machen“.

 

 Unter Schoten wiederum verstehe ich ja junge Erbsen. Ältere Hülsenfrüchte hingegen sind gefährlich! Deswegen gilt es nach deren Genuß auch, die Schoten dich zu machen…

 

 Ha! Jetzt müßte ich eigentlich ein „t“ drucken und einfügen. Doch ich bin kein Zu-Wi-Mi.

 

 Wäre übrigens DIE Rate-Show-Idee an sich: „Was bin ich nicht?“

 

 Und für mich gültete sogar die naheliegendste Antwort nur sehr eingeschränkt: ein Schweinderl.

 

 Denn ab und an ändere auch ich meine Identität und bin nicht mehr einfach nur

 

Jürgen




03.Februar 2009


Un-göttlicher Rums!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es gibt keinen Gott!

 

 Punkt. Aus. Sense!

 

 Und ich benötige nicht mal ´nen Bus, an den ich diese Botschaft dranklatschen muß. Denn ICH kann mit Beweisen dienen!

 

 Mal ehrlich – ich bin doch ein ganz Lieber. Und noch ein bissel mehr lieb. Also eigentlich total lieb. Man kann schon sagen: liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieb.

 

 Und bei solch einem von Grund auf sympathischen Menschen macht es, während er in seinem nun auch schon acht Jahre alten Auto (ein Jahr vor der A-Prämie…) in die Tennishalle gondelt, um einen Sportfeind zu vernichten, einfach „Rummmmmms!“ Ohne Vorwarnung. „Rummmmmmmmmmmmms!“

 

 Vorne links. Nö, nicht bei mir. Beim Auto.

 

 Als nebenberufliches Technik-Genie schaute ich natürlich sofort nach, was denn da gerumst haben könnte und ob noch alle vier Reifen da seien. Sie waren es.

 

 Beruhigt stieg ich ein, fuhr zum Wettkampf, machte den Gegner platt und bemerkte auf der Rückfahrt, daß es bei jeglicher Lenkradbewegung irgendwo im technischen Nirwana seltsam knackte und mein Wägelchen außerdem vorne links durchhing.

 

 Und Herr R. natürlich gerade wieder in Westdeutschland! „Arbeiten“… Ein Ingenieur auf Abwegen!

 

 Blieb mir nur, eine Werkstatt aufzusuchen, in welcher mir irgendwas von gebrochener Feder (Kann mein Auto fliegen????? War es je gefiedert????? Was soll DAS denn??????) und puttem Reifen mitgeteilt wurde. Und die Zahl 600.

 

 Gäbe es einen Gott, hätte der mich vor dem Weg in die Tennishalle gewarnt! Mein Gegner wäre für heute noch unbesiegt und ich um 600 Euro reicher!

 

 Kann natürlich auch sein, daß es Gott gibt und dieser seinen Lebensunterhalt als PIT STOP getarnt verdient… Gott im Blaumann!

 

 Mir ist es aber eigentlich egal, ob da oben einer sitzt und meine Ungeschicke lenkt. Obwohl: Wie hält der sich da oben? Ist Gott gefiedert? War mal wieder ´ne schicke Feder fällig, und die meine gefiel dem Wolken-Bewohner?

 

 Alles ein Trick? Eine Abzocke?

 

 Ich jedenfalls fühle mich jetzt alles andere als federleicht. Und obwohl es noch nicht mal 17 Uhr ist, heißt es für mich jetzt: Ab in die Federn! Mal richtig dickschen, wie’s der Sachse so trefflich ausdrückt.

 

 Flügellahme Grüße von

 

Jürgen




Copyright © 2005-2006 Design by ITS-NETWORK.NET
Sie sind Besucher Nummer: 165114
JW-admin | News-admin