November


25.November 2008


Saudumme Daktylogramme

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 die von mir eigentlich geschätzte Sandra Maischberger fragt heute abend im Ersten ihre Gäste „Wie dumm ist Deutschland?“ und liefert die Antwort gleich mit. In der Gästeliste! Denn auf dieser stehen – Aua, das tut weh! – Jörg Pilawa, Sido, Barbara Sommer, Gerlinde Unverzagt sowie Miriam Böhm und Josef Kraus.

 

 Das „Who is who?“ der deutschen Geistes-Elite! Vermute ich mal, denn kennen kenne ich nur Herrn Pilawa als Dauergrinsfresse aus’m TV sowie Sido als von den Medien hofierter Schmuddel-Rapper.

 

 Die anderen google ich jetzt!

 

 Barbara Sommer ist, immerhin, Ministerin für Schule und Weiterbildung. Allerdings nur in NRW, was ja alles wieder sehr relativiert. Im Kabinett Rüttgers! Am Tisch des Arbeiterführers fürs Lesen- und Schreiben-Lernen zuständig. Nö, da häme ich mal nicht gleich drauflos, sondern kommentiere einfach mit einer hochgezogenen Augenbraue.

 

 Was übrigens W. besser kann als ich – EINE Augenbraue hochziehen. Wenn’s um beide gleichzeitig geht, bin ich, wie in so vielen, vielen Dingen (Und noch’n paar mehr…) der mit Abstand Bessere! Und der Bescheiderene!!!

 

 Weiter! Gerlinde Unverzagt – enter! Ha! Journalistin und Autorin, u.a. des „Lehrer-Hasser-Buches“. Vor allem aber: Sie wuchs in Biedenkopf auf! IN Biedenkopf! Nach Schwarzenegger, der ja nur im Film mal schwanger war, nun der erste In-natura-Fall von ´nem schwangeren Berufs-Laberer. Chapeau, Frau, und nun kann ich nicht umhin, „nomen est omen“ zu schreiben, Unverzagt. Bei dem Mann als Mutter…

 

 Miriam Böhm. Who the fuck is Miriam Böhm? Da haben wir’s: Sie hat, zusammen mit Petra Hoffmann, ein Sonnenstudio im bayerischen Küps. Klasse, Miriam!

 

 Doch siehe da, es gibt eine weitere Miriam Böhm, die sich (Toll!) auf ihrer Website selbst „Miri“ nennt. Sie zählt erst 17 Jahr’, hat blondes Haar und ist im Vorstand der LandesschülerInnenvertretung, mit Großem „I“ in der Mitte, von NRW. Schon wieder NRW!

 

 Gut mit 17 darf sie sich noch Miri nennen, aber irgendwann sollte sie dann wissen, daß so russische Kosmonauten ihre Stanzia im Weltall verbal liebkosten: Miri.

 

 Miri wurde übrigens unlängst geopfert und verglühte. Zu dumm…

 

 Jetzt aber zu Josef Kraus, höchstwahrscheinlich der Erfinder einer nach ihm benannten Frisur, wobei ich wohl weiß, daß MIR (nicht Miri!) Scherze über Frisuren, außer überaus selbstkritische - also Scherze, nicht Frisuren -, wirklich nicht zustehen.

 

 Und siehe da, er ist gar kein Friseur, sonder höchst sympathisch und vor allem kompetent, denn wie Wikipedia weiß, kritisierte Josef am 4.Mai 1993 die Rechtschreibreform. Also genau einen Tag nach mir!

 

 Er aber muß sich nun sowohl als Präsident des Deutschen Lehrerverbandes als auch als Oberstudiendirektor am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium in Vilsbiburg bei Landshut daran halten. Herr R. und ich nicht! – Wer ist denn da der Dumme?

 

 So, nun habe wir alle, die mit Sandra heute abend um die Wette baldowern, genannt. Bis auf Sido und Pilava sind vielleicht gar keine anderen Grenz-Debilen dabei.

 

 Leider kann ich diese Sendung nicht verfolgen, da ich Besseres zu tun habe. Außerdem WEISS ich, WIE dumm Deutschland ist. – Würde mir aber sowieso keiner glauben.

 

 Hätte doch auch keiner für möglich gehalten, daß deutsche Evangelen in Berlin auf die Idee kommen, den Eltern, die ihre Kinder in die kirchliche Kita bringen, FINGERABDRÜCKE abnehmen, die dann bei der Abgabe sowie Wiederrückerlangung der kleinen Wonneproppen kontrolliert werden. Um die Mädels und Buben nicht versehentlich Kinderschändern zu übereignen!

 

 Fingerabdrücke! Hallo, Deutschland!! Alle Erzieherinnen, die ich kenne, schienen mir bislang in der Lage, sich die Antlitze der Muttis und Vatis  all der Knirpsen ihrer Gruppe auf die Festplatte zu nageln.

 

 Aber wahrscheinlich werden nun auch die Erzieherinnen immer doofer? – Obwohl ich, der ich doch jede Woche in mehreren Kitas zum Kinderliedersingen auflaufe, noch nichts davon gemerkt habe.

 

 Das mit den Fingerabdrücken der Erziehungsberechtigten ist übrigens erstmal nur ein Test. Wenn der erfolgreich ist – Und wer, bitteschön, würde daran zweifeln? – soll in allen evangelischen Kitas des Hauptstadt-Stadtbezirks Mitte die Auslieferung des Nachwuchses nur noch bei mit der Vorlage übereinstimmenden Papillarleisten an den Endgliedern der Finger erfolgen.

 

 Was aber tun, wenn die Eltern selbst Kinderschänder sind? Oder amputiert?

 

 Wie dumm ist Deutschland eigentlich?

 

 Blitzgescheite Grüße von

Jürgen




24.November 2008


Schneecken-Post

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 jetzt schneit es auch noch! Als ob die Kälte allein nicht schon genug Elend über die Welt, ergo über mich, bringen würde.

 

 Nee, nun auch noch Schnee!

 

 So, das war mein heutiges Gedicht für euch…

 

 Die Romantiker unter euch werden nun ein, zwei tiefe Fältchen aufs ansonsten glatte Stirnchen beordern, um mir zu demonstrieren, daß Schnee doch was Feines sei.

 

 Und da muß ich ihnen zustimmen: Schnee auf Fotos oder in Filmen – ganz was Feines! Und so weiß!!!

 

 Aber in natura hindert mich der graue Schmodder, der da auf Straßen und Fußwegen rumpappt, am normalen Fortkommen, sprich: am Autofahren.

 

 „Ja, geh’ er doch zu Fuß!“ höre ich die mit den zwei Falten auf der Stirn raunen, während sie an der dritten arbeiten.

 

 Will er aber nicht!

 

 Mein Auto darf nur noch bis Ende nächsten Jahres in Städte wie Berlin, Stuttgart und, wenn’s ganz dumm kommt, Regis-Breitingen einreiten. Dann hat es (und habe damit ich) Innenstadtverbot. Wegen des Feinstaubs! - ´ne Art temperaturresistenter Schnee.

 

 Also muß ich die Kiste noch nutzen, solange ich darf.

 

 Herr R. sitzt dann meist neben mir und leert aus Ein-Mann-Kneipen mit Rauch-Erlaubnis-Zertifikat entwendete randvolle Aschenbecher während der Fahrt via Fenster in die Innenstädte! Fungiert sozusagen als Feinstaub-Verstärker.

 

 Nein, nicht freiwillig. Das wäre eines Ingenieurs, ja eines Diplom-Ingenieurs, unwürdig. Da muß ich schon zu kleinen Erpressungen wie „Wenn du dich weigerst, rede ich zehn Minuten lang nicht mehr mit dir!“ oder „Du darfst mich ansonsten nie wieder fotografieren!“ greifen, damit er schüttet.

 

 Und dann staubt’s richtig fein. Mitten rein in den Scheiß-Schnee. Der dann durchs Schüttgut schütter wird. Er-schütternd.

 

 Wir aber tirilieren dann bei der nächsten Mugge wieder, Ludwig Hirsch zitierend, „…und der Schnee draußen schmilzt“. – Zu Herzen gehend und diese erwärmend. und vor allem: ernst gemeint.

 

 „Aber die Kinder…“ möchten nun die Nachwuchswohlgesonnenen unter euch gar zu gern ausrufen. Ich aber lasse das nicht zu, denn in punkto Schnee bin ich zu keiner Rücksichtnahme bereit. Ich muß auch mal an mich denken!

 

 Das macht sonst nur W.!

 

 Die Frage, warum ich euch heute mit dieser Anti-Schnee-Kaskade belästige, ist gar leicht beantwortet: Weil ich ob des Scheiß-Wetters keine Lust habe, nach draußen zu gehen, und mir drinnen langweilig ist.

 

 W. ingenieurt in der Welt herum, der Rest der Deutschen hofft auf Schnee! Auf weiße Weihnachten oder solch Gebramsel.

 

 Und siehe da: Nun hat der blöde Montag doch noch was Gutes in die Welt gesetzt: das Wort „Gebramsel“.

 

 Das lernen wir nun alle auswendig und vergessen es auch morgen nicht, wenn der heutige Schnee schon der von gestern ist.

 

 Der sächsische Ministerpräsident Tillich, der ja als Sorbe jahrzehntelang auf dem Territorium der DDR zugebracht hat, soll, nach neuesten Erkenntnissen, neu sogar in der DDR g e l e b t haben, was ihm nun natürlich mit Vehemenz vorgeworfen wird. Hätten die Entscheidungsträger DAS eher gewußt, wäre jetzt sich wieder Ole Bienkopp (oder wie der hieß) auf dem Thron im PISA-Triumph-Staat. Mal sehen, wie lange sich Tillich Eulenspiegel noch hält…

 

 Die Welt ist voll Gebramsel! Was’n Schnee!

 

 Schmelzende grüße von

 

Jürgen




16.November 2008


Kommentarlos

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 mich macht ja nicht so leicht etwas und vor allem nicht viel sprachlos. Gut, wenn Herr R. im neuen Programm sein Solo darbietet, dann bin ich schon still. Denke mir aber zumindest meinen Teil...

 Sprachlos war ich aber gestern ob der Gedankenlosigkeit von Journalisten bei der Überschriften-Findung, als ich die Leipziger Volkszeitung aufschlug und folgende Headline auf mich los-letterte:

 "Friedens-Nobelpreis für F&hrer"

 Das wage ich nicht zu kommentieren!

 Gaaaaanz stille Grüße von

Jürgen




13.November 2008


Ein Schlacht-Fest!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 also DAS hat mir damals keiner gesagt. Daß es DAS gibt, wußte ich nicht. Wie anders, um Himmelswillen, wäre mein so schon ziemlich verschnörkelter Lebensweg verlaufen, wenn ich gewußt hätte, daß es DAS gibt, ja, daß man DAS werden kann:

 

 SCHLACHTFELD-ARCHÄOLOGE.

 

 Was’n Beruf!

 

 Soeben sprach ein solcher im DeutschlandradioKultur zu mir, und was er sagte, war mir sowas von egal… Ja, eigentlich habe ich gar nicht mehr hingehört, nachdem die Berufsbezeichnung auf mich geprallt war: Schlachtfeld-Archäologe!!!

 

 Was hätte ich in der DDR-EOS (für Bürger westdeutschen/griechischen Ursprungs und einer solchen Sozialisation: DDErweiterte Oberschule) meine Lehrer, die mich alle gar zu gern zu einem Offizier gemacht hätten, um ihre diesbezüglichen Quoten zu erfüllen, schocken können: „Nö, ich möchte Schlachtfeld-Archäologe werden!“

 

 Ein Brüller!

 

 Vielleicht hätten W. und ich gemeinsam die Qualifikation für diesen raren Job erwerben können und müßten heute nicht mehr liedermachern! Wir würden graben! Und sieben! Und (heimlich) schlachten! – Ein knochenharter Job!

 

 Ja, natürlich, Händewaschen nach der Arbeit – das müßte dann ab und an schon sein. Und die Familie (Welche Familie?) dürfte sich gegebenenfalls auch nicht wundern, wenn sich hie und da mal ein Beckenknochen oder ein Schädel ins Schlachtfeld-Archäologen-Aktentäschchen verirrte und dann in dessen heimischer Umgebung (also der des Schlachtfeld-Archäologen, nicht der des Schlachtfeld-Archäologen-Aktentäschchens, obwohl das ja eigentlich die gleiche heimische Umgebung sein müßte, es sei denn, das Schlachtfeld-Archäologen-Aktentäschchen wohnt getrennt) sein Eigenleben frönt.

 

 Reizend stelle ich mir’s auch bei der Partnerinnensuche vor: „Ey, trinkst du ´nen Kaffe mit mir? Ich bin übrigens Schlachtfeld-Archäologe!“ – Da sind die Weiber doch gleich hin und weg. Ok., mehr weg, aber immerhin hin.

 

 Die Frage ist nur, wie ich’s Mama und Papa hätte erklären sollen, daß ihr Sohn nun doch nicht, wie bereits in der 11. Klasse verkündet, Sportreporter, sondern Schlachtfeld-Archäologe werden möchte. – Andererseits ist das ja nix anderes als eine Art Sportveranstaltungs-Nachberichtserstattung, was der Schlachtfeld-Archäologe da so betreibt.

 

 Gut, ich muß mittlerweile konstatieren, daß ich kein Schlachtfeld-Archäologe bin. Noch nicht! Ich bin ja noch jung! Im Vergleich zu Jopi Heesters sogar wahnsinnig jung. Ein Jüngelchen!! Fast noch in der Ausbildung!!!

 

 Ich werde mal die Uni-Verwaltung in Leipzig anrufen und fragen, ob für die Schlachtfeld-Archäologen-Ausbildung Studiengebühren verlangt und ob meine guten Marxismus-Leninismus-Noten aus dem Journalistik-Studium von anno dunnemals mir angerechnet werden. Letzteres ist wahrscheinlich, Ersteres sollte schon sein. Denn so ´ne Qualifikation möchte man nicht geschenkt!

 

 Zumal – wenn’s richtig teuer ist, kann sich Herr R. dieses Zweit-Studium nicht leisten, denn ich habe ihm bislang erfolgreich verschwiegen, daß wir für unsere musikalischen Darbietungen teilweise Honorar erhalten. Er ist doch schon glücklich, wenn er mit mir zusammensein darf. – Und DAS verstehe ich gut!

 

 Wie glücklich aber wird er erst sein, wenn nicht nur ich im Programm „Mein Freund ist Ingenieur!“ tiriliere, sondern er gar „Mein Freund ist Schlachtfeld-Archäologe!“ anstimmen darf. Oh, dafür lohnt es sich schon zu leben!!!

 

 Und weil das Wort hier und heute eigentlich kaum erwähnt wurde, schreibe ich es euch abschließend nochmals kurz auf und ihr es euch bitte hinter die Ohren:

 

 SCHLACHTFELD-ARCHÄOLOGE.

 

 Wow!

 

 Mit schlachtendem Blick grüßt euch

 

Jürgen




07.November 2008


Radio-Ratio

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 da fahre ich doch gestern abend, wie immer gut gelaunt, gen Fitneßstudio, um den anderen Mit-Sportlern mal wieder zu zeigen, wie man Squash nicht spielen sollte und trotzdem gewinnt, und plötzlich haben sie es wieder geschafft, diese Dummbatzen in den Medien: Ich fange an, die DDR zu verteidigen.

 

 Brüllend gen Radio. Denn in diesem verkündet der Deutschlandfunk gerade, daß die Deutsche Demokratische Republik viiiiiiiel schlimmer war als …, na sagen wir – der Teufel.

 

 Den Teufel wiederum kenne ich gar nicht, die DDR wohl schon. UND ICH MÖCHTE SIE NIIIIIIE WIEDER HABEN!

 

 Aber wenn mir Dumpfbacken MEIN Leben neu erklären wollen, werde ich schon mal so gelaunt, daß ich nicht gerade ein Liebeslied tiriliere. Eines der alten Kampflieder schon… - Ha!

 

 Gestern waren es dann zwei Kampflieder, denn mein „Stammsender“ verkündete, daß der Antisemitismus in der Tätärä wahre Triumphe feierte. Und daß Israel in den parteigelenkten Medien an den Pranger gestellt wurde.

 

 „Oha!“ merkte ich auf, Letzteres stimmt. Bei Ersterem war ich mir nicht so sicher, doch dann erklärte mir der öffentlich-rechtliche Rundfunk allen Ernstes, daß auch die Millionen toter Juden in den Konzentrationslagern in meinem Geburtsland nie öffentlich erwähnt wurden. Totgemacht wurden immer nur Antifaschisten – das war die DDR-Wahrheit. So laberte es aus dem Radio.

 

 Und dann kam ein Ex-Lehrer aus der unseligen Zone zu Wort und verkündete, daß das Wort „Zyklon B“ sowie die Judenvernichtung im dritten Reich im Unterricht in den Schulen der DDR nicht vorkamen bzw. totgeschwiegen wurden.

 

 Nun erwartete ich, daß weiterhin gemeldet würde, in der DDR-Schule wurde gelehrt, daß im Himmel Jahrmarkt sei und Sex mit Tieren in Ausnahmefällen nicht so schlimm. Oder schlümm.

 

 Gut, diese Meldung kam dann doch nicht, aber warten wir mal ein, zwei Jährchen, und dann kommt bestimmt heraus, daß alle DDR-Kinder zur Sodomie gezwungen wurden. Mit der Katze des Hausmeisters. In den Schulen des Regimes. Unter Aufsicht des nichtjüdischen Lehrers!

 

 Menno! Ich möchte und will doch diese blöde Ex-Republik nicht immer verteidigen müssen. Aber was in Spielfilmen und nun auch Radio-Dokumentationen so verbrochen wird, ist manchmal zu hanebüchen. – Was soll das eigentlich???

 

 Natürlich haben ich in der Schule von der Ermordung der Juden in den KZ, von der Reichspogromnacht und all der ganzen Scheiße gehört. Und fast alle Klassen des Landes sind ins KZ Buchenwald gefahren, wo es nicht nur um Ernst Thälmann, sondern halt auch und vor allem um die Bestialität gegen jüdische Menschen ging und dies anhand erschreckender Tatsachen belegt wurde.

 

 Ja, auch ein „Das darf und soll nie wieder geschehen!“ wurde mir beigebracht. In der DDR.

 

 Unglaublich. Aber wahr.

 

 Und trotzdem möchte ich nicht ins Honecker-Ländle zurück. – Das nur, falls mir das einer unterstellen möchte.

 

 Aber obskurer Blödsinn wird auch, wenn er übers Radio oder gar grenzdebile Veronica-Ferres-Filme vermittelt wird, nicht wahrhaftiger.

 

 Was soll das eigentlich? So schafft man sich immer wieder eine ganze Riege von Leuten, die kopfschüttelnd anfangen, ihr ehemaliges Land zu verteidigen. Ohne dies eigentlich zu wollen. Sie möchten nur richtigstellen.

 

 Ich mache dieser Tage mal ´nen Test mit Herrn R., der ja zwölf Jahre lang die gleichen Schulen wie ich besuchte. Erst lasse ich mir seine Narben zeigen, die von den Züchtigungen durch unsere Lehrer zeugen. Und dann stelle ich ihm die Fangfragen zum Holocaust, der bei uns, zugegebenermaßen, nicht so hieß.

 

 Wenn’s W. so geht wie mir, ist natürlich nichts bewiesen. Dann haben wir uns nur als Ewig-Gestrige zu erkennen gegeben.

 

 Wir sollten uns schämen!

 

 Historische Grüße von

 

Jürgen




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