September


23.September 2008


Igitt!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich bin ja nicht so leicht zu erschüttern. Wirklich nicht!

 

 Schon gar nicht, wenn es um Offenheit und Klarheit geht. Ja, auch in sexuellen Dingen.

 

 Manchmal wähle ich da sogar in unseren Liedern regelrecht derbe Worte. – Wenn es um W. geht…

 

 Auch kann ich nicht verstehen, daß einige meiner Freunde nicht in den Film „Wolke 9“ gehen wollen, da sie „sowas“ nicht sehen möchten. – Sex im Alter.

 

 Für mich ist das die Normalität…

 

 Aber heute früh im Deutschlandfunk war’s mir dann doch zuviel!

 

 In der „Sprechstunde“ ging es eigentlich um Herz-Rhythmus-Störungen, also um die Liebe als solche.

 

 Ganz speziell wurde aber angekündigt, daß man auch das Thema „Fuß-Blasen“ behandeln wolle.

 

 FUSS-BLASEN!!!

 

 Da habe ich den Röhren-Empfänger mit einem leisen Röhren ausgeschaltet.

 

 Diese Säue!

 

 Igitt!

 

 Da wasche ich meine Füße lieber in Unschuld!

 

 Entrüstete Grüße von Wolke 7 herab sendet euch

 

Jürgen




20.September 2008


Installiertes Pack

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 das Pack lauert überall. Teilweise getarnt als „Service“.

 

 So, als ich heute meinen Pomputer, wohin auch immer, „hoch“-fuhr (gen Himmel?). Denn da pop-up-te es mir entgegen, daß neue Windows-Updates meiner harren. – Ich möge bitte das Fenster weit aufmachen.

 

 Ein Service-Pack, getarnt als Nummer 3, wurde mir offeriert. Ich Depp war sogar bereit, es zu installieren (obwohl meine Installateur-Fähigkeiten jeden Klempner in den Abfluß treiben würden), bekam aber dann den Befehl, erstmal alles, was ich habe (und das ist viel, beispielsweise: Höhenangst) zu sichern, dann alle Programme (außer die ARD???) zu schließen und auf Gott zu vertrauen.

 

 Gut, Letzteres habe ich gerade erfunden. Wäre aber auch als Aufforderung nicht nötig gewesen, denn ich vertraue mir ja. – Ha!

 

 Da ich aber jemandem, der mich auffordert, alles zu sichern, nicht traue, habe ich das Pack vom Acker gejagt. Ich installiere nicht! Scheiß auf den Service!

 

 Und was macht mein Pomputer? – Versucht dankbar, mich zu küssen.

 

 Naja, oder so ähnlich. Ich persönlich kenne diese Ergebenheits-Gesten ja eher von einem gewissen W., wenn er in unserem Programme mal zu Wort bzw. gar, was Gott (Schon wieder ich!) verhindern möge, zu Gesang kommt.

 

 Im neuen Programm sogar solistisch! – Bin ich zu gut, zu nachgiebig, zu umweltfreundlich oder einfach nur zu menschlich?

 

 Hat Herr R. das und die ihm damit zuschwappende Aufmerksamkeit gar verdient???

 

 Ich höre schon euer geheucheltes „Gewiß, hat er wohl!“, doch ich kann Mitleid durchaus von Kunstverstand unterscheiden und spüre dieses unterschwellig mitschwingende „Nein, sing lieber wieder du!!!!!“ wohl.

 

 Dafür hier mal ein dickes „DANKE!“ an euch alle.

 

 Natürlich wird W. auch weiterhin im Programm singen. Nichts wäre leichter, als ihn durch Service-Pack zu ersetzen. Zeitarbeitsfirmen drängen einem das ja regelrecht auf. – Aber ich habe ihn nun schon mal so gut angelernt und eingearbeitet, daß ich vor den Mühen der Veränderungen scheue.

 

 Andererseits sind es im neuen Programm, wie mir hier gerade auffällt, bemerkenswerte viele Soli, die Herr R. bestreitet. Er selbst bestreitet natürlich, daß es ZU viele sind. Und möchte mehr…

 

 Ich aber kenne den Publikumsgeschmack und werde W.s Drang ins Rampenlicht wieder mehr einschränken. Inklusive Zugabe hatte er neulich in unserer Geburtsstadt D. drei Darbietungen mit Singstimme. Ich dagegen kam nur 20mal zu Zuge, ohne mich dem Bahnhof auch nur zu nähern (eine meiner vielen, meinerseits aber aufgrund von angeborener Bescheidenheit nicht weiter aufgebauschten schier unglaublichen Fähigkeiten – fragt ruhig im Gästebuch nach mehr…).

 

 Viele werden nun sagen, daß das ungerecht sei. Und da kann ich nur zustimmen. EIN Titel für W. wäre wohl mehr als genug.

 

 Aber so, wie ich dem Service-Pack auf meinem Pomputer die Grenzen gezeigt habe, werde ich nun auch im echten Leben durchgreifen und mich dabei auf euch berufen. Herrn. R.s Grenzen müssen deutlicher gezogen werden! Weniger bis gar kein Bühnenlicht auf ihn – das wäre meine erste Idee. Und nicht die schlechteste, wie ihr alle wohl gerade nickend bestätigt.

 

 Wozu benötigt W. überhaupt ein Mikrofon?? – Wenn er was zu sagen und – Gott behüte! – gar zu singen hat, kann er sich doch demütig zu dem meinen neigen. Und ich entscheide dann je nach Laune und erfühltem Publikums-Willen, ob er darf oder nicht.

 

 Das ist MEIN Service-Angebot an euch. Und auch an W., denn auch wenn er gar nicht sänge, bekäme er natürlich weiterhin seine volle Gage! – Ja, da bin ich großzügig!

 

 Gut, nicht immer haben ich die 2,50 Euro passend dabei…

 

 Aber, und da muß ich Herrn R. mal loben, in solchen Fällen reagiert er vorbildlich, wiegelt mit den Worten „Mir geht’s doch nicht ums Geld!“ ab und zeigt diese hündische Dankbarkeit im Blick, für die ich ihn … nun ja … - mag.

 

 Und dann installiere ich ihn mit einem weiteren Solo im Programm.

 

 Gut-Menschen-Grüße vom Installateur

 

Jürgen

 PS. Habe gestern Herrn R. mal privat bei einer Geburtstagsfeier getroffen. Und er hat NICHT gesungen! - Eine schöne Feier...




18.September 2008


Was du heute kannst besorgen…

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 mal ehrlich: Wenn morgen die Welt untergänge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen fällen!

 

Optimistische Grüße von

 

Jürgen




16.September 2008


Geschwalbe

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich mag keine Ungenauigkeiten, mag’s nicht, wenn sich irgendwas im Vagen verliert.

 

 Draußen sollte eigentlich noch Sommer sein, doch gerademal zwölf Grad Celsius werden unsereinem zugestanden. Um 14.30 Uhr. Mitten am Tage.

 

 Und dann heißt es: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Das impliziert doch, daß Schwalben Sommer machen könnten. Aber: Wieviele der kleinen Mal-Hoch-mal-Tief-Flieger werden dafür benötigt?

 

 Machen 64 Schwalben einen Sommer?? Und 65 schon zwei? Sömmer? Auch außerhalb von Sömmerda?

 

 Machen vielleicht auch sieben Zwerge ein Schneewittchen?

 

 Oder gar sieben Geißlein einen Wolf?

 

 Ich bitte um Antworten. Herr und Frau Google, die jungen Hüpfer, wissen natürlich wiedermal von Nix, wie immer, wenn’s richtig interessant wird.

 

 Vier Krähen machen einen Herbst! – Ok., das weiß  nun wirklich jeder. Hier hat Mutti Natur ganz klare Regeln aufgestellt.

 

 Aber wieviele Waggons machen einen Zug?

 

 Wieviele W.s machen einen J. (alle)????

 

 Wieviele Semester machen ein Diplom?

 

 Wieviele Dioptrien machen eine Brille?

 

 Wieviele Brillianten machen  ein Diadem?

 

&n class=bsp;Machen Brillianten überhaupt ein Diadem?

 

 Und was ist ein Diadem?

 

 Ein Dia, das DEM gehört?

 

 Ich bin zu faul zu googeln.

 

 Wieviele Google machen einen Hupf?

 

 Wieviele Sommer machen eine BRAVO?

 

 Wieviele Bravos machen eine Zugabe?

 

 Wieviele Mugabes machen ein Simbabwe?

 

 Wieviele Fragen machen einen Vogel? – Wenn’s sein muß, eine Schwalbe?

 

 Und: Wieviele Schwalben machen einen Elfmeter?

 

 Verwirrte Grüße vom Schiedsrichter und Schwalben-König

 

Jürgen




04.September 2008


Hörbst!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es septembert gerade ganz schön. Oder, besser gesagt bzw. besser geschrieben, ganz schlümm. Mit „ü“! Mit mindestens einem „ü“. Mündestens!!!

 

 Der meteorologische Herbst, der bunte Sack, hat zugeschlagen, und die Dealer verklickern schon wieder Sonnenstudio-Tickets an Minderjährige. – Eine kaputte Welt.

 

 Und wenn dann auch noch der Satz aller Sätze fällt, nämlich „Der Herbst hat auch schöne Seiten!“, dann fällt derjenige, der diesen mit Blödsinn vollgepackten Satz intoniert, bei mir durch jegliches Raster. Da raster ich glatt aus. Ohne Locken!

 

 Ich, der ich seit drei Jahrzehnten im Zenit meines Schaffens stehe und dabei nie die Hoffnung aufgegeben habe, daß ein gewisser W. mich in diesen sphärischen Höhen mal besuchen käme, kann natürlich bei „Herbst“ nur an Jahreszeiten denken. Der „Herbst des Lebens“, so er mir den je beschieden sei, liegt in weiter Ferne und wird – ich habe da so ´ne Vorahnung – schon wieder ein Frühling. Mein neunter!

 

 Aber der meteorologische Herbst, der sogenannte Hörbst, dieser Blätter- und Gute-Laune-Vernichter, der kann mir gestohlen bleiben. Husch! Weg, du Sackgesicht!!

 

 Herr R. und ich bekämpfen nun ab Samstag mit den hehren Melodeien und unheroischen Texten des „Damen-Wahl“-Programms jene Jahreszeiten-Auswüchse. Heute steht noch ein klitzekleines Pröbchen an, morgen lassen wir alles sacken, und am Samstag geht es dann in unserer Geburtsstadt Delitzsch den Damen an den Kragen sowie an die tiefer liegenden Kleidungsstücke. Schuhe, etc.

 

 Wo wir in der City, die unsere Müttern einst zum Gebären einlud, residieren werden? – Tja, das versteht sich von selbst: im Schloß! Im Schlosse!

 

 Ein Schloß übrigens, das vollkommenst renoviert wurde. Innen wie außen. Bloß daß außen gaaanz oben in einer Fensterreihe vergessen wurde, das rechte Fenster zu malern. Nun guckt es schmutzig und trutzig auf die Ur-Einwohner, Zugezogenen sowie Besucher Delitzschs.

 

 Ein Unding. Und ICH habe es entdeckt! Das wiederum ist ein Ding!

 Übrigens, weil’s sich so schön schrieb, hier nochmal der Genitiv der Röslerschen und Denkewitzschen Geburtsstadt: Delitzschs.

 

 Und nun sprechen wir’s mal alle nach!

 

 Den Knoten aus eurer Zunge löst, neben allen anderen Rätseln dieser Welt, morgen oder aber zeitnah (das döööööfste und dümmmmmmmmmmmmmmmmmmste Wort des Universums!),

euer herbstzeitloser

 

Jürgen




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