Mrz


29.Mrz 2008


Gestundete Stunde

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich habe nie verstanden, was dieses Sprichwort uns sagen möchte: „Kommt Zeit, kommt Rad!“

 

 In der DDR hielt ich das für eine verunglückte MIFA-Werbung, und den nicht mit ost-sozialisierten Genen zur Welt Gekommenen sei es hiermit ins gierig nach Zonen-Anekdötchen heischende Antlitz geflüstert: Ja, es gab auch noch „Diamant“. Mit nur EINER Fahrrad-Marke gab sich Onkel Honecker nicht zufrieden. - ´s war nicht alles schlecht…

 

 Doch zwei Fahrräder für ein 17-Millionen-Volk, das war soviel wiederum auch nicht. Zumal es keine Schlösser zu kaufen gab. UNSERE Schlösser waren Volkseigentum und wurden benötigt, um demonstrieren zu können, wie emsig er nagt, der Zahn der Zeit.

 

 Unsereins wurde ja noch beigebracht, intensivst zu hoffen, daß er nachdem von ihm alle Ost-Schlösser weggenagt worden wären, am Kapitalismus zu knabbern begönne. Ja, hier steht der Konjunktiv mal nicht umsonst.

 

 Hätte es also nicht besser heißen müssen „Kommt Zeit, kommt Knabber!“? – Lustiger wär’s auf alle Fälle. Würde andererseits aber bedeuten, daß alle Chips-Fresser unter uns in dieser Nacht ihren Vorrat gaaaaaanz doll an sich drücken müssen, denn in der uns schuppdiwupp gemausten Stunden zwischen 2 und 3 lautete ja dann die logische Sprichwort-Umdeutung: „Geht Zeit, geht Knabber!“

 

 Eigentlich war ich schon immer der Meinung, daß dieses ganze Sprichwort-Dilemma einer orthographischen Fehlleistung geschuldet ist. Gaaaaanz sicher hat es irgendwann „Kommt Zeit, kommt Ruth!“ geheißen. Gehießen? Gehossen? Es huß!

 

 Nun ist es einigermaßen peinlich, Orgasmus-Schwierigkeiten an einem konkreten Namen festzumachen bzw. zu postulieren. „Ruth-sch mir doch den Buckel runter!“ werden nun die gar vielen Rüthe unter uns sagen, die in der Lage sind, Höhepunkte in Nullkommanix zu erklimmen. Sogenannte Libido-Achttausender.

 

 Aber die eine oder andere Ruth knabbert schon an diesem Lustproblemchen, was wiederum doch auf „Kommt Zeit, kommt Knabber!“ hindeuten würde…

 Ein Irrsinns-Problem. – Für Ruth. Mir ist’s eigentlich egal.

 

 Wir alle kennen das der klassischen Bildung entsprungene Zitat, in welchem ein zuviel und zu laut plapperndes Mädel imperativ aufgefordert wird, endlich die Schnauze zu halten und die Natur zu genießen: „Still, Ruth, - der See!“

 

 Aber wir wissen auch, daß es ganze Heerscharen von Ruth-Liebhabern, ja –Fanatikern gibt, die ALLE unbedingt zu Ruth möchten, bei ihr sein wollen. Deswegen gaben sie ihre alten Wohnsitze auf und zogen bei Ruth. Und schwupps erhielt die dortige City ihren Namen: Beirut. Ha! Bzw. kein „h“, denn das wurde im Lustrausch der Ruth-Jünger zwar nicht in den Skat gedrückt, wohl aber in der Suppe zwischengelagert. Wir alle kennen es: das „h“ in der Suppe.

 

 Nur: Wer wußte bis zu diesen heutigen durchaus aufklärerischen Zeilen davon?

 

 Dem „h“ kann’s ja sowieso egal sein, denn es ist tot. H-rakiri! – Kein schönes Ende.

 

 So, Jungs und Mädels: H-be die Ähre!

 

 Denn: Ähre, wem Erich gebührt!

 

 Erich, du, sie und es.

 

 Es äßt das Reh!

 

 Da. In Wiedenbrück!

 

 Rad- und zeit-lose Grüße von

 

Jürgen




25.Mrz 2008


Hase am Kreuz

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 welch’ eine Krux: zu Ostern ein Western im Fernsehen. Da fühlt man sich an die Zeit vor dem Mauerbau gemahnt. Widersprüche werden erinnert (Liebe Bundis von damals: Das ist meine Wiedergutmachung fürs „zu Ostern“…), und vor allem: Der Hunger kommt wieder hoch!

 

 Und was waren wir anno dunnemals hungrig! Nach Leben!

 

 Ok., die Zwiebel- und Kartoffelbrei-Freunde auch nach Leber, aber das ist ein anderes, nämlich ein Feinschmecker-Kapitel.

 

 Und nach Liebe! Durch die Enge im eingemauerten Osten gab es ja gaaaanz viel Nächstenliebe, denn eigentlich jeder war der Nächste. Will heißen: Die Auswahl war beschränkt. Dann aber, nachdem Herr R. die Mauer zu Fall gebracht hatte (Oder war es nicht doch Gunther Emmerlich…?), standen uns ja alle Türen und Frauen offen. Uns Toren!

 

 JETZT war (und ist) alles eine reine Geschmacksfrage!

 

 Leider bewiesen und beweisen die meisten nun durchaus erreichbaren weiblichen Wesen viel zu viel Geschmack bzw. waren und sind einfach zu blöd für uns. Alles Ansichtssache.

 

 Im Western hätte Mann da kurzen Prozeß gemacht. Ohne Prozeß. Nur mit der Wumme. Aus wär’s gewesen mit dem eingebildeten Woman.

 

 Wir ost-sozialisierten Männer aber, die durchaus mal die Oster-Männer genannt werden sollten, waren im tiefsten unserer Seele lammfromm. Ja, manche grasen sogar heute noch. Erst gestern war ich mit W. im Heu!

 

 „Na heu!“ werden da einige von euch erstaunt ausrufen, doch da würde Herr R., als alter Militär-Matrose (siehe „Das Leben  des ganz anderen – ein Dasein im Rösselsprung“, genannt auch die überflüssigste Biographie der Welt, ausgenommen der eines gewissen gewissenlosen Herrn D.) korrigierend eingreifen, denn auch in der DDR bekamen wir „Ahoi!“ gelehrt.

 

 Der bayerische Bauer macht sowas sogar auf der Wies’n: a Heu. – Sozusagen ein West-Bauer im Sog pseudosozialistischer Seemanns-Grüße. Oder Sämanns-Grüße? Da wird doch der Sensenmann in der Pfanne verrückt!

 

 Die Pfanne aber gehört nicht verrückt. Sie muß zurück auf ihren angestammten Platz. Gleich neben dem Kuchen. Denn wie heißt es so schön in der Oster-Legende: Pfanne, Kuchen, Schere, Licht…

 

 Und damit spielte Gevatter Hase, von dem man uns ja im 17-Millionen-Stadl noch beibrachte, daß er irgendwann von (West-)Jägern ans Kreuz genagelt worden wäre (eine längst als Lüge enttarnte Mär…), auf mein riesiges Reservoir an Kopfhaut an. Denn hier bedingen sich Schere und licht. Das Schneid- als Licht-Werkzeug. Haarakiri als Lichter-Moment.

 

 Ihr merkt schon, daß Ostern mir persönlich ein Fest vor dem Herrn war. Vor Herrn R. übrigens, denn jener ließ sich, als Lamm verkleidet (also wie immer angezogen), aber den Wolf gebend, am Oster-Montag nicht nur bei mir blicken, sondern bestand darauf, fast fünf Stunden mit mir neues Liedgut zu üben.

 

 Und Übung macht ja bekanntlich den Meister. Lampe.

 

 Lampe bzw. Licht aus.

 

 Daß am 1.Mai Männertag ist, interessiert, außer den Männern, keine weitere Sau. Also auch nicht

 

Jürgen




17.Mrz 2008


Vom Winde verweht

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es sind stürmische Zeiten. Jedenfalls wird das immer mal wieder behauptet. Was natürlich Wahnsinn ist, was bereits eine solche irrsinnig unkomische Einrichtung wie der Volkssturm bewies.

 Trotzdem wedelt es aber kräftig weiter. Vor allem vorige Woche.

 

 Und was nicht alles fliegen kann. Ja, auch Pferde, Genosse Kosonossow. Vor allem neuerdings auch Tische!

 

 Denn als ich eines Vorigewochevormittags am Pomputer hockte, machte es draußen auf der Terrasse nicht etwa, wie bei Wind üblich, „Husch!“, sondern „Huidibuschkrachwums-zisch!“.

 

 „Welch schöne Abwechslung“, dachte ich noch und blickte durchs Kemenatenfenster, um dem Sturm ins Angesicht zu grinsen. Doch beides erstarb in diesem Moment: der Sturm und mein Grinsen. Mausetot.

 

 Denn nun war mein Eigentümerstolz verletzt. Und vor allem gekränkt durch die an sich so normale Frage: Wo ist eigentlich mein Tisch? Konkreter hätte ich sogar fragen müssen: Wo ist eigentlich mein nicht gerade leichter und gewiß in einer Schwermetall-Gießerei hergestellter Tisch, bei dem ich, seitdem ich sein Eigner bin, vermutete, daß unter der Tischplatte eine Plakette folgender Beschriftung angepappt sei: Unfliegbar!

 

 Gut, das mit der Plakette hat sich mittlerweile als veritabler Irrtum meinerseits erwiesen. Es sei denn, daß sich der Inschrift-Träger während der Flugeinlage des Beistell-Möbels löste…

 

 Also: Ich blickte durchs Fenster und war, seit langem wieder mal, konsterniert. Das passiert mir sonst nur, wenn ich in den Spiegel gucke…

 

 Dann aber machte ich den ersten Fehler: Ich schüttelte ungläubig den Kopf und sorgte so – für noch mehr Wind. Was da alles hätte passieren können!

 

 Kaum fünf Minuten später hatte ich mich wieder im Griff, stemmte mich gegen die orkanbeschwerte Terrassentür, um dem Sturm meine Meinung zu sagen. Kaum war ich draußen, mußte ich allerdings feststellen, daß die immer noch erhoffte Halluzination eine Realität war: Nix mit Tisch.

 

 In Windrichtung über die meterhohe Terrassenbalustrade linsend und dabei ein Weg-geweht-Werden riskierend, blickte ich auf das Faszinosum eines teilweise zerstörten Daches unter mir. Ziegel um Ziegel zertrümmert. Hatte ich einen Bombenangriff verpaßt? Waren es gar die allerallerletzten Kriegsschäden, derer ich ansichtig wurde?

 

 Nein, Friedensliebende, beruhigt euch, denn es war die neue Geheimwaffe Tisch, die ebenjene Krater schlug. Es geht also auch ohne Sprengstoff!

 

 Doch wo war er, mein Tausendsassa? – Weitergeflogen!

 

 Früher hätte ich gar nicht erst weitergesucht, denn meine Vermutung wäre mit „Sicher gen Westen!“ eine alle Flugversuche in der DDR umfassende gewesen.

 

 Wer aber möchte denn heute noch in den Westen? Nun gut, Tische vielleicht…

 

 Also „flog“ ich schier die Treppen aus dem immerhin vierten Stock hinunter und betrat, leicht verunsichert, den Hof des Grundstücks: Gottseidank, kein Tisch!

 

 Auch der angrenzende Fußweg: tischfrei. Das ließ mich aufatmen. Denn allein der Gedanke, daß ein Metalltisch, aus dem vierten Stock daherkommend, auf einen Fußgänger prallen könnte, machte mich zittern. Denn sowas hält kein Tisch aus! Und so’n Tisch kostet!!

 

 Wo aber war mein kleiner Springinsfeld??

 Doch ach, da sah ich ihn: kopfüber! Nicht ich. Er. Direkt zwischen zwei parkenden Autos. Wie zum Parkplatz-Reservieren abgelegt. Da hatten die beiden Vehikel-Besitzer aber Glück, daß durch ihre blöden Metallkisten meinem Tischleinduckdich nix passiert war…

 

 Unbeteiligt guckend sowie eine von W. komponierte Melodie pfeifend (und damit bewußt eine falsche Spur legend), schlenderte ich, den Tisch locker am Gebein umklammernd, gen hinnen bzw. von dannen.

 

 Jetzt habe ich das Flugobjekt der obskuren Begierde erstmal zur Innenausstattung erklärt. Vielleicht lege ich sicherheitshalber ´ne Decke drüber, um ihn zu beschweren. Und dann sehen wir mal weiter…

 

 Aber mal ehrlich, Freunde des leicht bescheuerten Liedguts: Was da alles hätte passieren können!!!!

 

 Der Tisch könnte heute praktisch unbrauchbar sein. Vielleicht ein abbes Bein. Oder gar ´ne Schramme auf der Platte. Und bei Letzterem weiß ich, wovon ich schreibe…

 

 Das Schlimmste aber blieb uns allen erspart: Stellt euch nur mal, so als Horrorvision, vor, MEIN Tisch wären auf einen Menschen geprallt. Blut! Überall Blut!!!

 

 Ob das jemals wieder abgegangen wäre, weiß nicht mal

  

Jürgen




11.Mrz 2008


Was sich so Promi nennt…

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 schaut euch, nachdem die Euphorie um Herrn R. hoffentlich langsam am Abebben (irres Wort) ist, doch mal bitte das hier an: Klick!

 

 Ok., ICH bin in einer Promi-Galerie erfaßt worden. Klarer Fall. Nix Neues. Weniger schön, daß es dem Fotografen nicht gelang, W. aus dem Foto rauszuschneiden. Versucht hat er es sicher…

 

 Aber die Umgebung!!! Hallo! Wir sind zwei Promis, holt uns hier raus!!!

 

 Das geht doch nicht, daß zwei durchaus hübsche junge Menschen, also W. und (vor allem) ich, auf einer Seite mit lauter Untoten dem Spott der Massen feilgeboten werden. Schaltet das Internet ab. Der Islam hat Recht: Da kommt nix Gutes bei raus. – Gut, das ist eine sehr freie Islam-Interpretation, aber ich bin halt so frei…

 

 Namen des Grauens, wirksamer als jedes Depressiva: Maria und Margot Hellwig! Original Naabtal Duo!!!! Mary Roos!!!!! Paddi Lindner!!!!!!!!!!!!!!!!! Und dann der Teufel selbst: Escher!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 Was haben all jene Sackgesichter eigentlich dafür gelöhnt, sich auf EINER Website mit uns zu schmücken? Und vor allem: Wer hat die Knete bekommen? – Ich nicht.

 

 Herr R. kommt nachher zu mir, um zu proben (Also nur er…), und ich werde mal darauf achten, ob das schon wieder ein neuer Porsche ist, den er da mit obszön quietschenden Reifen gegen die Wand meines Wohnhauses prallen läßt. So bremst W. halt. Dann schiebt er sich, wie immer, lässig den Airbag aus dem Gesicht und schlenkert gen dritter Stock, wo ich seiner harre. Ich Harry!

 

 Und in den sieben bis acht Minuten der Proben-Zeit, wird JEDESMAL ein neues Pörschlein für die Rückreise des Pseudo-Promis in Richtung Laue vor der Leipziger Richterstr.1 geparkt. Der hat ein Porsche-Abo. Nur, weil er zu reich zum Bremsen ist. Und das Geld steht eigentlich mir zu!

 

 Schmerzensgeld!!! Weil ich mit Muck auf einer Seite abgebildet wurde! Und mit Nicole Heesters!

 

 Das geht mir ans Herz. Vielleicht lasse ich Herrn R. heute mal gar nicht in meine Gemächer? Dann muß er draußen auf’m Hof proben. In seinem Porsche-Wrack!

 

 Das wiederum werde ich fotografieren und dann auf eine Website mit dem Hirntoten Herrn Silbereisen schmuggeln. Oder, noch besser und viiiiiel demütigender: mit Kurt Beck!

 

 Und während sich W. grämt und dabei endlich mal so alt aussieht, wie ich bin, freut sich

 

Promi Jürgen




10.Mrz 2008


Dostoprimetschatjelnostis Ehrentag

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ist es nicht ungerecht? Daß an solch einem Tag auch noch die Sonne scheint? Was heißt scheint? Sie ballert regelrecht. Als ob Gott gute Laune hätte… - Dabei bin ich noch nicht mal richtig wach!

 

 Und trotzdem juchzet die Welt, die doofe eiernde Kuller, frohgemut, ja tiriliert regelrecht, und mir scheint gar, daß beglückende Töne mehrerer Schalmeien-Kapellen, die Heerscharen von Jüngern durchs Städtele geleiten, von fern in meine Ohrmuscheln gleiten.

 

 Was für ein Bohei! Und vor allem: Für wen? Und noch vor allemner: Warum?

 

 ER hat Geburtstag. ER, Herr R.! Und nicht irgendein banales Wiegenfest ist es, das die Welt den Atem anhalten läßt, nein, ein rundes Gebürtstagsleinchen. Yep!

 

 Ach, was zermartert ihr euch nun ummesunst die drei bis vier noch intakten Ganglien unter der Vokuhila-Frisur – ihr kömmet NIE darauf. Denn es ist nicht der von euch favorisierte 20.Ehrentag, den Waldemar heute begeht. Nahein!

 

 Und ihr, die ihr, ausgehend von seiner Eleganz beim Gesellschaftstanz (eines seiner vielen, vielen Hobbys), auf „30“ tipptet – auch ihr fehltet!

 

 Ich selbst war ja auf „10“ geeicht, denn ich beurteile Menschen stets danach, wie sie sich mir gegenüber verhalten. Und ich kenne keinen Kindischeren als Herrn R.! Gut außer mir. Aber ich bin ja auch erst neun…

 

 Doch, ach!, auch die „10“ ist nicht die Jubiläumszahl.

 

 Verwirrte ich euch? Machte ich gar Ratlosigkeit eure Minen befallend? Gemach!

 

 Denn die vereinzelten „70! 70!“-Rufe aus der Ecke der Hämer und Gnatzer – lasset sie uns ignorieren an diesem Tag aller Tage. Obwohl – wenn ich gaaanz genau hingucke… - Ha! Ein kleiner Jux.

 

 Was bleibet dann noch? – Ach, diese eure verzweifelte Frage kann ich gut verstehen, denn es ist durchaus unbegreiflich, wie Alter und Lebenslust sowie -fähigkeit differieren können!

 

 40?? 60????

 

 Oh, das war knapp! Und, mal ehrlich, sooo genau weiß er das sicher selber nicht. Denn gar heute, am Tag, an welchem die Sonne „Waldemar“ geheißen werden möchte, ingenieurt er durch deutsche Lande. Wie ein Berserker! Nur eins im Sinn: Verkaufen!!!

 

 Wenn seine Firma wüßte, was sie an ihm hat, würde sie MICH einstellen. – Um IHN auf Firmenveranstaltungen zu lobpreisen. Singend! Chantierend!! Choralierend!!! Ausdruckstanzend!!!!

 

 Denn Worte gibt es eigentlich nicht genug und vor allem keine treffend liebreizenden, die IHN würdig genug beschreiben könnten. Nur das Russische, die Sprache der Bären, hat da eine Vokabel, die paßt: Dostoprimetschajelnosti.

 

 Und eben diese Dostoprimetschatjelnosti wird heute, von allen, wie es sich für eine Sehenswürdigkeit gehört, bewundert und angehimmelt, 50 Jahre alt. Der Sack.

 

 In dem Alter war James Dean schon 26 Jahre tot!!! Und dabei fährt Herr R. ebenso rasant wie einst Jamie, sieht halt nur NOCH besser aus… - Unglaublich, was sich Mutter Natur, in diesem Fall Mutter und Vater R., da geleistet hat (haben).

 

 Ich persönlich kenne den Edlen noch aus einer Zeit, da er nicht mal Bruchrechnen beherrschte. Nur plus und minus. Ja, so war’s in der zweiten Klasse. In der DDR. Heutzutage bedeutet zweite Klasse, daß man in jenem Schuljahr, was für Etliche dann ja bereits das dritte ist, die zweite Zahl lernt…

 

 Nun ja, die Diktatur nahm uns hart ran. Aber wir haben überlebt. Gemeinsam. Und dafür, daß wir sogar in pseudosozialistischen Zeiten eigentlich immer nur gelacht und fast nie gekämpft haben, möchten wir uns durchaus mal entschuldigen. Andererseits haben wir dadurch diesen unglaublich jugendlichen Teint…

 

 Lasset ihn uns also ausrufen, den Spruch aller Sprüche, die Grußformel aller Grußformeln, die Lobpreisung der Lobpreisungen, den Jambus aller Jamben:

 

 „Wir gratulieren!“

 

 Und morgen geht’s hier endlich wieder um

 

Jürgen

 PS. Glückwünsche bitte ins Gästebuch. Jetzt!!!!




1 2 

Copyright © 2005-2006 Design by ITS-NETWORK.NET
Sie sind Besucher Nummer: 165078
JW-admin | News-admin