Januar


31.Januar 2008


Zum Georg gemacht…

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 das nenne ich Überwindung! Trotz immer noch (mehr) schmerzenden Arms schleppte ich mich soeben zum PC, um das von euch sicher heiß ersehnte jährlich Faschings-Abkotz-Verdikt zu verfassen. Wenn überhaupt Fasching, dann sollte ich als Held gehen. Einfach so, wie ich bin…

 

 Und was brachte mich, der ich die sich verkleidenden Dumpfbacken dieser Welt einfach nicht verstehen kann, dazu, nun doch noch gegen das Fest der nicht mit Humor Gesegneten zu wettern: mein Ministerpräsident. Ja, meiner. Sowas klebt an einem wie Uhu. Milbradt heißt sie, meine kleine Eule. Und ich selbst kann sie mir nicht vom Hals schaffen. Es sei denn, ich würde kriminell…

 

 Aber: Was man ist, kann man ja nicht mehr werden. Keiner weiß das besser als Georg, der Ur-Sachse. Und wahrscheinlich ist er sich deshalb aber auch für Nix zu blöd. Erst versenkt er mit der Landesbank mal eben ein paar Milliarden im - ja wo eigentlich? -, und dann hat er nicht mal mehr die Kraft, sich gegen mehr als peinliche Fotos zu wehren. Hat er nicht!

 

 Denn zu seiner Ehrenrettung möchte ich mal annehmen, daß es ihm durchaus peinlich war, sich verkniffenen Gesichts wieder mal zum L&ffel zu machen. In der Leipziger Volkszeitung. Und gewiß auch in allen anderen sächsischen CDU-nahen Blättchen.

 

 Und da bärbeißt er nun pseudolächelnd in die Linse, während seine linke ebenso wie die rechte Gesichtshälfte von potthäßlichen und noch dazu ins Ekzem-hafte überschminkten „Närrinnen“ mit deren geil-feuchten Lippen bedroht wird. Ekelig! Und vor allem: Demütigend!

 

 Kann bzw. darf ein REGIERUNGS-CHEF nicht einfach mal sagen „Nö, ich mache diese Scheiße nicht mit und mich heute mal ausnahmsweise nicht zum Deppen!“? Ein Regierungs-Chef darf eigentlich alles! Niemand weiß das besser als wir aus Dresden Regierten.

 

 Gut, Sachsen ist eine Karnevals-Hochburg! Behauptet zumindest … ja, wer eigentlich? Um ehrlich zu sein: Hier karnevalieren nur Grenzdebile, die sich um ihren Gemeinschafts-IQ auf über 100 zu schrauben, in Vereinen zusammengeschlossen haben. In VEREINEN! Mein Gott…

 

 Und dann lassen sie sich vom Bürgermeister alljährlich den Schlüssel fürs Rathaus übergeben, während der Normalbürger sich, das Trauerspiel kopfschüttelnd verfolgend, selbst übergibt. Und dann „erarbeiten“ sie Büttenreden, in denen, „den da oben“ schon mal ganz kräftig der Marsch gepustet wird. Und diese klopfen sich dienstbeflissen auf die Schenkel, denn sie müssen ja demonstrieren, daß sie Humor haben.

 

 Und dann mal GAAAAANZ WAS BESONDERES: Männerballett. Dicke Kerle in kurzen Röckchen. Was’n Spaß!

 

 Man möchte in den Sack hauen, wenn’s nicht schade drum wäre. Und bei mir wär’s besonders schade. Aber das ist ein anderes Thema.

 

 So. Und jetzt müßt ihr stark sein. Denn das Grauen kommt in Farbe! Klickt hier, und dann verlaßt am besten für immer das Land oder euch weiterhin auf

  

Jürgen

 

 PS. Mal ehrlich: Es kann sich doch wohl niemand erklären, warum diese beiden Frauen sich Grind auf die Wangen geschminkt haben. Grind – DER Fetisch des Jahres 2008?




29.Januar 2008


Arme Girlanden

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich werde immer reicher! Immer und immer mehrer! Jetzt habe ich sogar (nach langer Zeit mal wieder) einen Tennisarm. Ja, ok., ein Tennisreich wäre auch nicht schlecht, aber in meinem Alter freut man sich eigentlich über alles, was man noch bzw. wieder hat.

 

 Ob ich ihn bei Ebay anbiete? Werde ich so durch den Arm reich? Verdammt komplizierte Welt!

 

 Zumal ich ja noch auf einen Raritäten-Bonus hoffen kann, da MEIN Tennisarm größtenteils durch Squash hervorgerufen („Hallo!“) wurde. Und was das absolut Tolle ist: Seit mehr als einer Woche spiele ich mit, trotz und wahrscheinlich vor allem wegen des Tennisarms gerade im Squash besonders erfolgreich. Erst gestern abend wieder.

 

 Nur gut, daß meine Gegner, die Säcke, nicht sehen können, wie ich nach dem Spiel, beim nächtlichen warmen Frühstück, die benudelte Gabel in der Rechten, jene (also die Rechte) mit der Linken zu Mund führe.

 

 Auch fein, wenn so die Kaffeetasse in der rechten Hand mit Hilfe der linken über den toten Punkt zelebriert wird. Denn das Schöne am Tennisarm, ist ja: Er ist nicht ganz tot. Nur im Bereich von vielleicht 10 bis 20 Grad. Da muß Mann drüber. Und wenn Mann wo drüber muß, dann schafft er das auch.

 

 Die Kleingeister unter euch werden nun sagen: Ey, mach doch einfach mal 14 Tage Pause, gönne deinem Arm das, was viele Kissen als Vornamen tragen, nämlich Ruhe. Darauf aber sage ich: Ruhe bitte!

 

 Was von allein kommt, geht auch von allein wieder, beispielsweise Frauen. Und hörte ich da nicht soeben ein Türlein in meinen Gemächern klappen? Isser schon weg? Mal schnell ein Griff zur Tasse … Scheiße.

 

 Beidhändig trinken – das hinterläßt ja immer den Eindruck von Gier. Und mit Gier ist schlecht Landen. Bei den Frauen. Girlanden wiederum schreibt man nach dem „i“ ohne „e“. Und sie sind trotzdem schön! Seltsam…

 

 Da fällt mir auf, daß ich, seit ich in Leipzig wohne, also schon seit Jaaahren, meine Wohnung noch nie girlandiert habe. Kein Girlanden-Fitzelchen bislang. Ein Versäumnis, das es beizubehalten gilt. Denn auch im ehemaligen Delitzscher Wohnbereich gab es Girlanden, und zwar: nie. Mein Leben ist auch so schon bunt genug!

 

 Eigentlich finde ich sogar, daß Herr R. die Girlande meines Lebens ist. Ein Schmuck-Stück! Darf er aber nie erfahren, denn sonst wird er mir zu selbstbewußt!

 

 Heute abend vor dem Auftritt werde ich ihn erstmal mit der Feststellung „Ich habe was, was du nicht hast!“ demütigen. Dann muß er mir aber auch helfen, die Gitarre nach oben zu bugsieren…

 

 Vielleicht kann ich ja ob meiner attraktiven Behinderung nun doch mal wieder bei einem Girl landen? Girllanden – ein feines Hobby! Ich stelle mir schon vor, wie sie mir, liebreizend lächelnd, dabei behilflich ist, meine Hand in die Höhe ihrer hoffentlich üppigen Brust zu heben, und dann erregt flüstert: „Den Rest mußte nun aber schon selbst machen…“

 

 Ein Abend im Rausch der Gefühle!

 

 Fazit: Ich krieg’ ihn derzeit nicht allein hoch! W. und Mädels dieser Welt: Helft und rettet

 

Jürgen




24.Januar 2008


Go West!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es heißt Abschied nehmen. „Nicht so schlimm“, werdet ihr barsch formulieren. „Abschied ist überall.“ – Und dann verstummen! Denn ICH bin es, der sich von euch verabschiedet! Ich, der Jürgen.

 

 Tja, nun tut euch eure Brüskheit leid, möchtet ihr die rauen Worte unformuliert machen, lieber ein „Bleib doch!“ stammeln und dabei flehend auf die Knie fallen.

 

 Doch: Gesagt ist gesagt. Ich dicksche jetzt erstmal. …würde der Sachse an sich formulieren.

 

 So. Ausgedickscht.

 

 Trotzdem muß ich aber „Valet!“ sagen. Es geht nicht anders. Also: „Macht’s gut! Gehabt euch wohl! Alles Gute fürderhin! Grüßt den Lebensabschnittspartner sowie den Abschnittsbevollmächtigten!“

 

 Mich aber zieht bzw. schiebt es hinaus in die weite, weite Welt. Nach Bad Karlshafen. Wo sich drei Tage lang Künstler der Kleinkunstszene zur Tagung der „Compagnie Poesie“ treffen. Also: Künstler und wir, Herr R. und ich.

 

 Das wird hart! Für die Leber. Deshalb heute mein Leberwohl.

 

 Doch sollte ich überlebern, bin ich natürlich ab Montag wieder für euch da. Schöner, frischer und vor allem gestriegelter denn je. Ja, ihr hofft richtig: Der Abschied ist nur einer für drei Tage. Tut aber (hoffentlich) trotzdem weh!

 

 Jürgen im Westen! Was da nicht alles passieren kann! – Arbeitslosigkeit, Prostitution und Drogenwahn. Hoffentlich in umgekehrter Reihenfolge! Mal sehen, ob ich im Staatsbürgerkunde-Unterricht belogen wurde.

 

 Wenn ich Pech habe, artet es in Drogenlosigkeit, Arbeitswahn und bloßes Prost aus. Wo bleibt da, um Himmelswillen, die Itution? Aber: Erst mal abwarten, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Gleich nach mir…

 

 Abschied ist ein bißchen wie Sterben. Aber immer noch besser als Anschied. Zumal er kommen wird, der Montag aller Montage. Und dann habe ich euch alle wieder lieb.

 

 Bis dahin müßt ihr euch erstmal selber lieben. Am Besten paarweise. Oder in Gruppen. Sollte es gaaanz knapp werden und dringendst noch einer fehlen: Ruft mich an. Irgendwie löse ich mich schon aus dem Tagungsstreß.

 

 Für euch würde ich das auf mich nehmen. Denn wenn einer Auf-sich-Nehmer-Qualitäten hat, dann

 

Jürgen




22.Januar 2008


Ohr!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 da mag die Welt zusammenbrechen, der Dax in die Knie gehen oder aber der Jürgen schlechte Laune haben – solange es auf dieser Welt noch das „Geräusch des Monats“ gibt, ist diese in Ordnung!

 

 Das muß man sich mal vorstellen: In dieser total bekloppten, von einigen zum Zeitlupen-Dasein Neigenden gar als „hektisch“ beschriebenen Zeit nimmt sich ein bzw. „mein“ Radio-Sender, nämlich DeutschlandRadio Kultur, die Zeit, die Muse und die Chuzpe und sendet regelmäßig ein „Geräusch des Monats“.

 

 Und das artikuliert sich dann nicht etwa, wie viele erwarten würden, in einem „Uff!“ oder gar „Rülps!“, sondern ist beispielsweise im diesem Januar „Ein Klangbrief aus Tunis“…

 

 Was das allein schon an Porto spart! Eigentlich schade, daß der Klangbrief nicht aus gleichbenamsten Ort kommt. Dann könnte ich hier mit portofrei aus Porto Wortspiele der köstlichsten Art veranstalten. Und Portowein dazu trinken. Was schreib’ ich: Importo-Wein. Aus’m Ausland!

 

 Das Geräusch des vergangenen Dezembers hieß übrigens „Mixed Feelings - Bride Dress“. Auch schön. Wurde aber im November davor von „Braces happiness“ getoppt.

 

 Ausländische Geräusche! Fein. Das spart ja nicht nur Porto, sondern auch Sprit. Beziehungsweise Kerosin-Zuschlag.

 

 Doch auch Deutschland geräuscht! Ich sage nur April 2007: „Der stumme Diener spricht“. Oder, und natürlich unvergleichlich geiler: „Traktor/Sehnsucht“ aus dem Februar vorigen Jahres. Dieses Geräusch möchte man nicht etwa nur hören, nein, man wünscht sich, es möge nie verstummen. Wie der stumme Diener.

 

 Ihr möchtet wissen, was im Dezember 2005 zum „Geräusch des Monats“ erkoren wurde? Büddeschön: „Der launige Gymnastikball“. Ok., hättet ihr selbst draufkommen können…

 

 Zwei Monate vorher gab’s den absoluten Knaller: „Kamm und Münzen mit ein bißchen Guitarre und Kuckucksuhr“. Da hätte ein jeder gern Mäuschen gespielt. Nicht dagegen im Monat darauf: „Erkältung in der Küche“. Nö, will ich nicht hören.

 

 Überhaupt finde ich die deutschen „Geräusche des Monats“ am feinsten, vor allem, wenn sie trotzdem im Ausland „handeln“. Ich sage nur Februar 2004: „Gelehrter Pinguin arktisch robbend“. Eine ohrale Sensation. Da legste die Ohren an! Könnt ihr euch hier gern runterladen: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/gerausch/dkultur_200610230410.mp3 

 Wie klingt wohl erst ein geleerter Pinguin? 

 

 Hitverdächtig auch „Hyäne, wolfszerreißend weinend“ aus dem Januar 2004 sowie aus dem November jenes Jahres mit den wohl besten Monatsgeräuschen überhaupt: „Zitterrochen, seinen letzten Willen zerreißend“. Ok., da habt ihr’s: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/gerausch/dkultur_200610060310.mp3

 

 So, jetzt gibt es gleich den Audio-Höhepunkt des Tages: den kaffeeschlürfenden

 

Jürgen

 

 




14.Januar 2008


So!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich bin für einen bundesweiten Mindest-Lohn! Und zwar so wenig wie möglich. Natürlich nicht für alle. Aber für nicht-kriminelle ganz alte und zu Zärtlichkeiten neigende Inländer mit rein deutschem Stammbaum! Da darf kein Neger und kein nix mit „reingefunkt“ haben! Und da verlange ich Reinheits-Nachweise!

 

 Die Mindeststrafen setze ich hiermit hoch. Die Höchststrafen natürlich herab, denn sonst käme die ganze Sache ja aus dem Gleichgewicht.

 

 Todesstrafe? Ja, aber auf Bewährung. Und nur für die noch nicht Strafmündigen. Sonst kriegen wir die nie in den Griff!

 

 Nieder mit der Gesamtschule! Aber: Grundschule für alle. Abitur? – Nur für jene, die zumindest lesen ODER schreiben können. Da muß mal weich durchgegriffen werden!

 

 Nieder mit der Bankenkrise! Und: Es lebe die Parkbank!

 

 Es lebe die Umweltzone! Und: Ich bin ein Zonen-Kind! Mama, ich lebe! (Zitat)

 

 Feinstaub für alle, auch für gewaltbereite Inländer!

 

 Migräne-Mittel für alle Immigranten. Selbst für die mit Hintergrund.

 

 Gerechtigkeit – ja. Aber wo? Und vor allem: Weshalb?

 

 Laßt uns etwas gegen die globale Erwärmung tun! Aber: Mir ist kalt.

 

 Koch, Will, Scholz, Beck, Gauweiler: Heimplätze für alle! Mit Christiansen (entmündigt) als Heimleiterin.

 

 Plasberg for president!

 

 Rösler für Denkewitz!

 

 Melankomiker for ever!

 

 Laßt mich in Ruhe!

 

Jürgen




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