Dezember


31.Dezember 2006


Bin dann mal weg...

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

  da ist sie wieder die alljährlich gestellte Frage: „Na, wo isser denn?“ Gut, eigentlich wird dies Fräglein nur von Hirntoten beim Starren in fremde Kinderwagen als Ansprache ans Neugeborene, das direkt vor ihnen liegt,  benutzt, aber an einem Tag im Jahr wendet sie sich auch an mich, denn zu (an? – Ha!) Silvester bin ich wie immer: weg! Keine Feier ohne Meier, aber auch eben keine mit Jürgen.

  Ich mag diese verordnete Fröhlichkeit, dieses „Heute lassen wir’s mal krachen!“ und alles das „Heut’ woll’n wir lustig sein!“ nicht. Überhaupt nicht! Und außerdem ist heute wieder die Form von Humor angesagt, die bei mir Gänsehaut nach innen verursacht.

  All jene, die mit einem humorlosen Partner zusammenleben, werden heute was zu lachen haben. Humorlose Paare gar kichern bestimmt schon seit null Uhr.

  Selbst wer sich nun fürs neue Jahr vornimmt, seinen Partner um die Ecke zu bringen, wird scheitern. Wenn einer nicht um die Ecke denken kann und die Welt immer nur 1:1 sieht, kriegt er alles, aber nicht die Kurve. Nein, er freut sich auf Silvester und… Fasching! Vielleicht noch auf den Männertag. Was haben wir gelacht…

  Ich aber ziehe mich zu diesem von mir zum Lesetag erkorenen dubiosen Datum regelmäßig zurück und denke nach: über gute Vorsätze. Und Nachworte. Und überhaupt.

  Nachdenken ist ja sowieso viel besser als Nachtragen. Herr Rösler ist beispielsweise extrem nachtragend. Was ich auch auf den Bühnen dieser Welt vergesse und liegen lasse – er bringt’s wieder angeschleppt: vergessene Kabel, Stimmgeräte, Mikrofone, Frauen, Gitarren – all das ganze Gesumse. Und einiges davon wollte ich gar nicht zurück… Aber ich nehme es halt, um ihn nicht zu verletzen. So stapeln sie sich nun bei mir zuhause: die Kabel, Stimmgeräte, Mikrofone und Gitarren. Man fühlt sich wie ein Hoch-Stapler.

  Vom Frauen-Stapeln rate ich ab, denn wenn du da eine aus der Mitte vom Stapel rausziehst, rutschen die von oben nach und sind dir gram, ja zicken regelrecht rum. Deshalb gilt auch 2007: Frauen NEBENEINANDER legen. Oder eben liegen lassen. Dies als kleine Info an den Nachträger.

  Ich freu mich schon drauf, wenn ab morgen wieder so langsam alles normal wird. Die Doofen sind wieder doof, die Klugen immer noch klug, die Langweiligen wie immer langweilig und Jürgen immer noch Jürgen.

  Letzteres mögen viele bedauern, aber wäre ich nicht mehr Jürgen, wäre ich womöglich Waldemar. Und möchte dessen Frau das? Gewiß! Aber sie wird es nicht zugeben!! Und möchte ich eine Lüge provozieren? Nein! So bleibt eben alles beim Alten. Und alle bei ihrem Alten.

  Das wiederum mag für viele Mädels DIE Horror-Vorstellung überhaupt für das Jahr 2007 sein. Doch da auch „Die MelanKomiker“ im kommenden Jahr wieder auftreten und singen, sollte der Begriff „Horror-Vorstellung“ nicht einseitíg besetzt werden.

  Soeben ruft die Gemahlin eines gewissen Herrn R. an und vermeldet, sie möchte, daß Waldemar Waldemar bleibt. Gut, ich weiß das einzuordnen…

  Ich jedenfalls ziehe mir nun bis morgen eine Mütze über den Kopf (was mir von vielen Ästheten als Dauer-Lösung empfohlen wurde) und verdrücke mich dann mal. Bin schon gespannt, als was ich morgen wieder auftauche. Wenn ihr großes Pech habt, dann als 

Jürgen




29.Dezember 2006


Himmlisches Kokain

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

  folgendes trug sich gestern in der sächsischen Messemetropole zu: Ich saß gegen Mittag im kleinen italienischen Café am Markt, blickte aus dem Fenster und stellte fest: Es schneit! Ja, es schnoo regelrecht. Flocken über Flocken!

  Zufrieden lehnte ich mich, die Lippen mit Espresso benetzend, zurück und brummelte ergriffen in meinen Zwei-Tage-Bart: „In 361 Tagen ist Weihnachten!“ Vorfreude bemächtigte sich meiner, zumal draußen wahre Schnee-Kaskaden die sächsische Tiefebene beflockten.

  Schnieker Schnee! Schnuckelig! Schneewittchen und Schnattchen fielen mir ein. Und weißgefrorene Schnurbart-Spitzen. Schnabeltassen randvoll mit Kakao. Ich schnalzte mit der Zunge und summte eine Schnulze! In Gedanken Schnick-Schnack-Schnuck spielend. Mit einer Schnepfe! Schnitzen – ein schönes Schneckenpferd! Naja… Und schnell noch Schnuller kaufen! Zum Schnupperpreis! So schnurrte ich, dabei meine Schnute verziehend und nach Luft schnappend. Ringsum leises Schnattern und Schnarren. Harry Potter fing den Schnatz! Schnibbeln sollte man beim Tischtennis schon können, schnellte es mir ins Hirn. Vom Tod, dem alten Schnitter, weit und breit keine Spur! Wahrscheinlich zum Schnitzel-Essen… - Ich schnaubte kurz. Schnöde schnodderige Welt! Voll von Schnorrern!

   „Schnauze!“ befahl ich mir dann aber selbst, denn so konnte es nicht weitergehen.

  Eigentlich wartete ich, wie gebannt in den weißen Flockenwirbel starrend und von der Swing-Musik im Café bestens unterhalten, nur darauf, daß die Tür aufgeht und Julia Roberts Arm in Arm mit Richard Gier (Ich weiß wohl, wie man den schreibt, den Herrn Gere…) auf einen Kakao ins Warme huschen. Und steht da draußen an der Ecke bei „Hugendubel“ nicht Woody Allen und spielt Klarinette? Oder ist’s nur sein Double? – Es new-yorkte und hollywoodete irgendwie ringsum. Meg Ryan lächelte sich durch den weißen Wirbel am Fenster vorbei und winkte mir zu. Was’n Lächeln! Ich sehnte mich nach Happy End und Abspann! – Dann mußte ich los… Raus. Ins Freie!

  Was für ein Scheiß-Wetter! Überall Matsch! Und eklig kalt. Patsch! – Ich hatte nasse Füße. Die Leute stachen mit Schirmen und Ellenbogen um sich. Pinocchio sogar mit seiner Nase. Jeder nahm, was er hatte. Ich plante bereits eine Erektion! Trotz Flocken auf der Brille. Ließ es aber sein, um nicht als Angeber abgestempelt zu werden…

  Nix wie ins Auto. Da aber ging das Geschussel erst richtig los. Und überall anne Warnblinkanlagen, weil die Deppen noch mit Sommerreifen unterwegs waren. Mein Scheibenwisch-Wasch-Wasser eingefroren. Oder die Düse verstopft. Vom Schnee. Diesem Scheiß-Schnee!!

  Ich betete: Lieber Gott, laß es für diesen Winter genug sein! Wir hatten unseren Spaß und Minuten der Besinnlichkeit. Laß Niederschlag wieder in Tropfenform fallen. Flocken gehören zur Butter! Mach endlich Sommer!!!!

  So, heute ist es draußen bereits wieder hübsch grau. Und trocken. Was so ein kleines Gebet alles bewirken kann. Nun bete ich den ganzen Nachmittag, daß mir ein Pony wächst!!!  Und morgen meldet sich dann für euch aus seinem laut und glücklich bewieherten  Stall der weise 

Schnee-Jürgen

PS. Schnörkellos schnorchelnde Schnallen schnappen schnipsende Schniedelwutze! Und Schnuß...




28.Dezember 2006


Das Latzte

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

  nun war ich seit einer Woche nicht einkaufen, und: Ich lebe noch! Einige mögen das bedauern, aber ich kann sie beruhigen: Ewig wird das auch nicht anhalten.

  Trotz allem aber pulst in mir nun die Theorie, daß man auch ohne einzukaufen überleben kann. Was ´ne Woche lang gut geht, sollte doch auch über Jahre möglich sein. Was meint ihr?

  Nun gut, man wäre die ganze Zeit über genötigt zu stehlen oder, was ich als fast noch schlimmer empfände, irgendwo und vor allem irgendwie das, was man so benötigte, selbst herzustellen. – Jürgen strickt sich einen Pullunder! Ha! Und alle sähen zu. Dafür bekäme ich vielleicht sogar Geld. Doch was nützt das, wenn ich nicht einkaufen darf… Da liest man’s wieder mal: Geld allein macht nicht glücklich!

  Warum überhaupt einen Pullunder stricken? Viel einfacher wäre doch erstmal ein Latz! Aus hier nicht näher erläutert sein sollenden Gründen kam das Gespräch zwischen meiner Mutter und mir beim Schmaus am Weihnachtsabend auf den Latz. Denn als Kind trug ich Latz! Ich hatte sogar einen ganzen Satz Lätze! Ob es einen besonderen Sonntags-Latz für den kleinen Jürgen gab, wußte Mutti aber nicht mehr. – Die wirklich wichtigen Dinge geraten eben zu schnell in Vergessenheit.

  Aber mal abgesehen davon, daß ich ja niiiie  mehr einkaufen werde: Wo kann man denn heute noch einen Latz kaufen? Nun natürlich einen Erwachsenen-Latz. Einen Männer-Latz!! Das muß es doch geben!!!

  Ich werde mal in der Drogerie nachfragen. Denn das, was mir nun alle vor ihrem Computer vergebens versuchen zuzurufen, schließe ich aus: Ich hol’ mir doch keine Latz-Hose und schmeiß hinterher den ganzen Bein-, Arsch- und Genital-Bedeckungsteil weg, nur um einen einigermaßen unbeschadeten Latz zu erhalten. Wo vielleicht schon eine Naht franst… Nö.

  Und auch der Tip, doch mal James Latz, den alten Orchester-Betreiber, zu fragen, verhallt an meinen soeben von mir zugehaltenen Ohren. Halten zu Ohren! Im Gegensatz zu: Halten zu Gnaden! Kann man Gnaden zuhalten? Kann man, und zwar gnadenlos. Also ohne Gnade. Ein Wunder: Etwas zuhalten, was in dem Moment gar nicht vorrätig ist… Hut ab, Euer Gnaden!

  „Lazt das jetzt mal sein, das mit den ‚Gnaden’“, höre ich euch soeben rufen, da ich meine Öhrchen wieder entkorkt habe. Gut. Zurück zum Latz.

   Wie groß muß denn ein Männer-Latz sein? Ganzkörper??? Wie befestigt man ihn, denn im Moment der Nahrungsaufnahme bzw. des Suffs kann Mann ja an nichts anderes denken. Schleife wäre da schon zu kompliziert. Bleibt nur Klettverschluß. Oder piercen!

   „Ich pierce dir zum Geburtstag einen neuen Latz, Schatz!“ – Solcherlei gereimte Verheißungen möchte man als Kerl doch ab und an ins Hör-Organ hineingesäuselt bekommen. „Latz-Piercer“ – auch ´ne berufliche Alternative…

  Was aber tun, wenn der Latz seiner Bestimmung nachgekommen ist und all das Weggesabberte und beim Mit-vollem-Mund-Sprechen Abgesonderte in sich aufsog, nun aber ebenso wie sein Träger, der alte Latzer, voll ist?

  „Entsorgen!“ höre ich die Frauenwelt lüstern zischeln. Genau! Aber nur den Latzer. Aus dem Latz selbst läßt sich für des Latzers Reise hin zu einer neuen Lebenspartnerin noch ein leckeres Mitnehm-Süppchen kochen. Latz-Suppe – heute schon DER Geheimtip in diversen Kochsendungen!

  „Nun latz aber mal genug sein“, erahne ich soeben zu hören, „und geh’ lieber einkaufen oder spazieren!“ – Netter Hinweis. Da wo andere aus mir unerfindlichen Gründen bei dem naßkalten Wetter spazieren gehen, war ich gestern joggen. Schlamm-Joggen. Aber immerhin. Dabei sehe ich übrigens alles, was so im Park um mich herumgeistert. Alles! Auch die immer noch nicht ausgestorbenen Nordic-Walker… Und die –innen…

  Jaaaa, ich weiß, die tun wenigstens was für ihre Gesundheit. Jaaahaaa! Aber so, wie das aussieht, hätte ich manchmal gern meinen Jogging-Latz dabei. Ging gestern aber nicht. Denn der kochte gerade aus. Fürs heutige leckere Mittags-Süppchen von 

Jürgen

 PS. Das letzte Hemd hat keinen Latz!




27.Dezember 2006


Zwischen den Jahren

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

  wir sind angekommen: zwischen den Jahren. So heißt es ja neudeutsch. Ich persönlich sitze ja schon seit etlicher Zeit zwischen allen Stühlen und finde das nicht mal so unbequem. Außerdem scheint sich ja mein Leben in Zwischenwelten abzuspielen. Mit der realen Welt da draußen hat das nun wirklich nüscht mehr zu tun…

  Zwischen Waldi und mir müssen sich die Frauen ja auch immer entscheiden. Müßten sie eigentlich nicht, wenn’s nach mir ginge, aber Herr Rösler möchte partout nicht teilen… Und da wir in jedem Jahr sieben Monate lang unterschiedlich alt sind, kann die Damenwelt auch bei uns wählen: zwischen den Jahren. Jahrwohl!!

  Dabei paart sich bei einem von uns Altersweisheit mit unvergleichlicher Schönheit, überbordendem Charme, filigranem Körperbau, animalischer Sexualität sowie einem Tsunami an Intelligenz. Und dazwischen muß Frau sich nicht entscheiden. Das ist ein Gesamtpaket. Ich glaube, daß sogar 100 Freiminuten und DSL 2000 inklusive sind, müßte aber doch nochmal im Beipackzettel nachlesen.

  Die Alternative wäre jünger, aber … und hier fällt mir schon nichts mehr ein, was sich anpreisen ließe. Haariger? – Ja, das ginge. Verheirateter? – Auch das.

   Und schwupps! haben sich die Mädels schon entschieden! Ab sofort klingelt es Sturm an der Tür der Röslerschen Behausung! Weil alle nur eins wollen: meine Adresse.

  In der Zwischenzeit bereite ich mich daheim auf den Ansturm vor: ein Frauen-Tsunami. Und ich zwischen den Wellen! Als Wellfleisch für die nach mir gierende Weiblichkeit! Und bitte, Herr Rösler, geben Sie jetzt nicht noch ihren Senf dazu. Ich, als personifizierte Zwischenmahlzeit, bedarf keines Geschmacksverstärkers… Ich bin ein Appetitshäppchen. Zuweil sogar Happen!!

  Kommt man nach „zwischen den Jahren“ automatisch IN DIE JAHRE? Mal Waldemar fragen, wenn ich ihn am Freitag treffe. Oder nach Bad Zwischenahn fahren und abwarten. Ich ahne da was…

  Zwischen Himmel und Erde gibt es sowieso Dinge, die es nicht geben sollte. Manch einer steht zwischen zwei Frauen. Unglaublich! Da wäre liegen doch angebrachter.

  Einen anderen wiederum hat es zwischen alle Fronten verschlagen. Wenn er da noch nicht liegt, also gefallen ist, kann er froh sein.

  Früher gab es sogar vereinzelt gefallene Mädchen, die lebten! Inzwischen käme unsereiner kaum noch mit dem Aufsammeln nach… Teilweise müssen sie gar nicht mehr fallen, sondern legen sich gleich hin. Und ein vom Helfer-Syndrom Befallener wie ich hechtet hin und her. Zwischen den Betten. Und zwischen Liebe und Zorn, wie Cäsar einst sang. Oder hieß es „Zwischenliebe und Zorn“?

  Das wäre es eigentlich, was ich mir, bis das neue Jahr endlich zuschlägt und alles Gewesene auslöscht (denn das neue Jahr nennt sich nicht ummesunst „Null-null-sieben“), wünschte: eine Zwischen-Liebe. Das wäre eine elegante Zwischenlösung.

  Und nun bitte keine Zwischenfragen mehr, denn für euch steht nun die Zeit der Entscheidung an: zwischen Genie, Wahnsinn und 

Jürgen




24.Dezember 2006


Start in die Orgasmus-Woche

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

  es ist soweit! Die Spannung ist eigentlich nicht mehr zu überbieten! Noch ca. drei bis vier Stunden, also gefühlte sieben Tage, dann haben wir ihn, den Heiligen Abend. Und den Salat!

   Um nicht vor Aufregung ob des bevorstehenden und von mir zutiefst vorausgesetzten Geschenke-Segens, den ihr über mich ausschütten werdet, an den Nägeln kauen zu müssen (Was auch gar nicht möglich wäre, da meine Heimwerker-Ausrüstung aus einer mir von Herrn Rösler geschenkten Bohrmaschine und sonst nichts besteht… - Nicht mal Nägel!), habe ich mir den heiligen Morgen mit Tennis vertrieben. Es lebe der Sport! Gestern war’s Squash. Man lernt dabei unglaublich gut, Niederlagen hinzunehmen und zu akzeptieren. Eigentlich müßte Waldi viel mehr Sport machen, schlußfolgere ich daraus…

  Doch halt, heute wird mal nicht auf den Seelen anderer herumgehackt, denn das Fest der Liebe hat auch mich gepackt: Weihnachten – danach sehne ich mich das ganze Jahr über. Oder auch nicht.

   „Ob er wohl sein überdimensioniertes Heim geschmückt hat, der kleine Racker?“ werdet ihr euch nun natürlich fragen. Und nur zu gern benicke ich dies: Ja, ich habe geschmückt!

  Und zwar mit einer Palme! Mit der meiner Nachbarn. Denn diese benötigten den Platz, den die Großraumpflanze sonst in Beschlag nimmt, für ihren Weihnachtsbaum. Traditionalisten!

  Ich dagegen versuche nun verzweifelt, diese goldene Spitze, welche noch aus gescheiterten Beziehungen irgendwie bei mir im Haushaltsbestand zurückgeblieben ist und einst Tannen, Kiefern und Pappeln (Das war in einem finanziell etwas kargem Jahr…) der Sonderklasse weihnachtsträchtig schmückte und im Schein meiner Taschenlampe irrlichtern ließ, am Pälmchen zu befestigen. Kann man abgebrochene Palmenstränge wieder anleimen?? Geht das??? Merken das die Nachbarn???? Bringt sie das auf die Palme?????

  Ach, was soll’s, wer wird sich denn jetzt schon Gedanken übers nächste Jahr machen, wo doch dieses soeben seine Höhepunkte über uns hereinbrechen lassen möchte? Die Orgasmus-Woche 2006 steht ins Haus! „Macht alle Türen und Fenster auf!“ würde Bisser Kirow, der bulgarische Vokalartist mit dem sympathischen Überbiß, welcher in der DDR-Schlagerszene mehr berüchtigt, denn berühmt war, uns ins Antlitz grölen und dabei nicht wissen, was er singt, da er kein Deutsch versteht. – Schade, daß man sowas Amüsantes heutzutage so selten sieht…

  Ich kann dieses Lied relativ gut imitieren, und wer’s hören möchte, kann mich über die Feiertage gern mal anrufen. Ich hab’ doch sonst nichts…

  Doch zurück zum Weihnachtsabend, auf den ich mich nun vorbereite. Das Auto habe ich leergeräumt und hoffe, es nachher, bei der Heimkehr von meinen Eltern, vollbeladen gen Leipzig kutschieren zu können.

 Ich selbst schenke natürlich auch: gute Worte. Und Liebe. Möchte jemand Liebe? – Anrufen! Und: keine Kerle!! Da bin ich eigen.

  Eigentlich war’s das dann auch, denn so langsam überkommt mich Melancholie. Ich glaub’, heute abend verdrück’ ich wieder ein, zwei Tränen. Wie jede Weihnacht. Weil ich einfach nicht so viele Geschenke bekomme, wie ich zurecht erwarte.

   Diesen Tränenstrom könnt ihr aber alle am ersten Feiertag zum Versiegen bringen, indem ihr bei mir persönlich die Gaben abliefert, mit denen ihr mir eure Zuneigung und den Dank für das Geleistete (Was eigentlich?) ausdrücken möchtet. Ich bin daheim und warte…

  Feiert feste das Frohe Fest und freuet euch, wenn’s vorüber ist, wie  

Jürgen




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