25.Mai 2012


Mittendrin

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich kann es nicht mehr hören: die Menschenrechte, die Menschenrechte, die Menschenrechte…

 

Baku, Ukraine, und was weiß ich.

 

 Himmel!! Derweil geht in Deutschland die Linke vor die Hunde. Und keinen kümmert’s. Nicht mal mich. Mir ist relativ wurscht, ob nun Napoleon gemeinsam mit Rosa Luxemburg oder wer auch immer die Linken führt. Ich finde es aber schön, daß es das ganze Theater gibt, denn es ging viel zu lange statt um die Linke um die Rechte.

 Das war ja im Box-Unterricht, den ich (leider) in der 12.Klasse winters über mich ergehen lassen mußte immer die Frage: Komme ich über die linke, stark geballte, aber wahnsinnig kraftlose Faust oder über die starke rechte Gerade???

 

 Ich kam gar nicht. Hielt mir nur die gepolsterten Handschuhe vor die Fresse und den Astral-Leib, während ich versuchte, nicht so laut zu weinen. Und Herr R. prügelte auf mich ein…

 

 Was für schöne Erinnerungen!

 

 Leider aber erfunden, denn Herr R. boxte, wenn ich mich recht erinnere, gegen Rainer Qu., ich aber mußte mich von Andreas E. verprügeln lassen. Ein Klassenkamerad vom feinsten, aber: ER MOCHTE BOXEN!

 

 Mittlerweile mag ich Boxen auch. Gute Boxen. Fürs Autoradio. – Gib ihm!!!

 

 Apropos gib ihm… - Ich weiß, für Journalisten ist das ein schlümmer Übergang, aber richtige Journalisten gibt es ja kaum noch…  Also: Apropos gib ihm…

 

 Wenn ich denn nun gefragt werde, ob ich Organe spende, dann werde ich wohl ja sagen. Orgasmen und Organe!! – Kleiner Scherz. Ok., klitzekleiner…

 

 Aber mal ehrlich: Was kann man sich Schöneres vorstellen, als – nur mal als Beispiel – in einer 25jährigen, von mir aus bildhübschen, gebildeten, klugen und überhaupt nicht eingebildeten jungen Frau weiterzuleben? – Nichts.

 

 Und ich gehe noch weiter: Sie kann auch durchaus schon 26 sein…

 

 Mir doch egal.

 

 Toleranz ist  nicht etwa mein zweiter, sondern mein erster Vorname. Toleranz Jürgen D.

 

 Ach laß… - 27! Und das muß nicht mal mein letztes Wort sein…

 

 Mein letztes Wort bzw. mein letzter Satz ist sowieso: „Waldi, sing nicht so laut!“

 

 Ok., bei der Wahl des Organs, das ich zu spenden bereit wäre, hätte ich dann aber gewisse Prioritäten. Kleine Prioritäten, sollte jemand mich genauer kennen, aber Prioritäten.

 

 Hui, da zischt sie aber durch die Decke, eure Phantasie.

 

 Ich aber sage euch: Ihr liegt richtig.

 

 Holt euch wieder ein. Denkt an die Menschenrechte. Oder die Gorillalinke. Oder das schnuckelige da direkt in der Mitte von

 

Jürgen

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