2.Mai 2012


Wedel-Held

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 da gibt es im „Melankomiker“-Programm „LUSTige-OBJEKTE“ ein dermaßen schönes Anti-Hunde-Lied, das mir immer die Tränen in die Augen treten, wenn ich es, durchaus gekonnt, darbiete.

 

 Und gestern verewigten wir es im Studio für die neue CD.

 

 Und die ganze vorige Woche stand Leipzig Kopf, weil nicht weit von meiner Wohnstatt in einem Park, dem Rosental, Gift-Köter gefunden worden.

 

 Ich korrigiere: Gift-KöDer.

 

 Denn Gift-Köter registrierte ich dort joggenderweise immer en masse. – Mir brach der Angstschweiß aus, bei denen vermehrte sich der Speichelfluß. – Widerwärtig!

 

 Ja, ok., ich kann mir schon vorstellen, wie außerordentlich gut ich schmecken würde. Aber da stehen doch noch viele, viele, viele weit vor den Hunden in der Schlange, die mich vernaschen dürften. Konjunktiv! Und das sind alles Frauen…

 

 Nun aber legt da jemand – nein, ich nenne keine Namen – Gift-Köder aus. Gegen Hunde.

 

 Eine Unverschämtheit! Nahrungsmittel-Mißbrauch.

 

 Da kann einem ja schlecht werden.

 

 Ich finde das natürlich nicht in Ordnung, Nahrungsmittel dermaßen widernatürlich einzusetzen. Andererseits: Das Gift muß ja irgendwie weg…

 

 Der Hundefreund als solcher schmatzt es natürlich lieber selbst in sich rein, als das sein vierbeiniger Freund etwas davon abbekäme. Er opfert sich… - Nicht umsonst liest man viel von herrenlosen Hunden. Selbst herrenlose Frauen soll es geben! Ui, da tun sich Chancen auf.

 

 Aber ich kann mit dem Gift natürlich nicht so um mich schmeißen. Kostet ja alles. Da muß man sich schon aufs Wesentlich reduzieren. Wie dereinst Georg Kreisler. Gott hab’ ihn selig…

 

 Wenn sich also hier im Gästebuch die eine oder die andere leicht echauffierte, weil ich mich nicht oft genug (also stündlich) zu Wort meldete: Ich hatte zu tun. Ich mußte Populationen in den Griff bekommen. Ich mußte Gift versprühen!!

 

 Natürlich nur auf der Bühne, natürlich nur verbal. Ich will doch nur spielen… Ich tu nix!!!

 

 Sollte sich aber jetzt und hier eine dermaßen attraktive, sexuell lernwillige und der deutschen Sprache mächtige blonde, brünette, schwarze oder auch kahlgeschorene Frau mit der Bitte an mich wenden, ob denn nicht für ihren aktuellen und sie langweilenden Lebensabschnitts-Gefährten noch die eine oder andere Dosis übrige wäre – ich bin kein Unmensch. ´ne Dosis für Doris…

 

 Ok., das mit der deutschen Sprache wäre jetzt nicht so wichtig… - Unglaublich, wie kompromißbereit ich manchmal bin. Ein ganz ein Lieber!

 

 Hach!

 

 Und ich kann wedeln.

 

 Kleiner Scherz.

 

 Obwohl: Großer Scherz…

 

 Als unvergifteter Keks grüßt

 

Jürgen

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