9.April 2012


Braune Eier…

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es wir zuviel rum-geeiert auf der Welt! Auch das Ovale wird überschätzt. Nehmen wir nur das Oval Office des Präsidenten. Nein, nicht des unseren. Des richtigen.

 

 Eine Homage an das Ei. Mitten im Weißen Haus. Wo doch braune Eier viel mehr nachgefragt werden. Und wer nun hier ob des Präsidenten Herkunft ganz tief und ganz doll um die Ecke denkt und mir rassistische Scherze unterstellt, dem sei entgegengeschleudert: Dem ist nicht so.

 

 Punkt.

 

 Aber welch feiner Gedanke.

 

 Ostern, das Fest der fünf „neuen“ Länder, neigt sich dem Ende zu. Schon zu Beginn des Festes waren all jene froh, es endlich hinter sich gebracht zu haben, die die heikle Aufgabe des Eier-Ausblasens übernommen hatten. – Naja, was getan werden muß, muß halt getan werden. Und nicht jede Tradition wird von mir verdammt.

 

 Ey, was’n los heute mit mir…?

 

 Leider kennen ja in unseren sächsischen Breiten nicht sehr viele das legendäre „Colonia Duett“, in welchem Hans Süper (ein unsagbar Großer und Bewunderungswürdiger seiner Zunft) seinen Bühnenmitstreiter Hans Zimmermann immer und immer wieder als „Du Ei!“ titulierte, was selbigen 1994 veranlaßte zu sterben.

 

 Auch als Karneval-Hasser und -Nichtversteher (beides ich!) sollte man sich die legendären Auftritte der beiden jedes Jahr wieder anschauen. Dank des WDR ist dies in der Faschingszeit auch jedes Jahr möglich. Und nicht nur dafür gebührt jenem öffentlich-rechtlichen Sender Dank.

 

 Ein toller Sender! In der vorigen Woche wurden auf WDR5 sogar „Die MelanKomiker“ gespielt. Im Radio. Einfach so. So etwas wäre im MDR nicht vorstellbar.

 

 Nun aber zur alles entscheidenden Frage: Sollten zu Ostern mehr Western im Fernsehen gezeigt werden, um das Gleichgewicht der Himmelsrichtungen wieder herzustellen?

 

 Nein, eine Antwort darauf habe ich keine parat, aber schon die Frage allein berührt mich. Tief. Bis ins Dotter!

 

 „Du Schlotter-Dotter, du!“ begann einst ein Gedicht, daß ich irgendwann als Jugendlicher, ich glaube in einer Aufführung der Berliner „Distel“, bejuchzte.

 

 Schöner kann man ein Ei nicht würdigen.

 

 Höchstens indem man während der Festtage bewußt darauf verzichtet, solcherlei Hasen-Exkrement zu verzehren. Und an der Stolle knabbert.

 

 Bei mir gab es schon am Karfreitag Stolle zum Milchkaffee. Ja, für besondere Anlässe hebe ich mir immer einen Laib des christlichen Gebäcks auf. Und dann breche ich es irgendwann, das Stollen-Fasten. Denn so ab Ende November verzichte ich ganz bewußt bis weit nach Weihnachten auf das dann von allen anderen beknabberte Puderzucker-Verdikt.

 

 www.essen-gegen-den-trend.de

 

 Nee, nicht klicken. Gibt’s noch nicht. Aber wartet mal ab…

 

 Lange nichts von meinem Knie gehört? – Kniee können nicht sprechen bzw. sich anders artikulieren. Das nur mal so als Hinweis.

 

 Nur noch acht Stunden, dann sind die Festtage wieder vorbei. Die Welt kann aufatmen. Ich suche sofort nach neuen Kaninchenbraten-Rezepten und mache mir ´ne Schüssel Eiersalat. Die Welt geht einfach weiter ihren Gang.

 

 Schlurfende Grüße von

 

Jürgen

 

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