27.Dezember 2011


Tobias…

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 die Tage erigieren wieder, die kleinen Ferkel. Bis in den Juni hinein… I froi mi!!!!

 

 Und frage mich gleichzeitig, warum „Erektion“ mit „k“ und „erigieren“ mit „g“ geschrieben wird. Nur damit „-gieren“ drin vorkommt?

 

 Darin läge Sinn, das ergäbe Sinn, das machte aber keinen Sinn.

 

 Denn nichts MACHT Sinn, ihr Deppen dieser Welt! Lasset euer Sprachverständnis erigieren und gebt eure Berufe auf, ihr Macht-Sinn-Journalisten!

 

 Zurück zu den Tagen, die länger und praller werden. (Ja, ich kenn’ mich aus…)

 

 Die Sonne geht mittlerweile kaum noch unter. Herrlich! Oder auch nicht. Denn nun sieht man die leider nicht kugelrund, sondern wabenförmig gefressenen Weihnachtsfeier-Feier-Opfer durch unsere Umwelt rumpeln und ist ästhetisch höchst unangenehm berührt… Einigen ragt bzw. lugt noch ein Federvieh-Knochen aus dem Mundwinkel… Wie bei Max und Moritz!!!

 

 Aber wer kennt schon noch Max und Moritz?

 

 Ja, Max hatte doch damals den Kommunismus erfunden, aber Moritz??? Die Burg! Richtig, jetzt hammer’s!

 

 Ich merkte aber wirklich, daß niemand mehr was kennt, als ich in diesem Jahr mal ´nen Kinderfasching in ´ner Chemnitzer Grundschule bespaßte: Die Lehrerin hatte eine Schärpe um (Leider nicht nur die Schärpe… - Es war eine junge, hübsche, dralle, lebensfrohe, gebildete, hochintelligente, anfassenswerte Lehrerin. Ach!), auf der sie neckisch „Sieben auf einen Streich!“ per Schriftzeichen verbalisiert hatte. Doch die Zweitklässler konnten samt und sonders nichts damit anfangen. Sie kannten das Tapfere Schneiderlein nicht…

 

 Ich traf neulich in der Stadt Rotkäppchen und mußte entsetzt feststellen, wie alt sie geworden war. Nein, kein Irrtum: Sie war es!!! Eindeutig!!! DIE rote Kappe verwechselt man nicht.

 

 Und nun frage ich mich, ob es, wenn Märchenfiguren dermaßen schnell altern, nicht besser ist, daß die Wänster das Tapfere Schneiderlein nicht kennen. Vielleicht kann der ja nicht mehr mal einfädeln…???

 

 Womit wir wieder bei der Erektion wären.

 

 Ha!

 

 Ja, ich weiß: Ich bin ein Schlümmer.

 

 Solche Gedanken-Hüpser aber auch.

 

 Und immer in die eine Richtung! – Gibt sich das irgendwann mal?

 

 Hoffentlich nicht.

 

 Schrob ich schon, daß ich Weihnachten auf meiner Couch gut überstanden habe? Nein? Na dann: Ich habe Weihnachten auf meiner Couch gut überstanden.

 

 Werde ich das Fest vermissen? – Nö.

 

 Aber ich freu mich auf Silvester. Nicht etwa des Besäufnisses wegen, sondern weil an eben jenem Abend Norman und ich musizieren werden. Im Halleschen Weinhaus „Villa del vino“.

 

 In einer VILLA!!!

 

 „Was villa mehr vom Leben?“ werdet ihr jetzt fragen.

 

 Und ich sag’s mal ganz ehrlich: Viel mehr villa gar nicht.

 

 Ich find’s nämlich schön, auf der abgeflachten Kugel rumzuhüpfen, mir ab und an totalen Unsinn auszudenken, Euch zu haben, die ihr mir bzw. uns zuhört, und davon auch noch mein Leben zu bestreiten, ohne mich zu streiten.

 

 Denn ich tobe ja allein in meiner Kleinst-Wohnung herum.

 

 Was für ein Toben!

 

 Ich müßte Tobias heißen.

 

 Ok., ab und an tobt eine mit. Aber auch das ist ein Toben!!!

 

 Tobsüchtige Grüße von

 

Jürgen

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