9.November 2011


Tesaloniki (Oder so…)

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es herbstet, aber nicht so richtig. Mutti Sonne ballert, trifft aber nicht mehr so richtig. ´s wird kälter, aber nicht so richtig.

 

 Himmel, macht denn keiner mehr was richtig?

 

 Richtig.

 

 Alle machen es mittlerweile mir nach und ab und an was falsch.

 

 Nur daß ich nach solchen Aktionen blute. Wenn’s handwerkliche Aktionen sind…

 

 Ja, da lacht die Ingenieurswelt und schenkt mir Pflaster zum Geburtstag…

 

 Aber, ihr Geliebten, wißt ihr überhaupt um das Gefühl, wenn man eigentlich guten Mutes mit Hammer, Sichel und Ährenkranz, oder was der (von Herrn R. geschenkte) Werkzeugkasten so hergibt, zur Kleinst-Reparatur im Haushalt schreiten will, irgendwas im Hinterstübchen (Und das ist bei mir kein Stübchen, keine Stube, kein Saal, sondern ´ne Art Arena…) dir aber zuruft: Laß es, Baby!

 

 Da ich aber nie, nimmer und nirgends mit „Baby“ angesprochen werden möchte, impliziert mir mein Hirnchen dann ein: Nun grade!

 

 Und damit liege ich schief…

 

 Denn ich kann’s nicht. IMMER zerstöre ich mehr als ich repariere. IMMER sieht es hinterher so aus, daß der Handwerker kommen muß.

 

 Das macht depri. Auch ohne richtigen Herbst.

 

 Die Leuchte in meinem Kühlschrank habe ich letztens mit Tesa „repariert“. Jetzt hält sie und brennt wieder. Ab und an. Meistens wahrscheinlich, wenn der kalte Klopper zu ist. Manchmal kann ich das fast kontrollieren, denn Gevatter Frost öffnet sich jetzt hin wieder selbstständig. Das Aas!!!

 

 Dafür knarrt er beim Schließen und erwartet Druck. Sonst hält sie Tür nicht mehr…

 

 Gut, Tesa war nicht im Werkzeugkasten, schien mir aber sinnvoller, als Bohren, Fräsen oder Spachteln…

 

 Kühlschrank-Tesa – sowas müßte man mal erfinden!!! Und nicht immer neue Game-Shows…

 

 Wenn der Kühlschrank lange aufsteht, wird natürlich die Bude kalt. Klaro. Physik! Oder war’s Geometrie…?

 

 Dem setze ich wiederum Tesa entgegen, denn damit habe ich meine Heizkörper alle und für immer auf „5“ festge-“nagelt“.

 

 Ha, ich nagle mit Tesa.

 

 Bin ich das Gegenstück zu Mutter Theresa? – Vater Tesa? Nur nicht ganz so gut wie Mutti. Und nicht so tot.

 

 Meine Dusche ging vor 14 Tagen nicht mehr aus…

 

 Ich, nackt (Ja, leckt euch nur die Lippen…) und pitschenaß im nicht enden wollenden Wasserorkan. Verzweifelt an den Armaturen der Mischbatterie drehend…

 

 Ein göttlicher Anblick. Bin sofort mit dem Duschkopf vor den Spiegel…

 

 Sah aber ein verzweifeltes Antlitz…

 

 Gott sei dank fiel mir nach fünf Minuten ein, wo man das Wasser abstellen kann, und nach zehn Minuten hatte ich die Klempner-Telefon-Nummer gefunden. Sie klebte (Mit Tesa!) am … Kühlschrank!

 

 Das hängt doch alles irgendwie zusammen. Laßt uns die Lösung dieses Rätsels suchen. In Tesaloniki. Mist, schreibt sich Thessaloniki.

 

 Aber da kann ich ja jetzt gleich mal ein paar Buchstaben rausmeißeln.

 

 Mit Amsel, Drossel, Fink und Meißel grüßt euch

 

Jürgen

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