2.Mai 2011


Durchblick

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es mait! Juhu! Und Hopsasa!

 

 So. Genug der wilden Ausgelassenheit. Manchmal gehen die Pferde aber auch sowas von mit mir durch. Ach, ich bin mir schon einer…

 

 Was wird er bringen, der Mai?

 

 Käfer? Glöckchen? Länder? Britillner? Skolben? Lensteine? Schberger?

 

 Tja, da kommt einiges auf uns zu. – Öffnen wir uns!

 

 Das ist es sowieso, was  ich euch zurufen möchte: Ihr müßt euch öffnen…

 

 Allem?

 

 Nö.

 

 Da bin und bleibe ich eher verschlossen. Ich bin ein perfider Neuheiten-Negierer. Das fängt ja schon mit der Rechtschreibung an. Keine Chance, mir da was Neues draufzudrücken.

 

 Andererseits habt ihr aber ein Recht darauf, daß ich mir immer mal wieder ein neues Lied aus dem Kopf wringe. Ein Lied – so vollkommen neu. Eines, in dem es, ausnahmsweise, mal um MEINE Schönheit, MEINE Einzigartigkeit, MEINEN Körper (samt Knie), MEINE Stimme, MEINE Gottgleichheit geht.

 

 Und so wringe ich denn. Fürs neue Programm mit dem nunmehr dritten Melankomiker namens Norman Daßler. Wir hatten am Sonnabend unsere erste gemeinsame Mugge. Und, jetzt kommt’s: Die Sache hat Potential!

 

 Nach oben!!

 

 Denn: Vielleicht bekommen wir beim nächsten Mal sogar Geld…

 

 Naja, wir spielten ja auch nur fünf Liedlein auf einer sogenannten „Offenen Bühne“, weil wir halt nach den viiiielen Proben (mehr als drei!) endlich das Ganze mal live testen wollten.

 

 Gut getestet. Gut gespielt. Sogar schon zwei vollkommen neue Liedlein.

 

 Und dann das: Am meisten verdient hat an diesem Abend … Herr R.!

 

 Gibt’s nicht, oder?

 

 Er, der sich gerade aufs ingenieurelle Treiben bei der Hannover-Messe vorbereitete, kassierte ab. Mein Gott, hat der’s gut… Jetzt weiß ich, warum der mich nun ab und an mit ´nem anderen Kollegen auf die Bühnen dieser Welt schicken möchte…

 

 Denn nach dem grandiosen Sonnabend-Auftritt veräußerte ich sage und schreibe drei der meist viel zu billig verkauften Melankomiker-CDs. Vom Erlös stehen W. 50 Prozent zu. Also knapp die Hälfte. Kriegt er natürlich auch.

 

 „Du aber, kleiner Fleißig-Singer, hast doch auch 50 Prozent der Tonträger-Einnahmen auf deinem gewiß übervollen Konto verbucht!“ werdet ihr nun gen eures Helden brüllen.

 

 Gewiß. Aber ICH hatte an diesem Tag Fahrtkosten… Gut und gern drei Kilometer!!! Hin. Und dann noch mal zurück!!!

 

 Es war sozusagen eine Promotion-Veranstaltung für W.

 

 Wie er das nur macht…? Immer alles im Griff…

 

 Ich werde ihn am Sonnabend mal fragen, denn dann musizieren wir wieder gemeinsam.

 

 Bis dahin begucke ich ihn mir im Fernsehen, wenn von der Hannover-Messe berichtet wird. W. - „verkleidet“ als Ingenieur. Mit Schlips und Kragen. Und Ingenieurs-Wissen.

 

 Also mit all dem, was ich nicht habe.

 

 Ich aber habe den Mai.

 

 Und in diesen stürme ich nun (…im Rahmen meiner Möglichkeiten, Scheiß-Knie!) hinaus.

 

 Denn heute bekomme ich sie: die neue Brille.

 

 Und dann habe ich ihn: den Durchblick.

 

 NICHTS wird mir mehr entgehen. Und keine mir entkommen…

 

 Aber, bevor einem eine entkommen kann, müßte man sie ja erstmal gehabt haben…

 

 Und das kommentiere ich nun mit einer Floskel, die ob meiner neuen Sehhilfe, die ich nachher übergestülpt bekomme, völlig veränderte Bedeutungs-Dimensionen erhält:

 

 Mal sehen…

 

 Dioptrische Grüße von

 

Jürgen

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