7.Mrz 2011


Sinnfrei, aber gefühlsecht

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 Fastnacht und Frauentag – wie, um Himmelswillen, paßt DAS denn zusammen?

 

 Gut, finde ich, denn wenn unsereins mal Frauentag hat, ist es meist fast Nacht.

 

 Ich weiß: ein überdimensionaler Brüller! Ein Knaller!! Eine Rakete!!! Eine Scherz-Bombe!!!! Ach was, -Granate!!!!!

 

 Aber nun mal wieder so, wie ihr mich kennt, nämlich im Ernst. Obwohl ich noch nie im Ernst war. Nicht mal am Männertag…

 

 Ich möchte definitiv NIE in einen Ernst! Bitte!!

 

 „Was hat er nur wieder mit seinen vielen Ausrufungszeichen? Hat ihm die lange Schreib-Pause nicht gutgetan?“ werdet ihr nun, engagiert wie immer, fragen. Ich aber bin da, um Antworten zu geben. Auch auf nichtgestellte Fragen.

 

 Und meine Antwort lautet: Naja.

 

 Denn das Leben ist ein einziges Naja. Mal „Na!“ und mal „Ja!“

 

 Ein „Nein!“ wird nicht akzeptiert. Und die Biene hieß eigentlich auch nicht Maja, sondern Naja. – Tja, bei mir erfährt man so einiges.

 

 „Biene“ ist ja auch ein schönes Synonym für „Frau“. Quergestreift, flatterhaft, immer auf der Suche nach Süßem, obrigkeitshörig, sinnlos herumsummend und im genau falschen Moment zustechend – eindeutig Frau.

 

 Ja, jetzt heische ich Sympathie!! Heisch!!!

 

 Der Mann dagegen … sitz auf seinem Drohn (Schon wieder ein Brüller, ein Wortspiel, das Seinesgleichen sucht, ein blitzgescheites Bonmot, eine Zwölf auf der nach oben bis Zwölf begrenzten Richter-Skala der Wortspiel-Wertungen, eine Verbal-Injurie zum Verlieben!!), streift nicht etwa sich, sondern sinnlos rum, flattert nicht, sondern fliegt zielbewußt, leider aber immer auf die Fresse, sucht nicht nach Süßem, sondern ist die meiste Zeit sauer, ist hörig, aber leider meist schwer-, jongliert mit Summen und kommt, ob im falschen oder richtigen Moment, eigentlich nie zum Stich, tröstet sich aber – ganz Mann, also clever – mit Bienenstich. Der Mann – ein Tausendsassa!

 

 Ich selbst bin ja nur ein Hundertsassa. Was nichts anders bedeutet, als daß ich von den 1000 Mann-typischen Eigenschaften genau DIE 100 verkörpere, die von Frauen schlicht mit „Sensationell gut und für uns nie erreichbar!“ verbalisiert werden.

 

 Diese, nennen wir sie mal „tollen“,  Eigenschaften allerdings habe ich zehnfach verstärkt, was mich zum zehnfachen Hundertsassa macht.

 

 Was habt ihr also soeben gelernt? – Richtig: Ein zehnfacher Hundertsassa ist mitnichten ein Tausendsassa, sondern um vieles besser. Da fällt mir die Vokabel „göttergleich“ ein. Himmel, was es für passende Vokabeln gibt…

 

 Muß gleich noch mal mein altes Vokabelheft aufschlagen… - „Dostroprimeltschajelnosti“…

 

 Tja, die Russin kann’s auch gewieft ausdrücken.

 

 Überhaupt: Diese Russinnen!!! – Dazu später mal mehr (Erinnert mich bitte!), denn bislang kenne ich noch keine Russin…

 

 Zurück zur Ausgangsfrage: Wie passen Fastnacht und Frauentag zusammen?

 

 Keine Sau interessiert sich für sowas! Ich aber bin keine Sau, also möchte ich’s wissen.

 

 Es paßt nur in DER Form zusammen, daß ich an selbigem Doppel-Tag früh in zwei Schulen mit den Kindern fastnachte und abends in Oschersleben frauen-flüstere.

 

 Ja, ich führe ein Leben, das a) schöner nicht sein könnte und b) dem Tanz auf einem Vulkan gleicht.

 

 Ich weiß…: ein erloschener Vulkan.

 

 Aber immerhin ein Vulkan!

 

 Und so mancher Vulki ist irgendwann doch noch mal überraschend ausgebrochen.

 

 Mein Ausbruch steht – ich fühle es – kurz bevor.

 

 Macht euch auf was gefaßt!

 

 Ich selbst bin darauf äußerst gespannt, denn vielleicht ist der Ausbruch gekoppelt. Mit Gefühlen!

 

 Hui, das wäre ja mal Feines. Nach Jahren wieder mal ein Gefühl…

 

 Welches wird es sein?

 

 Ekel?

 

 Auch ein intensives Gefühl!

 

 Egal welches: I froi mia drauf!

 

 Gefühlsechte Grüße von

 

Jürgen

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