28.November 2010


W. auf Abwegen, P. auf gutem Weg!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich mag keinen Schnee! Mir wurde gruselig, wenn man mich in den letzten Tagen mit „Ist das nicht ein tolles Wetter?“ ansprach…

 

 Puh!

 

 Nur weil die Sonne halbschräg oben am Himmel mal ´ne kurze Chance zum Illern hatte, war das Wetter gleich SCHÖN?

 

 Hallo, es herrschten Minusgrade…

 

 Kein Wetter der Welt kann bei Minusgraden schön sein! Das steht im Grundgesetz.

 

 Jedenfalls in meinem!

 

 Punkt!

 

 Wetter kann erst ab 20 Grad Celsius in den Bereich „nicht ganz so schlecht“ vorrücken. Das wiederum steht in „Jürgens Welt“ und muß also stimmen.

 

 Überzeugend, gell?

 

 Aber ich muß euch noch von etwas anderem überzeugen, nämlich davon, daß ihr euch – zumindest zeitweise – damit abfinden müßt, daß Herr R., ja, mein geliebter W., sich rar macht, ihr uns aber trotzdem weiter lieben (Ok., jetzt untertreibe ich…) bzw. vergöttern sollt.

 

 W. ist und bleibt Ingenieur. Und auch MEIN Ingenieur. Aber auch andere strecken begierig die Hände nach ihm aus. Die berühmten drei „F“: Frau, Familie, Firma.

 

 Und zumindest die Firma ist ab morgen eine neue. Keine dumme Firma, nö, denn sonst hätte sie sich ja Schnäppchen W. nicht geschnappt. Aber halt auch keine sonderlich kluge Firma, denn sie ist der Meinung, daß Herr R. besonderer Schulungen fürs neue Engagement bedarf.

 

 Ha! Einem Fachmann etwas beibringen. – Wo sind wir denn?

 

 Ihr alle wißt, und ich weiß es sehr wohl, daß es JEDER Firma dieser Welt, die sich Herrn Diplom-Ingenieur R. greift und dafür berechtigter Weise Unsummen monatlich auf mein, nee, leider: auf sein Konto überweist, nicht darum geht, ihm noch etwas beizubringen. Was sollte das auch sein?

 

 Sie werden ihn jetzt erstmal wochenlang aushorchen, sein Ost-Know-how anzapfen, um hinter die Geheimnisse des hiesigen Aufschwungs zu kommen.

 

 Hoffentlich plaudert er nicht darüber, wie wir es als Band zu Weltruhm, Ehre, Anerkennung und finanziellen Schulden gebracht haben…

 

 Trotzdem aber bleibt die traurige Nachricht: W. ist Teilzeit-Wessi. Ab morgen. Für mindestens drei Wochen.

 

 Und übermorgen spielen wir um 20 Uhr im Leipziger „Palmengarten“.

 

 „Wie soll das gehen? Ist die Klonerei bzw. die Clownerie schon sooo weit?“ höre ich euch entgeistert und Stolle-Krümel-spuckend (1.Advent – auch das noch…) brabbeln.

 

 Das geht gar nicht.

 

 Jedenfalls nicht mit W.!

 

 Aber mit P.!

 

 Jener P. nämlich, der jetzt in Meißen lebt, dereinst aber in Hamburg aufs Mütterchen Erde fallen gelassen wurde (Himmel, bin ich kompromißbereit…), probt mit mir seit drei, vier Tagen. Zumindest die Lieder.

 

 Die Zeit reicht allerdings nicht aus, um ihn in W. um-operieren zu lassen. Er hätte das schon mitgemacht, aber W. wollte es nicht bezahlen…

 

 Irgendwie knausrig geworden…?

 

 Tja, und was hat er nun davon? Nüscht.

 

 Außer der Tatsache, daß bei den nächsten Muggen Peter Braukmann neben mir sitzen, stehen, singen, musizieren, aber nicht (BITTE!) tanzen wird.

 

 Nein, er ist kein Waldemar. Aber er ist ein Peter. Ein Peter, der schon mit dem Duo „Schnappsack“ (http://rillenschlange.de/pageID_10312423.html) manch Saal füllte und für die Aus-der-Taufe-Hebung des Begriffs „Saalpeter“ verantwortlich zeichnet.

 

 Wir werden uns jedenfalls, wissend daß das nicht ausreicht, bei den nächsten „MelanKomiker“-Gigs (Himmel, jetzt leidet schon mein Vokabular…) alle Mühe geben, durch Leistung zu überzeugen.

 

 Sollten wir scheitern, bleibt uns wenigstens das Geld.

 

 Davon, daß es Geld gibt, hat P. leider Wind bekommen… W. hat davon 13 Jahre lang nichts geahnt! Und ich wäre der Letzte gewesen, der ihn mit sowas hätte belasten wollen.

 

 Ja, ich bin ein Guter!

 

 Und ich bin auch ein Gespannter. Auf Dienstagabend.

 

 Drückt uns entweder die Daumen oder aber uns an eure Brust! Oder laßt uns selbst entscheiden, an welche Brust wir gedrückt werden möchten. P.s Geschmack in dieser Hinsicht kenne ich noch nicht, ich aber nehme, wie immer, was ich nur kriegen kann.

 

 Sich brüstend, grüßt

 

Jürgen

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