4.November 2010


Umgewandelt

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 wann wenn nicht jetzt? Genau! Am besten sofort!

 

 Nur, wer hilft mir? Allein kann ich’s nicht. Obwohl ich sehr viel allein kann…

 

 Jedoch „Geschlechts-Umwandlung“ – das überfordert selbst mich.

 

 Aber es geht immerhin um fünf Jahre und ein bissel mehr als zwei Monate, also um mindestens 268 Tennis-Spiele und weit über 1500 Squash-Matche.

 

 Dafür kann man schon mal ein „kleines Stück“ (Wenn ihr wüßtet…) Lebensqualität opfern und sich zur Frau schlagen lassen.

 

 Genossen! Und Genossinnen! Ich habe es heute früh im Radio gehört: Die Lebenserwartung bei Männern liegt nun bei, ich glaube, 77,2 Jahren, die der Frauen bei 82,4.

 

 Ich wußte es schon lange: Die Weiber werden immer älter…

 

 Ein Satz, bei dem es sehr auf die Betonung ankommt. Egal aber, wie ICH ihn betonte, versuchte ich dem Phänomen durch Fluktuation beizukommen. Jippie! Und juhu! So blieben die List-, Last- und Lust-Objekte immer relativ gleich alt, ich aber sah immer älter aus. Selbst neben Herrn R., der nicht ummesunst in der Band „Der Kontinuierliche“ genannt wird. Von mir…

 

 Ich aber möchte nun, da gleichgeschlechtliche Liebe nicht mehr auf dem Index steht, schlappe fünf Jahre dazugewinnen.

 

 MACHT MICH ZUR FRAU!

 

 Kostengünstig und schmerzfrei bitte.

 

 Und schön möchte ich dann sein…

 

 Endlich mal.

 

 Und Haare will ich!!!!

 

 Und gleich Friseurtermine für’n ganzes Jahr! Das vermisse ich so….

 

 Wenn die Sache dann überstanden ist, werde ich wahrscheinlich erstmal ein Jahr von der Bildfläche verschwunden sein. Man (frau) muß ja seinen Körper genauestens erkunden. Hui, das wird lustig. So an sich rumspielen, und alles ist neu…

 

 Aber, und das verspreche ich heilig und höher als hoch: Dann werde ich sofort lesbisch. Ruckzuck! Aber ohne Zuck!

 

 Tja, Herr R., zu früh gefreut.

 

 MICH kriegst DU nicht rum…

 

 Ach, was treibe (!) ich dann nur in all der zusätzlichen Lebenszeit…? 23 zusätzliche Stunden pro Tag! Und das über fünf Jahre lang!! Eine Stunde täglich glotze ich mir ja auf die Brüste… - Ein paar prägnante Eigenschaften schwappen halt aus der alten Existenz mit rüber. Sorry.

 

 Dann trainiere ich meine Stimme von Sopran auf Alt, weil ich das besser finde.

 

 Und dann gehe ich, wie vorher auch schon, auf Brautschau.

 Ein Wort, das leider heutzutage fast in Vergessenheit geraten ist: Brautschau.

 

 ´ne schaue Braut, wer möchte das nicht?

 

 Die einen dann unter ihre Fittiche nimmt…

 

 Übrigens: Der Fittich in der Einzahl (Abiturienten aufgemerkt: Singular!) kommt auch höchst selten bis gar nicht vor! Wann sagt ein Vogel schon mal „Mir tut der linke Fittich weh!“? Wann läßt er aus Verzweiflung mal den rechten Fittich hängen? Die Fittiche aber schon.

 

 Seltsame Welt.

 

 Ich aber winke euch nun, kurz vor der entscheidenden OP (Ich glaub, ich laß W. die ganze Sache „erledigen“. - Als Ingenieur müßte er DAS auch können, oder?) noch mal mit beiden Fittichen.

 

 Ich hoffe, ´ne schaue Braut zu werden.

 

 Da braut sich was zusammen in

 

Jürgen

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