17.Oktober 2010


Auto-Penetration

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 mich fragt ja keiner! – Stimmt nicht. Man fragt mich schon, aber ich antworte nicht. Jedenfalls nicht den Umfrage-Deppen, die einen am Telefon belästigen.

 

 Nun darf ich aber auch nicht meckern, wenn Umfrage-Ergebnisse mir unglaubwürdig erscheinen. Beispielsweise jene, die mir mein Schweine-Blatt von Heimat-Zeitung „Leipziger Volkszeitung“ am Freitag präsentierte.

 

 Wie wohl wir alle hatte auch ich mich Tag und Nacht mit der Frage beschäftigt, wieviel Prozent der Deutschen wohl schon Sex im Auto hatten. Andere Sorgen hatte und habe ich nicht.

 

 Nun also kommt raus: „Jeder Dritte männliche Autofahrer hatte schon Sex im Auto!“

 

 Wow!

 

 Ich gestatte mir aber, dies anzuzweifeln. – Allein schon in unserer Band hatten mindestens 50 Prozent, also jeder ZWEITE, schon Sex im Auto. Und habe ich Herrn R. noch nicht mal befragt… Wenn wir Pech haben, kommen wir am Ende dann auf 75 Prozent. Ha!

 

 Die GfK (Ich hab’ gegoogelt und herausbekommen, daß dies eines der größten Marktforschungsunternehmen der Welt, also eine komplett unnötige Einrichtung, ist.) hat 1027 (!) Autofahrer in deutschen Landen befragt und verkündet nun, warum auch immer, daß das Ergebnis der Umfrage repräsentativ für nicht weniger als 45,5 Millionen Pkw-Fahrer sei. MILLIONEN! Darunter machen wir es nicht…

 

 Da sind bei 50 Prozent schlappe (schlappe?) 22 750 000 Transportmittel-Rammler. Da sei Gott vor! Wenn Gott überhaupt irgendwo vor ist.

 

 Ganz nebenbei frage ich mal: Wen interessiert das? DAS wäre mal ´ne Umfrage wert.

 

 Mich interessiert ja mehr, mit wem die Führerscheinbesitzer da so auf dem (hoffentlich) abwischbaren Polstern rummachten. Mit ´ner Gespielin? Mit sich selbst (auto!)? Oder gar, und schon wieder möchte ich, daß Gott den Rummachern auf die schleimigen Finger krawummt, mit Gegenständen, die ein Auto nun mal so im Inneren zu bieten hat. Mit Auto-Innereien?

 

  

 Tschuldigung, war nur mal kurz Brechen…

 

 Ich jedenfalls steige ab heute nur noch mit Einweg-Handschuhen und Ganzkörper-Überzug in fremde Autos. Nie wieder aber in ein Taxi. Fahrende Puffs sind mir zuwider!!! Ich möchte nicht auf gebrauchten Sitzen ausglitschen… Puh!!!

 

 Und noch mal: Puh!!!!

 

 Das haben wir nun von solch bekloppten Umfragen: hygienische Bedenken.

 

 Übrigens hat die „Studie“ (So nennt es das ehemalige Bezirksorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, also die „LVZ“, wirklich!!!) in mir den Respekt vor den Frauen, der schon vorher bei mir so groß war, daß ich dachte: „Größer geht’s nimmer!“, noch mal gesteigert, denn – merket auf, ihr Jünger des vermaledeiten Liedguts – 32 Prozent der Autofahrerinnen hatten bereits Sex im Auto, wollen dies aber nicht wiederholen.

 

 Chapeau, ihr fremden Mädels!

 

 Ja, das MÜSSEN mir fremde Frauen sein, denn hätten sie eben jenen Fahr-Spaß mit mir erlebt… Ok., ich möchte hier nicht ins Detail gehen. Obwohl: Was für ein Detail…

 

 Andererseits bestätigt die Wissenschaft mir, daß 18 Prozent aller deutschen Frauen mich entweder persönlich kennen oder aber (Durch erregtes Flüstern und Wispern???) von mir gehört haben müssen. Denn eben jene 18 Prozent hatten schon mal diese Form von Lust-Spiel in der Selbstfahr-Lafette und würden es, Zitat: „…sofort wieder machen.“

 

 Yep!

 

 Was sagt uns das alles, liebreizende Gemeinde? – Richtig: Ich werde die Deppen-Zeitung alsbald abbestellen.

 

 Aber es sagt uns noch mehr: Wir alle werden nicht nur immer bekloppter gemacht, sondern man schätzt uns mittlerweile auch schon durchweg als Volltrottel ein.

 

 Ich fordere: Allen Debil-Umfragern gehört, noch ehe sie ihre „Frage“ zu Ende formuliert haben, eins auf die Omme. – Wenn man die Frager körperlich überragt. Bei Gleichgrößigkeit (Juhu, ein neues Wort!) reicht auch eins in die Fresse. Sollte aber der oder die Befragte dem personifizierten Fragezeichen im Körpermaß unterlegen sein: Ab mit der Faust in den Intimbereich.

 

 Und hinterher gleich nachfragen, ob er das schon mal erlebt hat, es noch mal erleben möchte, und wenn ja, mit wem?

 

 Ganz sicher lautet die Antwort dann:

 

Jürgen

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