7.Juni 2010


Suizid-Killer

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 wenn jemand auf dem Zahnfleisch singen kann, dann ja wohl ich. Und am vergangenen Sonnabend konnten das sogar alle, die uns in Taucha lauschten, hören.

 

 Tschuldigung…

 

 Jeder macht sich so zum Horst, wie er halt kann. Und damit genug zum Thema Politik.

 

 Denn ihr alle werdet euch fragen: Hey, wie geht es eigentlich Jürgens Terrasse? Lange nichts mehr von dieser porösen Einrichtung gehört bzw. gelesen!

 

 Zu den Fakten: Die Bauarbeiter kommen morgen … nun doch nicht. Denn eigentlich wäre morgen der D-Day gewesen: Terrassen-Abriß. Und Beginn des Terrassen-von-Grund-auf-Neubaus.

 

 Aber sie kommen halt nicht, weil sie nun doch woanders zu tun haben. Bislang lag es immer am Wetter. – Naja, mal was Neues.

 

 Nächste Woche aber … geht der Hausverwalter, der bei der Revitalisierung des Bauwerks dabeisein muß, in Urlaub. – Schön! Für ihn.

 

 Ich aber habe so weitere vier Wochen eine Terrasse, die ich nicht bepflanzen kann, da sie beim Beginn der Bauarbeiten ja „stubenrein“ sein muß, und die näßt. Untenrum. In mein Eßzimmer/Küche.

 

 Nicht immer. Aber immer öfter.

 

 Was mache ich nur verkehrt im Leben? Sollte ich an Gott glauben? – Nö, dann lieber ´ne poröse Terrasse.

 

 Andererseits hier nun mal was Positives: Im Moment sind Bauarbeiter in meiner Bude!!! Zwei Stück!!!

 

 „Warum nur, warum???“ höre ich euch wißbegierig raunen. – Weil ich reich bin.

 

 Denn neben dem Terrässchen bemiete ich noch zwei Balkone. Überfluß, dein Name ist Jürgen.

 

 Gut, diese Balkone benutze ich NIE, aber ich bezahle Miete dafür. Und sie sind dicht.

 

 Leider aber, wie die Bauaufsicht nun nach …zig Jahren festgestellt hat, an der Brüstung zu niedrig. Man könnte, wenn man denn wöllte, über diese springen. Zwar nur mit Anlauf und im Fosbury-Flop, aber dann hätte man ´ne realistische Chance, in die Tiefe zu stürzen.

 

 Ok., erst nach jahrelangem Training, aber so ein Suizid will ja geplant sein…

 

 Nun wird also die Brüstung be-geländert. Soeben! Im Moment habe ich sogar einen begeländerten und einen unbegeländerten Balkon. Und ´ne poröse Terrasse. – Vielfalt im Wohnbereich!!!

 

 Noch ist nicht ganz klar, wann Fangnetze unter den Balkonen angebracht werden. Oder Hängematten! Die sozialen sind ja jetzt außer Dienst und könnten hier wieder voll ins Berufsleben einsteigen…

 

 Am Ende dieses Tages habe ich dann zwei begeländerte Balkone, die ich nicht nutze, sowie eine immer noch poröse Terrasse, die ich zwar betreten, aber nicht bepflanzen kann. – Und in drei Wochen soll’s schneien!!!

 

 Ja!!!! Schnee!!!! Spätestens in drei Wochen!!!!!! Gaaaaaaaanz sicher!!!!!!!!!!!

 

 Ok., nur wo’s schneit, ist noch nicht raus.

 

 Ist all das dazu geeignet, meinen Bauarbeiter-Haß, den ich hier ja schon oft genug ins Nirwana herausgeschrieben habe, zu mindern? – Nein.

 

 Denn nebenan wird, wie seit Jahren, fleißig gebaut. Naja, weniger gebaut. Eigentlich nur Lärm gemacht…

 

 Lärm? Krach hoch drei!!!

 

 Sausäcke sind das!!! Elende und verfluchte!!!!!

 

 So.

 

 Bin wieder ruhig.

 

 Die Beiden, welche bei mir gerade die Balkon-Geländer auf 3,30 Meter erhöhen, sind übrigens zuvorkommend und freundlich. – Erledigen halt leider eine vollkommen sinnlose Arbeit, die vor allem eins macht: Lärm!

 

 So. Nun wißt ihr’s. Wenn ihr mal ganz allein auf einem wahnsinnig sicheren Balkon liegen möchtet – meine Adresse steht im Impressum.

 

 Und sollte jemand wirklich ganz doll lebensmüde sein – irgendwie kriegen wir den schon über die Barriere. Von Bauarbeitern lassen wir uns doch nicht den Spaß verderben…

 

 Poröse Grüße vom sich brüstenden

 

Jürgen

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