17.Mai 2010


Rouland!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 von mir werdet ihr kein Wort übers Wetter hören. Nicht eines! Nüscht!

 

 Naja, wenigstens hat es seit mindestens einer Woche nicht geschneit…

 

 In Leipzig.

 

 Das kann in Laue schon ganz anders sein…

 

 Obwohl – ich weilte ja am vergangenen Donnerstag in eben jenem Ortsteil, veredelte ihn sozusagen, und nahm nebenher den Job eines Test-Essers im Hause R. wahr.

 

 Ich sage nur Rouladen. W.s Rouladen.

 

 Halleluja!!!

 

 Ich kann nicht ALLE Rouladen beurteilen, die mein Band-Kollege an diesem Tag zuberitten und dann kredenzt hat, denn es waren überraschenderweise noch Mit-Esser am Tisch zugegen. Doch die drei (vier?) Roulädchen, die ich mir sichern konnte (und zusammen mit, naja, fünf Klößen und ca. einem Kilogramm Rotkraut der auserwähltesten Sorte runterspülte), waren – es tut mir weh, das so deutlich zu sagen – à la bonne heure.

 

 Göttliche Rouladen. Rouladen des Teufels. Pferdefleisch vom Feinsten!!! – Oder woraus diese vegetarischen Kalorienbomben auch immer gebastelt werden…

 

 Spielte W. nicht ganz erträglich die Gitarre, zupfte er nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten recht zierlich die Mandoline, malträtierte er nicht mit einer gewissen Nonchalance und dabei den einen oder anderen Ton treffend das Akkordeon, wäre er nicht ein durchaus begnadeter Lotus-Flöten-Flötist und hätte seine Stimme nicht eben jenen Reiz, der sie gegen die meine so selbstverständlich zur Zweit-Stimme degradiert, - er könnte als Rouladier seinen Weg gehen.

 

 Als Rouland!!

 

 Ganz zu schweigen von der Füllung.

 

 Und der Sauce!!!

 

 Diese Soße!!!!!

 

 Nach drei Litern, die ich mir SOFORT ex einverleibte, stieß ich kurz – nein, nicht etwa auf (Wäre schade drum!), sondern mit meinem Tischnachbarn an. Mit einem weiteren Drei-Liter-Humpen.

 

 Wir soffen uns den Tag mit Soße schön!!!

 

 Wir versoßten uns den Tag!!!

 

 Herrlich.

 

 Zwischendurch stießen wir mit den Klößen an.

 

 Klöße? – Himmelsboten!!! Gourmet-Bällchen!!!!

 

 Wann sah man mich je so zufrieden sitzen: ein bis zwei Klöße in jeder Wangentasche, auf der Zunge die eine oder andere Roulade, Rotkraut in den (wenigen) Rachen-Raum-Zwischenhöhlen und dabei immerfort Soße nachschüttend…

 

 Ein Bild für die Götter!

 

 Ein Selbstbildnis.

 

 Lieber Herr Gesangsverein, resp. lieber Herr R., ich hege seitdem Gefühle!

 

 Nein, nicht für dich… Mehr so Völle-.

 

 Aber: Es sind – seit Jahren – erstmals wieder GEFÜHLE!!!

 

 Ich fühle wieder!

 

 Kann meine Fühler wieder ausstrecken. Die Welt neu erobern! Mit über 50!!!

 

 Jetzt geht’s lohos!

 

 Sofort!

 

 Ciao!

 

 Bin dann mal weg!

 

 Flüchtige Grüße von

 

Jürgen

 

PS. Scheiße!!!! Ich passe nicht mehr durch die Tür…

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