6.April 2010


Sinnlos!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 draußen lacht sich die Sonne, welche sich all die gefühlten 20 Ost/fontszlig;es Helium. Oder ein hei size=ertage, an denen ich kinderliedernd unterwegs war, geschickt hinter den eklig-grauen Wolken versteckt hielt, ins Fäustchen.

 

 Wenn denn die Sonne überhaupt ein Fäustchen hat.

 

 Wobei EIN Fäustchen nun auch nicht gerade das Wahre ist. ´ne amputierte Sonne! Nö, ich möchte nun Gevatterin Strahlefrau nicht etwa diskriminieren, aber Denk-Anstöße sollten in unserer überaus empfindlichen Zeit ja wohl noch erlaubt sein. Denk-Anstöße, mit’m Fäustchen…

 

 Wieso heißt es eigentlich, die Sonne lache, wenn sie doch nur strahlt?

 

 Lachen alle, die strahlen? Lachen alle Feuerwehrmänner? Himmel!!! Ja, auch die Feuerwehrfrauen!!!! – Schon wieder diskriminiert…

 

 Lachen alle Neutronenbomben? Komisch, daß da niemand auf „Bombin“ besteht…

 

 „Strahlerküsse schmecken besser, Strahlerküsse schmecken gut!“ – So ein Scheiß-Werbespruch hat sich bei mir irgendwo im überaus geräumigen Hinterstübchen eingenistet. Wo ich doch so stolz darauf bin, NIE Werbung zu gucken und zu hören. Ich zappe IMMER weg. Sogar im Kino!

 

 Da drücke ich mir dann die Faust aufs Auge. Und aufs Ohr. Nicht, daß ich so ´ne große Faust hätte, die Beides abdecken könnte, nö, ich habe, ganz traditionell, zwei Fäuste. Und nicht ein Fäustchen!

 

 Trotzdem, und das ist wohl noch ein Relikt aus meiner Tausend-Tele-Tips-verseuchten Kindheit, schmecken Strahler-Küsse besser. Ok., das war dann wohl mehr die vermainzelmännchte Kindheit…

 

 Aber warum behauptete das uns alle zum Deppen machen wollende Werbevolk das? Strahler, wir alle wissen das, werden in der Schweiz die alpinen Kristall- und Mineraliensucher genannt. Was aber befähigt diese, nennen wir sie mal Bergziegen und, ja doch!, auch Bergböcke, zur geschmacklich reizvollen Kuß-Abgabe? Mineralien unter der Zunge? Kleinstkristalle im Speichel?

 

 Denn: Wer küßt, speichelt auch. Klingt jetzt nicht gerade appetitanregend, ist aber so. Die Lefzen tropfen normalerweise nur so…

 

 Die besondere Form des Kußtrainings ist bei „MelanKomiker“-Muggen immer dann zu beobachten, wenn Herr R. seine Lotus-Flöte vor der Benutzung ein-speichelt. Durchaus eklig! Dieser Speichel-Lecker! Eigen-Speichel!!!

 

 Davon sollte jeder immer ein Töpfchen mit sich rumtragen, falls einem mal die Spucke wegbleibt. Ja, TÖPFCHEN, nicht Tröpfchen.

 

 Nicht umsonst werden diejenigen, die an Speichel-Mangel leiden, als arme Tröpfchen bezeichnet.

 

 Nun gehört aber auch auf jeden Topf zumindest EIN Deckel. Sagt der Volksmund, die kleine Sau. Ja doch: der kleine Eber. - ´s wird immer schwieriger, nicht zu diskriminieren!

 

 Ich sammle ja Deckel. Und dabei läuft mir dann das Wasser im Munde zusammen. Und ich strahle! Ramme mir dabei aber, um nicht zu sabbern, eine Faust ins Schleckermäulchen (War das nicht ´ne DDR-Quark-Süß-Speise??), wobei ich mir vorstelle, wie blöd das aussieht, und darob (Was’n vernachlässigtes Wort!) lachen muß.

 

 ICH lache mir in die Faust! Ob der Vielzahl meiner Deckel. Wobei, genau betrachtet, ich ja nicht der Topf, sondern eigentlich ja der Deckel sein sollte. – Irre.

 

 Vielleicht bin ich ein armer Topf! Und merke es nicht mal. Zugespeichelt bis zum Rand…

 

 Lecker! Und umringt von Speichel-Leckern. Kleinen Leckermäulchen! Was für ein Quark.

 

 Doch ich schwoff ab. Denn draußen lacht immer noch die amputierte Sonne. Aus vollem Herzen. Sozusagen herzlich. Und blendet mich dabei. – Was wiederum erklärt, warum es „Das paßt wie die Faust aufs Auge“ heißt. Oder auch nicht. Denn es müßte ja „Das paßt wie das Fäustchen auf die Augen“ heißen.

 

 Die Welt ist voller Rätsel!

 

 Und ich bin mir selber eins!

 

 Mit sich eins sein – wenige können das von sich behaupten!

 

 Aber wer mit sich nicht eins, sondern, sagen wir mal: zwei, ist, hat ja schon die erste Stufe zur Schizophrenie erklommen.

 

 Und, und nun kommt’s, wenn die Sonne schizophren wird, hat sie auch wieder ZWEI Fäustchen, die gelbe Strahlebacke. Und dann lacht sie, wie immer speichelfrei prustend, über den heute leicht verdrehten

 

Jürgen

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