8.Mrz 2010


Pfauentag

 

Geliebte Leserin,

 

 Frauen sind die besseren Männer. So schlicht läßt sich das formulieren.

 

 Muß ja nicht stimmen. Geht aber ans Herz. Und ans Eingemachte. Was ja eigentlich das Eingekochte ist.

 

 Und wer kochte daheim ein? Muddi. Also meine.

 

 Diese Zeiten aber sind vorbei. Muddi muß nicht mehr einkochen.

 

 Keine kocht mehr ein. Außer die Soße. Und die verflüchtigt sich dabei.

 

 Wohin verflüchtigt sich eigentlich dieser Text?

 

 Hat Sandra Bullock jetzt zwei Männer? Jetzt, wo sie einen Oscar hat.

 

 Und ist das in DER (gestern mehrfach in einer ARD-Reportage so bezeichnet) USA überhaupt erlaubt, wo in DEN Vereinigten Staaten doch fast alles, was Spaß macht, verboten ist.

 

 Nun gut, zwei Männer würden mir persönlich keinen Spaß machen. Mir reicht einer…

 

 Den treffe ich heute abend in Dresden, wo wir anläßlich des Frauentags mit unserem Figuren-Theater auftreten. Habe heute auch schon mit ihm telefoniert, aber vergessen zu gratulieren. Wäre ja auch ummesunst gewesen, denn Herr R. ist ständig, um nicht zu sagen: immer, beim Friseur.

 

 Da kannste anrufen, wann du willst, W. ist (und bleibt) unter der Haube.

 

 Und das kurz vor seinem Geburtstag, den er ja immer schön im Zwei-Tage-Takt nach ´nem Feiertag plaziert. Um mir dann wiedermal alles nachzumachen. Diesmal in punkto Jugend.

 

 Denn das Gesabber übers Älterwerden steht mir bis Oberkante Unterlippe. Alles eine Frage der Haltung. Innen wie außen.

 

 Und des Drumherum.

 

 Am Sonnabend bei der gemeinsamen Mugge mit „Unicum“ und „Fiddle folk“ hier in Leipzig waren wir alle im Durchschnitt 13 Jahre alt. Also die meisten so um die gefühlten 17, ich wie immer 5.

 

 Über drei Stunden Musik, Musik, Musik, dazu noch Getränke-Faß-Pausen ohne Faß-Brausen – so ein um 19 Uhr beginnender Abend ist Hui! in den nächsten Morgen hinübergewachsen.

 

 Frauen waren auch da! Auch Frauen.

 

 Nö, keine Pferde. ´s war nämlich ein Kuppel-, nicht aber ein Koppel-Abend. Bei Letzterem treffen sich ja nicht nur Pferde, sondern auch Unterfeldwebel schnallen ab.

 

 Womit wir wieder bei den Schnallen sind, die heute gewürdigt … werden möchten.

 

 Und sollen!

 

 Nur: Von wem?

 

 Und da, liebe von der Natur Begünstigten, kann ich mal ausnahmsweise frohgemut antworten: Von mir!

 

 Ich würdige euch. Mehr als nur eines Blickes. Ich gucke ganz genau hin. Um dann er- und unbegriffen zu stöhnen: Möge jeder Tag Frauentag sein! – Vor allem für die Männer.

 

 Von denen gibt es ja ganz eklige Typen. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeh!

 

 Und denen wünsche ich Frauen an den Hals, wie sie der liebe Gott zwar nicht geplant, aber halt doch auch erschaffen hat: Giftspritzen, die als Babajaga-Double ihr Geld verdienen.

 

 Ich kenne keine solche Un-Holde.

 

 Mir liegen nur weibliche Wesen zu Füßen, die eine Vorsilbe „Un-„ noch nie gehört haben und bezweifeln, daß es eine solche gibt.

 

 Heute aber müssen sie nicht liegen, heute ist ja IHR Tag! Heute dürfen sie aufstehen. Und mich auf Händen tragen…

 

 Warum sie dabei in Richtung Müllkippe tippeln, weiß nicht mal

 

Jürgen

 

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