21.Januar 2010


Guten Appetit!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 die Frage aller Fragen im Gästebuch lautete: „Wo ist Jürgen?“

 

 Da bin ich. Und auf die Frage „Wo ißt Jürgen?“ kann ich auch gleich noch antworten. Meist daheim, oft auch auswärts, was in diesem Fall „Italiener“ oder „Spanier“ bedeutet. Der „Grieche“ fällt da leider ein bissel durch, sorry Theo. Wogegen der kleine mit Augenschlitzen versehene Mensch mich durchaus zum Sushi nötigen kann.

 

 Nix aber, und ich betone: NIX geht über VON MIR selbst zuberittene Bratkartoffeln. Mit Ei. Und Zwiebeln. Und ein bissel Wurscht!

 

 Nudeln kann ich auch!

 

 Vorigen Sonntag hatte mich sogar der Backteufel gepackt, und selbst der in diesen Tagen intensiver Probentätigkeit fürs neue Programm scheinbar bei mir wohnende Herr R. schnalzte während der Genusses meines „Kathi“-Schokokuchens anerkennend mit der Zunge.

 

 Wie das krümelte…

 

 Denn Kaffe bekommt W. bei mir zwar auch, aber nur OHNE Kuchen. ENTWEDER Kaffee ODER Kuchen. Bin ich die Heilsarmee? Oder die Haiti-Hilfe?

 

 Wenn Herr R. aber clever ist, und das ist er leider, muß er nur kurz auf’n Minütchen meinen Wohnbereich verlassen, um dann aufs Neue einzureiten. Hüh!!!

 

 Dann gibt es wieder neue Nahrung. Manchmal hebt er sich in seinen Backentaschen – und das sind riesige Backentaschen, die niemand Wangentaschen nennen würde – sogar Kuchenreste auf, die er dann, aufs Neue in mein Reich eingelassen, nach minutenlanger Einspeichelung trotzdem noch mit dem dann kredenzten Kaffee herunterspült. – Das ist nicht nur ekelig, sondern durchaus auch widerlich.

 

 Doch darüber sehe ich großzügig hinweg, denn ich habe zu warten. Auf den täglichen musikalischen Einfall, der den von mir gestärkten Leib des Herrn R. erst im Zustand einer gewissen Sättigung, dann aber um so intensiver durchzuckt. – Und schon hat das von mir getextete und komponierte Lied ein Zwischenspiel, das dem Lied nur eines tut: gut.

 

 Könnte ich Torte backen - nicht auszudenken, was mit meinen Liedern geschähe…

 

 Und so sehen wir uns derzeit halt täglich: der nimmersatte Herr R. und der nimmermüde sich hier zu Wort Meldende.

 

 Ach, ein, zwei neue Liedlein sind schon entstanden. Zwei bis drei haben wir, gekonnt wie immer, im Orbit der Lieder, die so durch die Welt schwappen, entdeckt, um sie zu mißbrauchen.

 

 Das alles muß W. nun noch auswendig lernen! Und mir dann, zur Kontrolle, auch vorsingen. Mit vollem Mund… Das krümelt schon wieder!!!

 

 Wäre da Krümel-Monster nicht ein passendes Synonym für den Diplom-Ingenieur meiner Wahl?

 

 Naja, „Monster“ – das ist vielleicht ein bissel zu … nett. Ich laß mir da mal was richtig Drastisches einfallen. ´s soll schon weh tun!

 

 Eigentlich mache ich mir fast zu viele Gedanken darüber, wie ich Herrn R. das Leben zu versüßen habe. Ich bin zu gut! – Das haben meine Eltern nun von ihrer humanistischen Erziehung. Und die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“! Ok., die ist mittlerweile verschieden.

 

 DAS ist übrigens in der Tagespresse meine Lieblings-Rubrik: „Verschiedenes“.

 

 In diesem Sinne habe ich heute auch noch Verschiedenes vor. Zum Beispiel, mich vom Besuch eines gewissen W. heute früh zu erholen. 9 Uhr, also mitten in der Nacht, zwang er mich schon, mit ihm gemeinsam Lieder zu singen…

 

 Zu Essen hat er heute aber nüscht bekommen. Deshalb lautet diesmal die wirklich wichtige Frage eindeutig: Wo ißt Waldemar?

 

 Heute auf keinen Fall bei

Jürgen

 

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