4.Januar 2010


Naturwissenschaftliches Prost!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 wo, bitte schön, kommt dieser viele Schnee her?

 

 Klar, vom Himmel. Aber: Wie kommt das weiße Giftzeug dahin???

 

 Lasset uns nachdenken.

 

 Auch wenn wir es gemeinhin erst nach ca. sieben Bieren oder mindestens einer Flasche Wein bemerken, Fakt ist: Die Erde dreht sich.

 

 Gottseidank um die Längsachse, denn sonst würden wir die ganzen süffigen Drehmomente ja verschütten…

 

 Nun dreht sich der blaue (!) Planet aber am Äquator, also dort, wo er am dicksten ist, viiiiel schneller als am Nord- oder Südpol. Während es oben und unten ja nur ein paar Meter sind, die die Schleuderkugel pro Tag zu absolvieren hat, geht es „außenrum“ richtig zur Sache.

 

 Da bleiben gerademal 24 Stunden für, ich schätze mal, mehr als 200 km! „Mehr als“ läßt übrigens nach oben alles offen und kann so falsch also nicht sein.

 

 Tja, da spricht der Naturwissenschaftler aus mir.

 

 Und wegen dieser wilden Raserei stürmt es am Äquator auch immer so doll. Wenn’s denn stürmt…

 

 Am Nord- und Südpol aber, oder laßt es mich, der Abwechslung halber, mal anders formulieren: Am Süd- und Nordpol aber herrscht fast Wind-, nicht aber Funkstille.

 

 Was bedeutet das nun?

 

 Keine Ahnung!

 

 Bis gestern. Denn gestern habe ich erstmals in diesem Jahr nachgedacht, während ich die Elche auf meiner Terrasse beobachtete, wie sie lustvoll im meterhohen Schnee tollten. Die Schweine!

 

 Sind Elche Schweine? – Dazu ein anderes Mal. Ornithologie ist (noch) nicht so mein Ding…

 

 Nun aber zu meinen Erkenntnissen: Klar ist doch, daß der Schnee, um vom Himmel fallen zu können, erstmal in selbigen hinaufgeschleudert werden muß.

 

 Logo.

 

 Wo aber schleudert es am meisten: Richtig: am Äquator.

 

 Und nicht ummesunst ist es dort so schweineheiß, denn der ganze, kühlende Schnee wird ja immerfort, gleich nach seiner Geburt - Hui! - hinauf in den Himmel zentrifugiert. Schleuder!

 

 Kein Krümelchen bleibt da, um für einigermaßen durchschnittliche Durchschnitts-Temperaturen zu sorgen, am Boden. All das kühle Weiß rast gen Orbit. Ein einziger weißer Sog.

 

 An den Polen aber bleibt die Scheiße einfach unten liegen, denn bei ca. 2,04 km/Tag kann von Flieh- oder Schleuderkräften keine Rede sein.

 

 Wir aber, wir Deppen, die irgendwo im Mittelfeld der Erde unsere (in meinem Fall undichte) Behausung aufgeschlagen haben, wir sind die Leidtragenden. Denn bei uns, wo die Drehmomente nicht mehr ausreichen, den ganzen weißen Pamps nach oben zu verfrachten, andererseits aber noch zu groß sind, die Flockenpest für immer am Boden zu fixieren, bei uns gibt es dieses Mal-so-mal-so.

 

 Mal schneit der ganze Kladderadatsch von oben runter und belästigt die Autofahrer, mal zutscht es ihn wieder, in Tropfenform, gen Himmel. Der Wissenschaft Abholde vermeinen dann, es taue.

 

 Lächerlich!

 

 Was also tun?

 

 Mehr saufen! Denn dann gibt es, wie wir alle wissen, mehr Umdrehungen. Und je schneller die ganze Chose sich dreht, um so mehr wird der weiße Tod wieder dorthin geschleudert, wo er hingehört: ins Nirwana.

 

 In diesem Sinne habe ich heute zwiefach Gutes getan: Erstens, euch wiedermal ein bissel die Welt erklärt, und zweitens, euch und mir einen durchaus vernünftigen Grund zum Saufen gegeben.

 

 Soviel Gutes kommt nie von oben, sondern immer nur von

 

Jürgen

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