29.November 2009


Schürfwunde!!!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 heute darf ich mal keinen Namen nennen. Besser gesagt: Ich darf DEN Namen nicht nennen. Hat derjenige mir verboten. Ausdrücklich!

 

 Himmel!! – Aber gut: Ich halte mich dran.

 

 Diesmal wird nicht verraten, um wen es geht! Ich sage bzw. schreibe nichts!! NIX!!!

 

 Ich kann nämlich, wenn es sein muß, auch schweigen. Bzw. schreigen. Schreigen bedeutet in diesem Fall „Nicht schreiben“. Mein Gott, nebenbei erfinde ich auch noch tolle neue Wörter. Trotz all der Ungemach, die mir widerfährt…

 

 Und all das Leid, das mir beispielsweise gestern zugefügt wurde, hat einen Namen.

 

 Ok., darf ich hier leider nicht nennen…

 

 Jedenfalls, der … fuhr doch tatsächlich gestern mit seinem rückwärts gegen mein Auto. Schürf! Rumms!! Krach-bumm!!!

 

 Zumindest aber: Schleif!

 

 Während ich im Veranstaltungssaal Vorbereitungen für die abendliche „MelanKomiker“-Darbietung traf, wurde auf dem Parkplatz mein güldenes Gefährt …, na, nennen wir’s: ruiniert.

 

 Und zwar von: ….ja, schon gut. ICH SAGE NICHTS!!!!

 

 Der, nennen wir ihn mal „Täter“, meinte, nachdem er seine Untat gestanden hatte – wohlwissend, daß ich ihm sowieso auf die Schliche gekommen wäre – er hätte sogar die Pieps-Warntöne beim Rückwärtsfahren gehört, aber nicht recht dran glauben können.

 

 Kaum zu glauben!

 

 Und nun ist mein neues Auto Schrott! Kann ich wegschmeißen!! Naja, zumindest hat es einen Riß! Ok., ´ne Schramme. Ein Schrämmchen. Ein Schrümm… ´n Schrömm.

 

 Ihr wißt ja, daß mich neben Schönheit und Jugendlichkeit vor allem eins auszeichnet: Toleranz! Die Ermordung des Täters durch mich wäre in diesem Fall schweren Rowdytums vom Grundgesetz durchaus gedeckt gewesen und vom Bundespräsidenten bestimmt mit einem „Recht so, das nenn’ ich Zivilcourage!“ gewürdigt worden.

 

 Doch ich wollte kein Blut in der Nähe meines demolierten Wagens… Mit dem ich übrigens 20 Minuten vor seiner Schändung noch in der Waschanlage war! Damit man das Ausmaß der Zerstörung dann auch RICHTIG sehen kann…

 

 Das Auto GLÄNZTE dermaßen, daß es nicht, nie und nimmer zu übersehen war. Es strahlte regelrecht. Es strahlte, parkte, und beim Täter piepste es. Er aber … rammte!!!!

 

 Gut, ich habe ihm mittlerweile großzügig verziehen. Verbal. – Mental sinne ich auf Rache!

 

 Eigentlich hatte ich vor, ihn mit seinem Verbrechen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Ich wollte den Schurken outen und andere vor dem Gewalttäter warnen. Dann aber flehte er mich an, dies nicht zu tun. Und ich, ihr wißt es, bin eben zu gut für diese Welt…

  

 Morgen kaufe ich erstmal Pflaster für mein Auto. Damit es nicht ausblutet. Dann harre ich der Dinge, die der Täter mit einer Meldung bei seiner Versicherung in Gang gesetzt hat.

 

 Wie aber soll ich jetzt weiterleben und vor allem -musizieren? Mit einem Kriminellen in der Band!!! Und ICH bin es nicht. Es ist nämlich … Nee, ich halte mein Versprechen.

 

 Schweigsame Grüße von

 

Jürgen

 

 PS. Im Verhältnis zu Herrn R. gibt es derzeit leichte Spannungen. Ich darf hier aber nicht darüber schreiben, wieso.

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