26.September 2009


Heil, Jürgen!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich habe versagt. Ja, ich weiß, daß sich das niemand von euch vorstellen kann, aber ich neige halt zur Ehrlichkeit.

 

 Fakt ist aber auch: Jeder andere wäre tot!! Ich dagegen arbeite an meinem Comeback!!

 

 Alle Wanzlebener, die uns gestern sehnsüchtig erwartet und, was nicht selbstverständlich ist, auch schon alle Karten fürs Event aufgekauft hatten, seien hiermit erstmal um Vergebung gebeten. Aber es ging wirklich nicht.

 

 Es war ein auf den Finger bezogenes „Ruckedikuh, Blut ist im Schuh!“, um mal ein bissel in den Cinderella-Slang zu verfallen.

 

 Noch am Freitagmorgen war ich guten Mutes, löste nach eineinhalbtätiger Heil-Zeit den Fingerverband, griff zum Gitärrchen und … jaulte auf. Nein, damit meine ich nicht, wie Herr R. natürlich sofort vermuten würde, meinen Gesang, sondern es war ein Schmerzens-Schrei.

 

 Gut, die meisten von euch sind sicher der Meinung, auch damit ließe sich mühelos ein anspruchsvoller Abend im Kreis mir geneigter Zuhörer füllen, doch ich steh’ auf 1-A-Qualität.

 

 Wenn ich jaule, möchte ich dazu auch meine drei Gitarren-Griffe fehlerfrei präsentieren können: C-Dur, e-Moll UND G-Dur. Für nächste Woche hatte ich F-Dur geplant…

 

 Kann ich nun leider vergessen, denn ich werde wieder bei e-Moll anfangen müssen. Wenn mein Fingerküppchen es denn im nächsten Jahrzehnt irgendwann zuläßt.

 

 Scheiße!

 

 Und kein „Sorry!“!

 

 Für W. bedeutet mein Malheur ein freies Wochenende. Und er geniest es sicher. Ganz sicher. Wird sich wohl Plattenaufnahmen mit meinem genialen Finger-Picking anhören. Ja, da treten schon nach Stunden Entzugs-Erscheinungen auf. Kann ich gut verstehen…

 

 Also noch mal nach Wanzleben und vor allem an Frau Kottisch, die alles bestens organisiert und vorbereitet hatte: Es tut mir soooooooooooooooooo leid. Aber es ging nicht!

 

 Hoffentlich duzen wir uns auch weiterhin…

 

 So. Jetzt muß ich ein bissel googeln. Mal gucken, wo’s neue Ringfinger gibt. Meinetwegen auch gebrauchte. Aber ohne Quetschungen!

 

 Herr W. hat da übrigens einen recht brauchbaren an der linken Hand.

 

 ´n scharfes Messer hätte ich…

 

 Gemach, Gemeinde! Ein (erstmals) zu Herrn R.s Lasten gehender Scherz. Und ein geschmackloser dazu.

 

Kommt wieder vor!

 

 Bis dahin aber kümmere ich mich um mein Heilen und befehle hiermit:

 

Heil, Jürgen!

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