5.August 2009


Besetzt!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich gemahne zur Vorsicht! Vor allem verbal! Von wegen: „Mir fällt zuhause das Dach auf den Kopf…“

 

 Mein Gott!

 

 Und dann passiert genau das dem Pfarrer in der eigenen Kirche… (Klick!)

 

 Herr im Himmel!

 

 Nur gut, daß ich nur an W. glaube. Mein sogenannter Weh-Glaube. Oh W.!

 

 Obwohl, ich glaube ja nicht an Herrn R., den ich hier manchmal anbiedernd „W.“ benamse, sondern ich glaube an mich! Und meinen guten Einfluß auf W.!

 

 Das ist euch zu kompliziert? Ja, mir auch. Herrn R. sowieso.

 

 Trotzdem werde ich ihn, samt Gemahlin, um nicht zu schreiben: samt samtener Samt-Gemahlin, am Sonntag aufs Terrässchen einladen. Auf daß auf Teufel komm raus gegrillt werde.  Definitiv fällt uns dabei nicht das Dach auf den Kopf, denn in dem Fall stimmt „Wo wir sind, ist oben!“, aber der Teufel könnte natürlich durchaus raus kommen. Die Socke!

 

 An den wiederum glaube ich auch nicht, so daß ich hier verkünden kann: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

 

 Doch warum wird der Rost aller Roste erst am Sonntag in den Glühzustand versetzt? – Weil nicht nur meine Terrasse, sondern auch meine Wohnung derzeit besetzt ist!

 

 Von – und nun haltet euch fest – Handwerkern.

 

Jetzt machen sie auch schon drinnen Krach! Direkt neben mir! Teilweise auf meinem Schoß!!!

 

 Halt, da ging die Phantasie mit mir durch. Und wie! Denn ich mag gar keine Kerle auf meinem Schoß! Da bin ich mir mit meinem Schoß einig. Und mit Gunther Schoß!

 

 Schon Hauff/Henkler, die alten Wuchtbrummen, wußten ein Lied davon zu singen: „Im Leben, im Leheben geht mancher Schoß daneheben!“ Friede ihrer Asche! Oder in welchem Aggregatzustand (Ein feines Synonym für „Heim“!) sie sich gerade befinden mögen…

 

 Doch zurück zur Lärmzentrale. Also in meine Wohnung. Draußen rattattert es wie immer seit 6.30 Uhr von zwei Baustellen. – Normal.

 

 Auf dem Nachbargrundstück wird … Laub gesaugt! Klingt geil, ist aber nur – schweinelaut!

 

 Und auf meiner Terrasse sind Dachdecker dabei, Fliesen zu zertrümmern, um Abflüsse zu erneuern. Sie sind nett und machen das gut. Also die Dachdecker. Ich krendenzte wohlgemut Kaffee.

 

 Ja, auch für die Maler. Denn die haben zwei weitere wassergeschädigte Zimmer in Belagerung genommen, mörteln dort erstmal die zum Trocknen aufgewumste Decke wieder zu, enttapezieren dann, um anschließend neu zu tapazieren.

 

 Warum heißt das eigentlich „tapezieren“ und nicht „tapetieren“? Es kommt doch wohl von „Tapete“ und nicht von „Tapeze“!

 

 Schon wieder ein neues Problem, das ich allerdings hier im Zentrum der Macht, pardon, des Lärms, heute nicht mehr lösen kann. Das bedarf Ruhe. Und die kriegste in Leipzig-Gohlis nur von 23 bis 6 Uhr. Und selbst da bestätigen Ausnahmen die Regel…

 

 Es müßte eigentlich „tapetieren“ heißen!

 

 Was ist da bloß verkehrt gelaufen?

 

 Ich werde gleich mal den Maler fragen!

 

 -

 

 Scheiße! Bei dem Lärm hier versteht der mich einfach nicht…

 

 Keiner ver-steht mich!!! Das sollte mich ver-legen machen. Geht aber nicht, denn dann müßten mich ja die Fußbodenleger beiseite räumen. Und auch die werden bald hier einreiten…

 

 Im Blaumann und total ernüchtert grüßt euch euer Ruhepol

 

Jürgen

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