13.Juli 2009


„Lawanzen“ – Das wär’s gewesen!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich glaube, wir sind alle viel zu leichtgläubig, ja medienhörig. Und ich glaube: ES GIBT SIE GAR NICHT!

 

 Denn: Wo waren sie denn bislang? Wo kommen sie mit einem Mal her? Wohin werden sie (nach der Sommerpause der Fußball-Bundesliga) wieder verschwinden???

 

 Richtig: Mir geht es heute um die Uiguren!

 

 Aus dem Nichts in die Weltpresse katapultiert!

 

 Wie gesagt, ich kann mich irren, aber ich vermeine, daß das alles eine riesengroße Ente ist, die in den Redaktionsstuben der verzweifelt den Fall ins Sommerloch abbremsen wollenden Boulevard-Redakteure („Focus“? – Fuck! Fuck! Fuck!) ausgebrütet wurde.

 

 „Ey, Boris rammelt nur noch im Rahmen seiner Kurz-Ehe, so ´ne richtig schöne Massen-Karambolage auf der Autobahn mit ein paar Toten und – was sich medientechnisch viel besser macht – verstümmelten Schwerverletzten hatten wir auch schon seit drei Tagen nicht: Wir müssen was tun!“ – Und so wurde halt ein unterdrückter Volksstamm in die Medienwelt der Bekloppten und Bescheuerten (Urherberrecht bei Dietmar) „gezaubert“.

 

 Die Frage war nur: Wie nennen wir die Mischpoke?

 

 Viel sprach für „Lawanzen“! Ja, eigentlich sprach alles für „Lawanzen“!!

 

 „Die Lawanzen werden unterdrückt!“ – Das wäre es eigentlich gewesen.

 

 Aber da war „Der Kapitän vom Tenkesberg“ vor. Denn in jener meine Kindheit (also die Jetzt-Zeit) prägenden ungarischen TV-Serie, die, wie ich soeben ergoogelte 1965 erstmals im DDR-Fernsehen ausgestrahlt wurde und mich somit als Jungpionier ereilte, wurden … die Lawanzen bekämpft.

 

 „Scheiße, die Lawanzen gab es schon mal!“ schallte es beim Brainstorming durch die Redaktionsstuben, in denen die wahren Schurken dieser Welt hocken.

 

 „Dann laß sie uns ‚Ostdeutsche’ nennen!“ juxte der wohl einzig Intelligente in der Journalisten-Runde und hatte damit aber weder seine Kollegen noch die Lacher auf seiner Seite, denn das überforderte deren IQ… Also nicht den der Lacher, sondern den Ersterer.

 

 Nur Uwe Steimle stimmte dafür, war aber gar nicht gefragt worden.

 

 „Scheiße, wie benamsen wir denn nun die Truppe?“ hilfloste ein BLÖD-Redakteur, denn mehr als zwei Ideen passen in die Birne eines solchen nicht hinein.

 

 „Ui, ui, ui…“ tönte es da leicht verzweifelt aus den anderen Brainstormern. Hatte was von einem leisen Gurren.

 

 Und da kam einem von den eigentlich mit einem Berufs-Ethos behaftet sein Müssenden jener einzelne Gedanke, für den er sein jährliches Salär erhält: „Ui…gurren! – Ey, das isses!“

 

 War’s dann aber doch nicht, denn einen Doppelkonsonanten wollten die Meinungs-Grenadiere dem Mob, also uns, nicht zumuten.

 

 So sind es denn die „Uiguren“ geworden. An sich eine feine Sache.

 

 Aber halt – höchstwahrscheinlich – nicht wahr!

 

 Wer kennt einen Uiguren? Bitte, wer?

 

 Wer waren die ca. 50 sogenannten Uiguren, die am Sonnabend in BERLIN demonstriert haben sollen? Hallo, am Sonnabend war in Leipzig CSD, da wurden einfach ein paar bunte Hunde auf der Durchreise gefilmt!

 

 Selbst Herr R. kennt keinen Uiguren! Nicht mal ein Uiguren-Kind!! Und Herr R. ist, wie ich auf sein Geheiß hin hier wiedermal erwähnen soll, Diplom-Ingenieur für Maschinenbau!!!

 

 Noch Fragen?

 

 Ich habe nur Antworten.

 

 Vielleicht tue (Was für ein Deutsch!) ich ja allen Uiguren sowie einem oder zwei Journalisten auf dieser Welt unrecht. Vielleicht gibt es sie ja wirklich, diese Lawanz…, äh, Uiguren.

 

 Aber mal ehrlich, das hat man ja von der Mondlandung, der Erd-Erwärmung, Dieter Bohlen, einer Frau als Kanzlerin und der Vogel-Grippe auch geglaubt. Und das alles findet sich nun bei den Chinesen auf dem Teller wieder. Als Ente.

 

 Obwohl: Chinesen und Uiguren – da war doch was…?

 

 Doch das kontere ich clever mit einer alten Journalisten-Wahrheit: Ente gut, alles gut!

 

 Unwissende Grüße vom Lawanzen

 

Jürgen

 

 PS. Lese gerade bei Wikipedia, daß die Uiguren zu den ältesten Turk-Völkern gehören sollen. Bedarf es noch eines Beweises: Alles geturkt!

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