6.Juli 2009


Ach du lieber Gerald!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 meinte doch Herr R. letztens, leger neben mir im Auto lümmelnd und so dem Ort unserer musikalischen Offenbarung entgegen-“fliegend“: „Wir haben den ‚King of Pop’ überlebt!“

 

 „Und den ‚King of Rock’n’ Roll'!" ergänzte ich bescheiden. – Und dann haben wir herzlich geschmunzelt.

 

 Dabei ist es gar nicht schön zu wissen, daß Roy Black und Rex Gildo nicht mehr unter uns weilen. – Obwohl: Gerade jetzt erst weilen sie „unter uns“ - wenn wir ihre Grabstätten abschreiten. Das ist durchaus pietätlos, aber wahr.

 

 Rex und Roy – wenn Gott sich einen Spaß gemacht hat, sind sie im Hunde-Himmel gelandet! Bei DEN Namen. Und wenn ein gewisser W. Pech hat und vom auf der Wolke 7 Thronenden nur in der Koseform angesprochen wird, sind sie dort irgendwann zu dritt. Mit all den anderen Hunden.

 

 Wobei ich hiermit gaaaaanz laut bete, daß W. erst in ca. 300 Jahren abberufen wird. Also ein Jahr nach meinem Dahinscheiden…

 

 Die sterben aber auch wie die Fliegen, diese Musik-Größen! Da nützt es den Herrschaften nix, daß sie ein Leben lang auf ihre Gesundheit geachtet haben. NIE UND NIMMER wurden da verunreinigte Drogen genommen. Immer alles vom Feinsten! Und jedesmal ´ne niegelnagelneue Spritze… Selbst für den zweiten Schuß in der Stunde. IMMER ein neues Kanülchen. Mehr kann man wirklich nicht machen!

 

 Und was hat diese ganze Vorsicht, dieser sorgsame Umgang mit dem EINEN Leben, das uns Gerald (oder wie auch immer Gott von seiner Mama mit Vornamen bestückt wurde) nun mal nur gegeben hat, genutzt: Nüscht. Sie sind hin. Futsch. Trotz ihrer ganzen Asche hieß es ziemlich früh: Asche zu Asche.

 

 Ich bin mir mittlerweile sicher, daß er Gerald heißt.

 

 Gerald Gott.

 

 Das hat noch keiner rausbekommen! Nur ich! Ach du lieber Gerald!

 

 Behaltet es aber bitte noch eine Weile für euch. Das soll unser süßes Geheimnis sein! Jedem, der schweigen kann, biete ich eine kostenlose Portion Geraldenspeise an. Mit Vanillesauce. Gratis.

 

 Viele von euch meinten ja bislang, der Schlingel, welcher einst aus einer Laune heraus die Welt zusammenbuk bzw. -backte, hätte einen Vornamen, der mit „J“ anfängt… Im Berliner Raum hörte ich des öfteren Leute „Mein Jott!“ rufen, wenn sie meiner ansichtig wurden.

 

 Ich aber, bescheiden wie immer, flüsterte dann – leise und nur für mich selbst hörbar, um das Geheimnis nicht preis zu geben: „Gerald…“

 

 Wen werden Herr R. und ich noch überleben? Wir haben da schon mal eine Liste aufgestellt, die ihr unter www.gerald.gott.komm einsehen könnt. Braucht ihr aber ein Paßwort zu. Und das verrate ich nicht so ohne weiteres. Nur ein kleiner Tip: Fängt mit „G“ an…

  

 Mit einem lockeren „Grüß Gerald!“ empfiehlt sich einer der beiden Überlebenden, nämlich

 

J.

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