7.Mai 2009


…ein bißchen wie Sterben

  

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 heute heißt es Abschied nehmen. Ciao! Adieu! Bye bye! Arrividerci! Adios! Do swidanja! Hachtschachmaldach (Oder so…)!

 

 Ja, da kann wohl kaum einer von euch die Tränen zurückhalten. Wie auch? Denn ICH bin es, der von euch geht! Man, tut das weh!

 

 Was wird nach mir kommen? – Vieles ist möglich… Doch bitte nicht eine Kolumne, die sich „W.s Welt“ betitelt. Oder gar „Mein Laue“.

 

 Das möchtet ihr vielleicht, aber ICH möchte das nicht! Und hier wird immer noch gemacht, was ich schreibe!

 

 Für euch aber bleibt die bange, ja zaghaft vorgebrachte Frage: Wie weiter? Ohne IHN… Ach was, ohne IHN!

 

 Doch da, ihr von mir wirklich mal heiß, mal platonisch Geliebten, kann ich euch erstmals auch nicht weiterhelfen. Da müßt ihr durch. Da hilft kein Jammern und kein Klagen…

 

 Ob es Hoffnung gibt? – Eher nicht.

 

 Denn es mag der nächste Freitag oder gar der nächste Samstag kommen – es wird für euch ein Freitag und ein Samstag ohne mich sein. „Der Sonntag und der Montag…?“ fragen hoffend eure bangen Blicke. – Nö. Sorry.

 

 „Aber gewiß der Dienstag…? Du kannst uns doch keinen Dienstag ohne dich zumuten, Jürgi, Jürgelchen, Prinz!“ – Doch, ich kann.

 

 Und nun hört bitte auf, euch Hoffnungen auf den Mittwoch oder gar den Donnerstag zu machen. Sie wären vergebens.

 

 Denn: Mich gibt es ab heute nicht mehr! Ich bin dann mal weg.

 

 Gut, nur für eine Woche und auch nicht aus der Welt, sondern nur mit ein paar Squash-Freundinnen und –Freunden auf Malle, aber weg ist weg.

 

 Herr R., beispielsweise weiß nicht aus noch ein!

 

 Behaupte ich mal. Der Sack gibt ja sowas nicht zu. Aber am Telefon klang seine Stimme doch sehr brüchig.

 

 Also wie immer.

 

 Das werde ich nächsten Freitag gleich überprüfen, denn kaum daß mich an diesem Tag um 10 Uhr der Flieger über Leipzig abgeworfen hat, werde ich zu einer Kinder-Veranstaltung eilen, dort dem Gesang frönen und Heranwachsenden so einen Sinn im Leben geben, dann aber bitte ich W. zu mir ins Gefährt, und ab geht es in die Bischheimer Kulturmühle zur „Damenwahl“.

 

 Naja, mal ehrlich. Es wird nicht gleich abgehen. Ich kenne doch Herrn R.! Erst diese mir mittlerweile etwas peinlichen, aber halt schon Tradition gewordenen Zungenküsse bis tief in den Rachen, und dann, dessen bin ich mir gewiß, das eine oder andere Begrüßungsgeschenk.

 

 Ok., da ging jetzt der Scherzbold mit mir durch. W. und ich küssen NIE Zunge. Aber meine Stirn biete ich ihm schon feil, und er saugt sich regelmäßig daran fest. Minutenlang!!!

 

 Jedenfalls kommt mir das so vor.

 

 Was ihr in der Woche ohne mich anstellen sollt, ist mir, ebenso wie euch, ein Rätsel. Schreibt mir einfach. Oder ruft W. an, um weitere CDs von uns zu ordern. Oder ruft gar mich an. Im Ausland! Das wird richtig teuer.

 

 Obwohl – Malle und Ausland? Andererseits: Wo ich bin, ist auch Ausland.

 

 Was ich dort so erlebte, ob ich eingebürgert wurde, wie es mir als spanischer Nationalheld so geht und was das für ein Gefühl ist, in den spanischen Charts ganz oben zu stehen – ja, ich werde später davon berichten.

 

 Am meisten aber freue ich mich auf die Insel-Frauen: die Malle-Diven!

 

 Diverse Grüße und ein gehauchtes „Olé!“ von

 

Jürgen

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