28.April 2009


Ferkel-Fieber

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es ist ja nur ein kurzer Schritt von der Schweinerippe zur Schweinegrippe. Nicht aber für mich, da ich der Schweinerippe relativ abhold bin.

 

 Keiner nennt mich Jack! Ich bin kein Ripper. Nicht mal im Underware-Bereich.

 

 Wahrscheinlich gab es in der Kriminal-Geschichte den brüsk tötenden Jack sowie den auf etwas feingeistigere Art fürs Dahinscheiden sorgenden Jack, den Fein-Ripper.

 

 Beide aber waren Schweine. Also Männer.

 

 In meiner manchmal nicht ganz feinen Alltags-Sprache neige ich ab und an zu überzogenen Formulierungen, spreche vom Schweine-Hunger, von der Schweine-Hitze, nie aber vom Schweine-System. Von einer Schweine-Grippe habe ich bestimmt auch schon mal bettens darniederliegend gebrabbelt. Ohne Mundschutz. Welch Leichtsinn!

 

 Alles aber kommt, wie immer, von zuviel Sex. Die Vogelgrippe damals vögelte sich von Asien aus heran. Und was in Mexico in punkto Lustgewinn für Schweinereien auf der Tagesordnung stehen – keine Ahnung. Mir schwant aber etwas von Sombrero-Sex oder anderen widerwärtigen Abartigkeiten.

 

 Ich ziehe mir zum Kopulieren NIE einen Sombrero über. Nie!

 

 Der wäre ja a) zu klein (Ha!), und b) mag W. keine Ver-Hütung meinerseits. Verstehe einer diesen Mann!

 

 Vielleicht ist aber der Begriff Schweine-Grippe zu allgemein gefaßt. Ist es die Sau-Grippe oder die Eber-Grippe? Müssen wir nun Eberswalde meiden? Oder gar alle Sau-Preußen?

 

 Nie wieder Sau-fen? Nie wieder Kartoffelbrei und L-Eber?

 

 Keine Ahnung, was wirklich hilft. Ich mache morgen erstmal einen Ausflug ins Ländliche, schleiche mich in ´nen Schweinestall, schnappe mir ein Ferkel und kuschle. Ums Immunsystemchen zu stärken.

 

 Die Begriffe „Schweinestall“ und „Ferkel“, fällt mir gerade auf, fielen im Laufe meines langen, langen Lebens übrigens meist im Inneren meiner jeweiligen Behausung. Sollte mir das zu denken geben? Nein! Denn ich denke ja schon.

 

 Und zwar daran, was noch alles auf uns wartet. Die Giraffen-Pest? Die Zebra-Haut? Das Nacktmull-Ekzem?

 

 Alles feine Sachen, die sich in die alltäglichen Schweinereien integrieren lassen. Und die – hoffentlich! – ansteckend sind.

 

 Wir als MelanKomiker sind ja extrem ansteckend. Schon durch diesen irren Humor.

 

 In dem einen oder anderen Lied.

 

 Ok., in dem einen.

 

 Aber immerhin. DAGEGEN kann sich keiner schützen. Jedenfalls nicht mit Mundschutz. Höchstens mit Ohren-Schutz! Beim Bäcker einfach zwei Schweins-Ohren kaufen und sich diese über die Muscheln tackern.

 

 Dann passiert nichts, und ihr könnt frohlocken: Schwein gehabt!

 

 Und schon wird’s wieder gefährlich. Das Leben ist und bleibt ein Stall. Und wir aus Ostdeutschland wissen, dank Pavel Kortschagins, besser als jeder in „Freiheit“ Geborene, wie der Stall gehärtet wurde.

 

 Mein Gott, was böten sich da, wäre ich nicht so anständig erzogen (Und hier mal einen ausdrücklichen Dank an meine Eltern!), wie ich nun mal bin, für tolle Verballhornungen an. Ich raune hier nur mal „Hosenstahl“. Ha! Aber nein! Solcherlei Scherze sind mir zu schweinisch. Die verkneife ich mir. Schweren Herzens. Aber leichter Rippe.

 

 Ja, nun seid ihr alle stolz auf mich. Ich ja sowieso. Nur Herr R. zickt wieder ein bissel. Zicken-Grippe?

 

 Zickzackfahrend grüßt als Schweinchen Dünn der

 

Jürgen

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