19.Dezember 2008


Klarmachen zur Wende!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 nun ist es bald soweit! Was haben wir uns alle nach diesem Tag gesehnt, Wünsche, Hoffnungen und durchaus intime Ahnungen damit verbunden, gehofft, daß das sagenumwobene Datum endlich im Adventskalenderchen erscheinen möge, und immer waren es noch Monate, dann Wochen, ehe sich unser orgiastisches „Heute!!!“ Bahn brechen konnte.

 

 Doch Gemach, Jünger und Jüngerinnen des Glücks! Die letzten beiden Tage halten wir auch noch aus! Nur noch zwei!!! Jippie!!

 

 ÜBERMORGEN IST ES SOWEIT!!!!!!!!!!

 

 Ich selbst mache vor Aufregung schon seit geraumen Zeit kein Auge mehr zu, dämmere, nur die Pupillen ins Kopf-Innere gewendet, offen Auges (Herr R. meinte, es sähe scheiße aus, fotografierte mich und stellte diese Fotos unter www.glasauge.com ins Netz, die Sau!) durch die Nächte, um den Moment der Momente nicht zu verpassen! Den Tag der Tage!

 

 Und der Sonntagmorgen wird mich dann für alles entschädigen. Ich werde – endlich wieder – tief durchatmen, mich seit langem erstmals so RICHTIG strecken und dabei dermaßen stöhnen, daß die Nachbarn Damenbesuch in meinen 48 Wänden zu erahnen meinen, und dann, Freunde des entgeistigten Liedguts, wird das Wort der Worte über meine nicht aufgespritzten, nichtsdestotrotz aber vollen Lippen scharwenzeln:

 

 „ENDLICH!“

 

 Und vielleicht schiebe ich noch ein „Halleluja!“ oder aber ein durchgeistigtes „Wow!“ nach? Wer weiß schon, wozu er fähig ist, wenn die Ekstase ihn schier im Bad der Glückshormone zu ertränken scheint?

 

 Ich weiß vieles! Doch DAS weiß ich nicht!

 

 Doch die zwei Tage bis dahin können wir durchaus noch harrend verbringen, um dann alle zu wissen. Jeder für sich. Und ich für alle.

 

 Also, Liebhaber hoher Stirnen und des gepflegten Bauchansatzes: Haltet aus! Bald ist es geschafft! Samstagnacht – die Nacht der Nächte!!

 

 Verdammt möge sie sein!

 

 Denn sie ist die längste, die das Jahr zu bieten hat. Ab Sonntag aber geht es bergauf, werden die Tage wieder länger, bevölkern sich so langsam die Biergärten, lustwandeln wir wieder stundenlang in blütenduftgeschwängerten Parks, machen wir uns, nur ein kleines Deckchen sowie ein noch kleineres Buch unterm Arm, auf gen See, um in freier Natur dem Bade zu frönen, liebkosen wir wiedermal in aller Öffentlichkeit das uns am nächsten stehende Geschöpf – wahlweise Partnerin, Partner, Hund, Katze oder (in Ausnahmefällen) Maus, verlassen die Hütte nur noch mit Sonnenschutzfaktor 50 auf der Haut und schwitzen uns - der eine mehr, die andere weniger - durch den Tag!

 

 Wintersonnenwende! Komm endlich, du Sack!

 

 Obwohl: DIE Sonnenwende – die Säckin?

 

 Aber ihr, die ihr nun erwartet, daß ich dieses linguistische Problem für euch löse, seiet enttäuscht! Ich werde gar nüscht tun! Nada!

 

 Erst wenn ab Sonntag der Sommer samt der niemals verglimmenden Sonnenstrahlen auf uns hereinprasselt, wenn wir sie genießen, die berühmten „Weißen Nächte“, dann wird auch er wieder aktiv:

 

 Euer fast schon gewendeter

 

Jürgen

 

 PS. Und übrigens: Wie jedes Jahr kann mich Weihnachten auch dieses Mal gern haben! Hoffentlich tut sie’s auch wieder, das Luder: Waltraud Weihnachten! – Ein Prachtmädel…

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