20.August 2008


Überall ist Waldemar…

  

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich war verschollen! Und wurde gerettet. Von Waldemar!! Überall ist Waldemar!!!

 

 Selbst in der einstigen DDR-, und nun gar Deutschland-Hauptstadt Berlin.

 

 Dort nämlich sagte sich mein Auto, mitten auf einer Straße im Zentrum der Regierungsmetropole, „Ich laß mich nicht mehr länger verkuppeln!“ und gab auf. Ja, auch seinen Geist.

 

 Mir ging das a) auf den Selbigen und b) ziemlich nahe, denn es war schon seeeehr peinlich, mitten in der City der City verloren neben einem von außen scheinbar intaktem Auto zu stehen und anderen Verkehrsteilnehmern per hilflosem Gestikulieren klarzumachen, daß sie mich nebst der Selbstfahrlafette doch bitte locker per Schwenk umfahren sollten…

 

 Doch Hilfe nahte. Vom ADAC. Nach 90 Minuten! Und die Hilfe sprach mit leicht polnischem Akzent. „Bringen wir gleich auf Schrottplatz, das Auto!“ – Polnischer Humor…

 

 Ha.

 

 Dann aber wurde das Vehikel doch verladen und gen Intensivstation verfrachtet. Und in der Beifahrerposition verriet mir der gelbe Engel seinen Vornamen: Waldemar.

 

 Uuuunglaublich. Noch nicht tot – und schon re-inkarniert! Nur um MIR zu helfen!!!

 

 Hier muß mal erwähnt werden, daß ich Herrn R. ja wirklich für eine Seele von Mensch halte. Nennen wir ihn ruhig einen Engel. Aber in diesem speziellen Fall hat er sich wahrlich selbst übertroffen.

 

 Übrigens: Manchmal heuchle ich auch gewaltig, um weiterem Unheil vorzubeugen…

 

 Sei es, wie es sei: Am nächsten Tag wurde das Autochen von der Intensiv-Station direkt ins Leben entlassen. Gegen Geld natürlich.

 

 Die Rechnung aber ist bereits gen W. unterwegs. Per Einschreiben. Nicht daß er dann wieder behauptet, von Nichts etwas zu wissen.

 

 Der polnische W. meinte übrigens zum Abschied: „Wenn du wollen Auto verkaufen – hier ist meine Karte. Immer zuerst an mich!“ Tja, die Gene…

 

 Ich aber verkloppe die Karre, wenn sie denn einstmals endgültig im Navigator „Ewige Jagdgründe“ angegeben hat, natürlich an den echten W.

 

 Und lasse ihn dabei herzlich bluten. Es wird und soll Herzblut fließen.

 

 Schon weil er mich mitten in Berlin eineinhalb Stunden warten ließ.

 

 Was da alles hätte passieren können! Man stelle sich vor, Frau Merkel wäre vorbeigekommen, hätte mir Hilfe angeboten und ich hätte vor Lachen nicht antworten können, weil ich (natürlich) auch in dieser gelungenen Verkleidung einen wahren Waldemar vermutet hätte. Waldemar Merkel!

 

 Verlachen einer Kanzlerin! Darauf steht, glaube ich, abkanzeln. – Ui, gerade nochmal Schwein gehabt. Und dabei froh, kein Muslime zu sein, denn die können ja kein Schwein  haben. Dürfen und wollen das auch nicht.

 

 Ob sie sich Waldemar nennen dürfen, erforscht für euch demnächst

 

Jürgen

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