5.August 2008


Florian im OP

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 das geht nun aber wirklich zu weit! Nicht mal ein „Bis hierher und nicht weiter!“ kann ich da noch akzeptieren. Können sich die Reichen denn jetzt alles erlauben? Ich finde, daß in diesem Falle Tabus en masse gebrochen wurden. Mein Fazit: So nicht!!

 

 Sicher habt ihr es ja alle gelesen oder in den Nachrichten gehört: Da wurden jemandem zwei Arme transplantiert. Das allein ist ja wohl noch schlimmer als die schlimmste Sklaverei es jemals war! Aber: Von wem wurden sie transplantiert? Nicht etwa von einem Mediziner, der den Armen vielleicht unnötige Schmerzen hätte ersparen können, nein – so ´ne Art Florian Silbereisen durfte ran, denn in der Meldung hieß es wörtlich, daß zwei Arme von einem Hirntoten transplantiert wurden.

 

 Aber hallo, Freunde des gepflegten Schwachsinns, wo kommen wir denn da hin?

 

 Daß sich heutzutage der eine oder andere einen oder zwei Diener, ´ne Putz- und Ehefrau sowie eine sexuelle Gespielin hält – schön, aber wahr. Nur, liebe Gemeinde der Menschenrechtsbewahrer, daß man sich nun die dienstbaren Geister, welche halt pekuniär schlechter gestellt sind, auch gleich noch an den eigenen, mit Knete gesegneten Leib verpflanzen läßt, um sie immer, aber auch wirklich IMMER zur Hand(!) zu haben, finde ich – und hier möchte ich mal knallhart formulieren – unschön.

 

 Da in diesem Land ja fast jeder als ein Armer gilt und in den Armutsberichten der Bundesregierung mittlerweile die Nicht-Armen binnen einer halben Stunde namentlich genannt werden (Mich nennen sie übrigens immer VOR Herrn R.!), kann ja fast keiner mehr sicher sein, nicht irgendwann mal an irgend jemanden, der mit Geld gesegnet ist, angenäht zu werden.

 

 Von einem Volksmusikanten! Von einem Schwachsinnigen!! Von einem Hirntoten!!! Von Florian????

 

 Das tut doch bestimmt weh! Und dann das ewige Gefrage des „Operateurs“: „Kann mal jemand den Faden in die Nadel einfädeln?“ – Das ständige Jodeln! Blut kann er auch nicht sehen…

 

 Außerdem weiß ja der arme Arme nicht, an wen er angenäht wird, denn er befindet sich ja – und das wollen wir wirklich stark hoffen – in Narkose.

 

 Gut, wenn er Glück hat, gehört er dann urplötzlich zu mir. Was heißt eigentlich „er“? Ich würde mir natürlich „sies“ annähen lassen. Mindestens zwei. Und zwei gaaaanz Arme. Damit sie’s denn mal richtig gut bei mir haben! Ja, das würde ich!!!

 

 Aber, Freunde des gepflegten Nudel-Essens, ich MACHE es natürlich nicht! Niemals!!! Da könnt ihr sicher sein! An mich wird nix genäht, was der liebe Gott, meine noch liebere Mutti und mein ebenso lieber Vati nicht schon vor vielen, vielen Jahren in mühsamer Kleinarbeit, aber, wie nicht nur ich überzeugt bin, sondern, was (gegen Geld) auch Herr R. meint, nicht schon in Perfektion angeschraubt haben.

 

 Wenn’s geschäftlich weiter so gut bei mir läuft wie in der letzten Woche (0 €), bin ich bald ein Superreicher. Und dann laß ich’s krachen, dann verpflanze ich als erstes dem Florian ein Gehirnchen und zwinge ihn dann, mir zwei Reiche zu transplantieren, zwei gaaaaanz Reiche.  

 

 Wer, neben einem gewissen W., der andere Glückliche sein wird, verrät euch vielleicht irgendwann oder aber nie die Transe

 

Jürgen

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