4.August 2008


Fleißpelz

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 was soll das denn?? Fragte mich soeben, als er meinen Wohnbereich, beglückt ob all der Proben-Stunden, die er mit mir verbringen durfte, sichtlich ergriffen verließ, ein gewisser Herr R.: „Sag’ mal, was machst du jetzt eigentlich, wenn ich weg bin?“

 

 Nanünana! Bahnt sich da etwa eine etwas mehr als kollegiale Beziehung an? Kam dieses Funkeln in seinen Augen nicht etwa nur vom von mir kredenzten Kaffee-Getränk, welches die Probenkehlen benetzte? Ist da mehr???

 

 Gut, ich antwortete W. wie immer ganz ehrlich: „Nüscht!“

 

 Denn: Ich kann nicht lügen!

 

 Nüscht tun – das kann ich schon. Eines meiner vielen Talente, neben gar nix tun und überhaut nix tun.

 

  Da (und nur da) bin ich wie ein Hund, von dem Frauchen bzw. Herrchen IMMER behaupten: „Der macht nix!“

 

 Ich aber habe so was ähnliches wie Urlaub!! Seit Jahren! Nur ab und an gestört von W. sowie Kinderprogramm-Terminen.

 

 Die „MelanKomiker“-Muggen SIND reine Erholung. Schon allein, wenn ich sehe, wie Herr R. das Zusammensein mit mir genießt. – Ja, da kann auch ich Gefühle zeigen…

 

 Nun aber konstatiere ich, daß ich W. erstmals (erstmals?) belogen habe, denn nachdem er Leipzig gen Laue (Mein Gott, Laue!!!!) verließ, machte ich nicht etwa nix, sondern erstens mir ´nen neuen Kaffee sowie mich zweitens an Werk für das hier Niedergeschriebene.

 

 Oft wird man ja von der Kritik niedergeschrieben. Ich aber erledige das selbst.

 

 Ich bin überhaupt ein Fleißpelz! Denn nachher werde ich noch die Blümlein gießen. Die meinen ebenso wie die der (schon wieder!!!!) urlaubenden Nachbarn (Naja, Musiker…). Meine natürlich etwas mehr…

 

 Dann – heißt es: AUSRUHEN vom Tagwerk, denn immerhin war es erst 9.30 Uhr als Herr Rösler mich per Telefon aus dem Tiefschlaf riß, um mir seinen Herzenswunsch zu gestehen: eine Probe mit Jürgen.

 

 Wer, psollte er (wie ich) ein übergroßes Herz besitzen, könnte da „NEIN!“ sagen? – Ich.

 

 Aber heute war ich mal gnädig und erbat nur ein Stündchen, um mein Haar zu polieren und neu zu legen, denn auf MEIN Äußeres legt W. durchaus wert.

 

 Er dagegen zeigte mir sein durchschnittenes (!!!) rechtes Knie und brabbelte irgendwas von Auslegware verlegen und ´nem sehr scharfen Messer.

 

 Das heißt für mich, daß ich ihn, wenn er wiedermal in MEINEM Wohnbereich heimwerkern darf, in eine Rüstung stecken werde, damit er mir nicht das Parkett vollblutet.

 

 Ja, ich bin herzensgut und denke voraus.

 

 Und damit verstoße ich schon wieder gegen mein W. gegebenes Wort, heute nix zu tun.

 

 Bin ich hyperaktiv? Sollte ich mich mit Tabletten hemmen lassen?

 

 Fragen über Fragen! Die Antworten darauf gibt euch, wenn er denn jemals aus seinem WOHLVERDIENTEN Nachmittagsschlaf erwachen sollte, wie immer

 

Jürgen

Copyright © 2005-2006 Design by ITS-NETWORK.NET
Sie sind Besucher Nummer: 165009
JW-admin | News-admin