2.Juli 2008


Cheese!!!!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich gucke nicht mehr hin. – Was ja beim Autofahren nicht gerade soooo günstig ist. Aber ich WILL es nicht mehr sehen!

 

 Es? – Sie.

 

 Die blöden Plakate an der Autobahn, die nichts als überdimensionale Todesanzeigen fröhlich lächelnd abgebildeter Unfall-Opfer darbieten. Meist in der Gruppe. Und mit der Unfall-Ursache im Kleingedruckten.

 

 Fakes?

 

 Aber sicher. – Und das wiederum hält Jürgelchen für ziemlich geschmacklos. Jaha, Totfahren ist auch nicht gerade deliciously (Wie der Litauer sagt…), aber gefakte Pseudo-Leichen – na, ich weiß nicht.

 

 Zumal ich mir – wie immer das Schlechte im Menschen vermutend und niedrigste Beweggründe voraussetzend – ziemlich sicher bin, daß die konterfeiten Karambolagiere von Nix wußten, als sie für schlappe 50 oder gar weniger Euro bei irgendeiner Werbe-Agentur fürs Verblichenen-Plakat posten. Und brav alle Rechte an ihrem Bild abtraten.

 

 Nun grinsen sie sich – was’n Wahnsinns-Gefühl – halt selbst schwarz umrandet an, wenn sie über die A 1 bis 145 brettern. Ganze vom Fotografen erst ins Leben gerufene Familien, die es so nie gegeben hat – scheinbar totgefahren.

 Aber: Ich gucke ja nicht mehr hin.

 Zumal die Plakaters ja immer rechts am Fahrbahnrand lauern. Und rechts neben mir im Auto lauert ja in den meisten Fällen Herr R.

 

 Und der ist echt. Und lebt! – Hier sei übrigens erwähnt, daß ich die Einfügung „hoffentlich noch sehr, sehr lange“ an dieser Stelle nur weglasse, um von ihm beim samstäglichen Wiedersehen auf einer der Bühnen dieser Welt (Bad Düben!!!!) nicht als „Schleim-Backe“ begrüßt zu werden.

 

 Sollten W. und ich jemals dahinscheiden (Was ja im Normalfall nicht anzunehmen ist, denn Götter leben ewiglich…), verbitten wir uns, am Autobahnrand plakatiert zu werden. Nein, dann sollen mindestens hundert Jahre lang aus ALLEN Notrufsäulen dieser Welt all jene unserer Lieder, die von den Radiosendern dieses Planeten mit nicht enden wollender Arroganz ignoriert und immer wieder ignoriert werden (Und wir bräuchten das Geld wirklich…), schallen und Autobahnbenutzer zur Raserei bringen.

 

 Wir erziehen gegen den Trend.

 

 Töne können töten? – Unsere schon.

 

 Wer das außerhalb der Autobahn erleben möchte, kann dies am 12. und 13.Juli ja bei unseren „Best off“-Konzerten in Leipzig final genießen: „Das Beste vom Feinsten – MelanKomiker-Hits aus zwei Jahrtausenden!“ – Ein vergleichsweise bescheidener Titel.

 

 Und da die Frage, ob wir bei diesen Events wirklich ALLE MelanKomiker-Hits darbieten werden, in letzter Zeit immer und immer wieder gestellt wird, sei sie hier auch gleich noch beantwortet:

 

 Ja!!!

 

 Alle beide.

 

 Fotografische Grüße von

 

Jürgen

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