5.Mai 2008


Druck!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 wir befinden uns auf der Zielgerade! Und mit „wir“ meine ich ausnahmsweise mal nicht nur mich allein (denn dann hätte ich es ja groß geschrieben…), sondern Herrn R. und mich.

 

 Herr R. hechelt übrigens auf dieser Zielgerade ein wenig hinter mir her, denn ein Virus der gemeineren Art streckte ihn am Samstag nieder. Ich, der ich insgeheim schon von einem Solo-Abend am gestrigen Sonntag im Leipziger „Frosch-Café“ geträumt hatte, wurde dann aber (wiedermal…) herb von ihm enttäuscht, denn er schleppte sich trotz allem auf die Bühne und absolvierte seine Darbietungen fehlerfrei. Trotz eines Tees vorher. Und eines Tees in der Pause.

 

 Gut, wenn ich im Tee bin, mache ich auch keine Fehler. Aber einer von uns beiden muß ja bei der Mugge nüchtern bleiben, um die Fehler von W. zu registrieren und diese dem Publikum umgehend mitzuteilen. Diesen undankbaren Part habe ich nun mal übernommen, glaube aber, daß den Besuchern einer Veranstaltung der Hochkultur schuldig zu sein.

 

 Doch zurück zur Zielgerade. Denn auf der kriechen Herr R. und ich derzeit, immer den Freitag nächster Woche im Blick, wenn wir erstmals mit dem neuen Programm „Damen-Wahl“ auflaufen. Übrigens: 21 Uhr im Alten Ballsaal von Berlin Friedrichshagen, Karten unter 030/6455716. Wer dann gleich dort übernachten möchte, kann am nächsten Tag die begnadeten Pigor und Eichhorn an gleicher Stelle erleben…

 

 Also: Die Lieder sind (bis auf eines oder zwei) fast fertig. JETZT heißt es üben. Ha!

 

 Ich denke, daß wir am Ende von der Aufführung mindestens genauso überrascht sein werden wie das Publikum. Nur, daß wir Geld dafür bekommen! Ein unschätzbarer Vorteil, den man umso höher bewertet, wenn man sich unter Buh-Rufen gedemütigt von der Bühne schleicht, dabei mit beiden Händen das prall gefüllte Portemonnaie umklammernd.

 

 Aber abwarten! Vielleicht haben wir ja Glück – und es kommt gar keiner.

 

 Wenn wir zwei Tage später das gleiche Programm in der Bischheimer Kulturmühle offerieren, ist dieser Auftritt gewiß schon von ziemlich viel Routine geprägt. – Bei mir. Für W. sind ja ALLE Lieder an jedem Tag wie neu… Was den Vorteil hat, daß er sich immer wieder über die drei Pointen freut, welche unsere bisherigen ca. 50 Lieder zieren.

 

 Wo sie (also die Pointen, nicht die Lieder) versteckt sind? – Sucht selbst.

 

Obwohl Selbstsucht nicht eine der schönsten Eigenschaften ist. - Aber erklär das mal einer Herrn R.

 

 Mich verschlägt es jetzt erstmal für drei Tage der Reihe nach gen Schwerin, dann an die Ostsee und nach Berlin, um mit Kinderprogrammen die Mädels und Buben, welche später meine Rente nicht nur erwirtschaften, sondern bitte auch pünktlich überweisen sollen, zu verunsichern. Achtung, liebe Ostsee: Ich habe vor, in dich einzutauchen! Also: Zieh dich schon mal warm an.

 

 Ihr aber huscht nun schnell ans Telefon, um Karten für den 16.Mai zu bestellen. Für die Übernachtung wird gesorgt. Im günstigsten Fall von euch selbst. Laßt es einfach mal drauf ankommen.

 

 Wir lassen’s mit den neuen Liedern ja auch.

 

 Herr R. ist schon aufgeregt! – Dabei kennt er noch nicht mal alle Lieder. Vom Können ganz zu schweigen.

 

 Ich aber kann! Und zwar bald nicht mehr. Baut mich (und zur Not auch W.) auf! Mailt uns Liebesbekundungen und Zuspruch! Schickt Konto-Nummern oder Aktfotos. Seid dabei gewiß, daß ich nichts davon Herrn R. zeigen werde. Denn er wird immer so nervös, wenn er … Konto-Nummern sieht.

 

 Drückt uns die Daumen und vielleicht ausnahmsweise auch mal die großen Zehen. Macht Druck!

 

 Auf Waldi und

 

Jürgen

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