3.Mrz 2008


Zwei Sassas und Isa

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 man muß auch mal loben können. Ja! Herr R. beispielsweise hat sich am Sonnabend bei unserem Konzert in der Bader-Galerie Eilenburg selbst übertroffen. Gut, daß kann so schwer nicht gewesen sein, denn es kommt ja immer auf das Ausgangs-Level an…

 

 Trotzdem sei er hiermit mal gelobt, der junge Bursche. Der NOCH junge Bursche, denn in sechs Tagen hat er mich ja wieder ein, der alte Sack.

 

 Überhaupt haben wir zwei Beiden derzeit ziemlich viel miteinander zu tun, was nicht etwa an Beziehungsproblemen außerhalb der „MelanKomiker“-Gemeinschaft (also W.s Ehe und mein Squash-Club…) liegt, sondern am intensiven Proben.

 

 Jaha! Ihr lest richtig. Auch ICH probe ab und an. W. dagegen sollte, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, NUR NOCH proben. Damit ich dann, in fünf, sechs Jahren, wiedermal lobend in seine Richtung linsen und ihn zu einem ebensolchen Teller einladen kann. Süßsauer. Wie unsere geschäftliche Verbindung…

 

 Doch genug der Bescheidenheit meinerseits, denn natürlich gieren eure Augen nun danach, endlich zu lesen, warum ich denn Herrn R. derzeit so oft Asyl (und Reste MEINER Weihnachts-Stolle) gewähre: Neue Lieder. Ja! Spitzet die Öhrchen! Benetzet die Lippen! Beglänzet die Äugelein! Recket die Hälse! Waschet die Füße! – Letzteres am besten täglich.

 

 Sagen wir es mal so: Die gute Hälfte des neuen Programms steht, obwohl Herr R. und ich beim Proben meistens sitzen: Ich lasse ihn sitzen, er weiß, daß ich im Sitzengelassenwerden ein Meister bin und spielt sich (endlich mal!) nicht in der Vordergrund. Vielleicht wird mir der Junge irgendwann doch noch sympathisch…?

 

 Zumal er für den durchaus pittoresken Text „Durch dich“ gerade erst eine fast hübsch zu nennende Melodie erfand. W.- ein Erfinder. Naja, ein Erfinderlein. Gut: -leinchen!

 

 Obwohl – auch für das in bezug auf die Wortfindung des Dichters (Ich!) schon den Begriff „Poesie“ beanspruchende Werk „Du bist das Letzte“ aus meiner, ach, nennen wir sie ruhig, Feder zeichnet er als Komponist. Vielleicht ist er doch ein Tausendsassa?

 

 Andererseits: Wenn W. ein Tausendsassa wäre, dann müßte ich ja der erste Milliardensassa der Menschheitsgeschichte sein. Ach? Der Gedanke kam euch auch schon…?

 

 Beide Sassas sind aber weiterhin gefordert, denn so cirka fünf bis neun Lieder harren noch ihrer Geburt, ja, müssen sogar noch gezeugt werden. Wir haben das Zeug dazu! Zumal ich mich als Zeugwart verstehe. Und ich freu mich schon auf den Akt als solchen. Freu!

 

 Daß nach dem Akt und der Zeugung zwangsläufig die Geburt kommt, stimmt mich nicht nur optimistisch, sondern vervielfacht auch immer mal wieder die Zahl der „MelanKomiker“-Fans, die sich seit geraumer Zeit der Zweistelligkeit nähert.

 

 Als jüngstes Girlie in dieser Auserwählten-Gruppe des guten Geschmacks sei hiermit Isa begrüßt, für die sich der Webmaster unserer kleinen Internet-Präsentation samt seiner Frau bei der GEMA als Urheber eintragen lassen dürfen. Da sieht man mal, wieviel Freizeit diese Computer-Freaks neben ihrem Job noch haben…

 

 Das Kind aber wird ein Leben genießen, das einem Bad in Glückshormonen gleicht: Vom ersten Tag an MEINE Kinderlieder-CDs, ab der zweiten Woche die Songs der „MelanKomiker“, und dann, nach bereits ca. vier Wochen, des Wunderkindes erster Satz: „Mama, bitte mach die Musik aus!“

 

 Und dafür soll ich Herrn R. loben?

 

 Isa und die Welt grüßend:

 

Jürgen

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