18.Februar 2008


Gelegenheit macht bin, oder als?

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ist es denn sooo schwer? Haben die Deppen in diesem Land wirklich schon das Sagen? Vor allem: das Reden? Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk! Im privaten sowieso.

 

 Ja, sie haben. Soeben im Deutschlandfunk, wo mindestens dreimal hintereinander behauptet wurde, daß selbstgebrautes Bier (Hä?) billiger WIE gekauftes sei. Immer wieder wie. Mein Gott, wenn diese Idioten genauso blöd als ich wären, müßte ich mich ja als intellektuellen Totalausfall brandmarken.

 

 Nein, es war wenigstens nicht der Journalist, der „wie“ und „als“ verwechselte bzw. dauerhaft falsch gebrauchte, aber da das Interview aufgezeichnet war, hätte er doch einfach seinen Gesprächspartner, der wahrscheinlich vom Selberbrauen schon leichte Sprachschäden auf der Nicht-mehr-ganz-so-Festplatte gespeichert hatte, auf die Verfehlung hinweisen können.

 

 Sowas macht man aber nicht mehr!

 

 Das falsche „wie“ gehört zum guten Ton. Bei Sportreportern sowieso. Die wissen es nicht besser, aber: Es sagt ihnen auch keiner!!!

 

 Ich schon! Ich brülle vor der Glotze! Wie vom Affen gebissen!!! Im Affekt, sozusagen.

 

 Und dann erst die sogenannten Experten bei den Sportsendungen. Falscheres Deutsch gibt es gar nicht. Experten, aber Dumm-Batzen. Und sowas verdirbt unsere Kinder! Ok., eure.

 

 Wenn ich mich jetzt hier auch noch darüber aufregen wollte, daß mittlerweile die Menschen ungestraft irgendwo gesessen sind, würde mich das zu Straftaten verleiten. Und dann müßte ich sitzen. Dazu sollte ich aber erstmal aufstehen, denn eben noch bin ich gelegen!

 

 Ein Verbrechen an der deutschen Sprache! Da habe ich mir sicher!

 

 Das aber regt mich, der ich ja einer der ruhigsten Deutschen überhaupt bin, fast gar nicht bis nicht auf! Neihein!

 

 Was mich aufregt, das ist diese Ignoranz gegenüber den Sehbehinderten oder gar Blinden! Wahrscheinlich nur, um Hörbücher zu verkaufen!

 

 Warum greift die Ärztekammer da nicht ein? Sollte nicht alles, was möglich ist, um Leiden zu lindern, auch getan werden?

 

 Bierbrauen – sowas wird einem jetzt als private Notlösung offeriert. Wenn die Ophthalmologie, ja so kann man die Augenheilkunde auch nennen, allerdings aufs Ganze gänge, dann würde auch dies uns leicht bis schwer Diopthrien-Geschädigten ermöglicht: Augenbrauen!

 

 Heute back ich, morgen brau ich. Und wenn’s ein neues Auge sei. Wer’s brau-cht…

 

 Verdammt nochmal, manchmal ist alles wirklich so einfach! Einfacher wie studieren. Wie mir diese Lösung hier einfiel, bin ich gerade auf der Couch gelegen.

 

 Hugh! Ich bin gesprochen!

 

Jürgen

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