29.Januar 2008


Arme Girlanden

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich werde immer reicher! Immer und immer mehrer! Jetzt habe ich sogar (nach langer Zeit mal wieder) einen Tennisarm. Ja, ok., ein Tennisreich wäre auch nicht schlecht, aber in meinem Alter freut man sich eigentlich über alles, was man noch bzw. wieder hat.

 

 Ob ich ihn bei Ebay anbiete? Werde ich so durch den Arm reich? Verdammt komplizierte Welt!

 

 Zumal ich ja noch auf einen Raritäten-Bonus hoffen kann, da MEIN Tennisarm größtenteils durch Squash hervorgerufen („Hallo!“) wurde. Und was das absolut Tolle ist: Seit mehr als einer Woche spiele ich mit, trotz und wahrscheinlich vor allem wegen des Tennisarms gerade im Squash besonders erfolgreich. Erst gestern abend wieder.

 

 Nur gut, daß meine Gegner, die Säcke, nicht sehen können, wie ich nach dem Spiel, beim nächtlichen warmen Frühstück, die benudelte Gabel in der Rechten, jene (also die Rechte) mit der Linken zu Mund führe.

 

 Auch fein, wenn so die Kaffeetasse in der rechten Hand mit Hilfe der linken über den toten Punkt zelebriert wird. Denn das Schöne am Tennisarm, ist ja: Er ist nicht ganz tot. Nur im Bereich von vielleicht 10 bis 20 Grad. Da muß Mann drüber. Und wenn Mann wo drüber muß, dann schafft er das auch.

 

 Die Kleingeister unter euch werden nun sagen: Ey, mach doch einfach mal 14 Tage Pause, gönne deinem Arm das, was viele Kissen als Vornamen tragen, nämlich Ruhe. Darauf aber sage ich: Ruhe bitte!

 

 Was von allein kommt, geht auch von allein wieder, beispielsweise Frauen. Und hörte ich da nicht soeben ein Türlein in meinen Gemächern klappen? Isser schon weg? Mal schnell ein Griff zur Tasse … Scheiße.

 

 Beidhändig trinken – das hinterläßt ja immer den Eindruck von Gier. Und mit Gier ist schlecht Landen. Bei den Frauen. Girlanden wiederum schreibt man nach dem „i“ ohne „e“. Und sie sind trotzdem schön! Seltsam…

 

 Da fällt mir auf, daß ich, seit ich in Leipzig wohne, also schon seit Jaaahren, meine Wohnung noch nie girlandiert habe. Kein Girlanden-Fitzelchen bislang. Ein Versäumnis, das es beizubehalten gilt. Denn auch im ehemaligen Delitzscher Wohnbereich gab es Girlanden, und zwar: nie. Mein Leben ist auch so schon bunt genug!

 

 Eigentlich finde ich sogar, daß Herr R. die Girlande meines Lebens ist. Ein Schmuck-Stück! Darf er aber nie erfahren, denn sonst wird er mir zu selbstbewußt!

 

 Heute abend vor dem Auftritt werde ich ihn erstmal mit der Feststellung „Ich habe was, was du nicht hast!“ demütigen. Dann muß er mir aber auch helfen, die Gitarre nach oben zu bugsieren…

 

 Vielleicht kann ich ja ob meiner attraktiven Behinderung nun doch mal wieder bei einem Girl landen? Girllanden – ein feines Hobby! Ich stelle mir schon vor, wie sie mir, liebreizend lächelnd, dabei behilflich ist, meine Hand in die Höhe ihrer hoffentlich üppigen Brust zu heben, und dann erregt flüstert: „Den Rest mußte nun aber schon selbst machen…“

 

 Ein Abend im Rausch der Gefühle!

 

 Fazit: Ich krieg’ ihn derzeit nicht allein hoch! W. und Mädels dieser Welt: Helft und rettet

 

Jürgen

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