24.Januar 2008


Go West!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 es heißt Abschied nehmen. „Nicht so schlimm“, werdet ihr barsch formulieren. „Abschied ist überall.“ – Und dann verstummen! Denn ICH bin es, der sich von euch verabschiedet! Ich, der Jürgen.

 

 Tja, nun tut euch eure Brüskheit leid, möchtet ihr die rauen Worte unformuliert machen, lieber ein „Bleib doch!“ stammeln und dabei flehend auf die Knie fallen.

 

 Doch: Gesagt ist gesagt. Ich dicksche jetzt erstmal. …würde der Sachse an sich formulieren.

 

 So. Ausgedickscht.

 

 Trotzdem muß ich aber „Valet!“ sagen. Es geht nicht anders. Also: „Macht’s gut! Gehabt euch wohl! Alles Gute fürderhin! Grüßt den Lebensabschnittspartner sowie den Abschnittsbevollmächtigten!“

 

 Mich aber zieht bzw. schiebt es hinaus in die weite, weite Welt. Nach Bad Karlshafen. Wo sich drei Tage lang Künstler der Kleinkunstszene zur Tagung der „Compagnie Poesie“ treffen. Also: Künstler und wir, Herr R. und ich.

 

 Das wird hart! Für die Leber. Deshalb heute mein Leberwohl.

 

 Doch sollte ich überlebern, bin ich natürlich ab Montag wieder für euch da. Schöner, frischer und vor allem gestriegelter denn je. Ja, ihr hofft richtig: Der Abschied ist nur einer für drei Tage. Tut aber (hoffentlich) trotzdem weh!

 

 Jürgen im Westen! Was da nicht alles passieren kann! – Arbeitslosigkeit, Prostitution und Drogenwahn. Hoffentlich in umgekehrter Reihenfolge! Mal sehen, ob ich im Staatsbürgerkunde-Unterricht belogen wurde.

 

 Wenn ich Pech habe, artet es in Drogenlosigkeit, Arbeitswahn und bloßes Prost aus. Wo bleibt da, um Himmelswillen, die Itution? Aber: Erst mal abwarten, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Gleich nach mir…

 

 Abschied ist ein bißchen wie Sterben. Aber immer noch besser als Anschied. Zumal er kommen wird, der Montag aller Montage. Und dann habe ich euch alle wieder lieb.

 

 Bis dahin müßt ihr euch erstmal selber lieben. Am Besten paarweise. Oder in Gruppen. Sollte es gaaanz knapp werden und dringendst noch einer fehlen: Ruft mich an. Irgendwie löse ich mich schon aus dem Tagungsstreß.

 

 Für euch würde ich das auf mich nehmen. Denn wenn einer Auf-sich-Nehmer-Qualitäten hat, dann

 

Jürgen

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