22.Januar 2008


Ohr!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 da mag die Welt zusammenbrechen, der Dax in die Knie gehen oder aber der Jürgen schlechte Laune haben – solange es auf dieser Welt noch das „Geräusch des Monats“ gibt, ist diese in Ordnung!

 

 Das muß man sich mal vorstellen: In dieser total bekloppten, von einigen zum Zeitlupen-Dasein Neigenden gar als „hektisch“ beschriebenen Zeit nimmt sich ein bzw. „mein“ Radio-Sender, nämlich DeutschlandRadio Kultur, die Zeit, die Muse und die Chuzpe und sendet regelmäßig ein „Geräusch des Monats“.

 

 Und das artikuliert sich dann nicht etwa, wie viele erwarten würden, in einem „Uff!“ oder gar „Rülps!“, sondern ist beispielsweise im diesem Januar „Ein Klangbrief aus Tunis“…

 

 Was das allein schon an Porto spart! Eigentlich schade, daß der Klangbrief nicht aus gleichbenamsten Ort kommt. Dann könnte ich hier mit portofrei aus Porto Wortspiele der köstlichsten Art veranstalten. Und Portowein dazu trinken. Was schreib’ ich: Importo-Wein. Aus’m Ausland!

 

 Das Geräusch des vergangenen Dezembers hieß übrigens „Mixed Feelings - Bride Dress“. Auch schön. Wurde aber im November davor von „Braces happiness“ getoppt.

 

 Ausländische Geräusche! Fein. Das spart ja nicht nur Porto, sondern auch Sprit. Beziehungsweise Kerosin-Zuschlag.

 

 Doch auch Deutschland geräuscht! Ich sage nur April 2007: „Der stumme Diener spricht“. Oder, und natürlich unvergleichlich geiler: „Traktor/Sehnsucht“ aus dem Februar vorigen Jahres. Dieses Geräusch möchte man nicht etwa nur hören, nein, man wünscht sich, es möge nie verstummen. Wie der stumme Diener.

 

 Ihr möchtet wissen, was im Dezember 2005 zum „Geräusch des Monats“ erkoren wurde? Büddeschön: „Der launige Gymnastikball“. Ok., hättet ihr selbst draufkommen können…

 

 Zwei Monate vorher gab’s den absoluten Knaller: „Kamm und Münzen mit ein bißchen Guitarre und Kuckucksuhr“. Da hätte ein jeder gern Mäuschen gespielt. Nicht dagegen im Monat darauf: „Erkältung in der Küche“. Nö, will ich nicht hören.

 

 Überhaupt finde ich die deutschen „Geräusche des Monats“ am feinsten, vor allem, wenn sie trotzdem im Ausland „handeln“. Ich sage nur Februar 2004: „Gelehrter Pinguin arktisch robbend“. Eine ohrale Sensation. Da legste die Ohren an! Könnt ihr euch hier gern runterladen: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/gerausch/dkultur_200610230410.mp3 

 Wie klingt wohl erst ein geleerter Pinguin? 

 

 Hitverdächtig auch „Hyäne, wolfszerreißend weinend“ aus dem Januar 2004 sowie aus dem November jenes Jahres mit den wohl besten Monatsgeräuschen überhaupt: „Zitterrochen, seinen letzten Willen zerreißend“. Ok., da habt ihr’s: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/gerausch/dkultur_200610060310.mp3

 

 So, jetzt gibt es gleich den Audio-Höhepunkt des Tages: den kaffeeschlürfenden

 

Jürgen

 

 

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