27.September 2007


Kidnapper vom Roten Kreuz

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 jetzt drehen sie endgültig am Rad! Dachte ich zumindest heute früh, als mir der Deutschlandfunk aus dem Radio wortwörtlich verkündete: „In Afghanistan wurden vier Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz entführt!“

 

 Aber hallo! Deswegen hat man die Jungs und Mädels in den weißen Kitteln aber nicht dorthin geschickt! Die sollten eigentlich den kleinen und großen Afghanen helfen. Von Entführungen war keine Rede, ey! Das machen ja nicht mal die vom Roten Halbmond!

 

 Ich jedenfalls rufe ab heute, wenn ich denn mal in Not (oder Elend) sein sollte, nicht mehr das Rote Kreuz. Zumindest solange nicht mehr, bis auch die Johanniter, der Arbeiter-Samariter-Bund, und wie sie alle heißen, zumindest auch mal mit ´nem Kidnapping für Schlagzeilen sorgt. – Wenn’s alle machen, kann ich auch wieder zu Kreuze kriechen…

 

 Sollte ich allerdings bei dem ganzen Kladderadatsch am heutigen Morgen etwas mißverstanden haben, dann bin natürlich nicht ICH schuld, sondern: der Kaffeemangel!

 

 Ich hörte die ganze Chose nämlich, noch bevor ich mir das erste Koffein des jungen Tages oral zugeführt hatte. Beate wäre das nie passiert!

 

 Denn Beate hat mich bereits am Samstag beim Konzert in Delitzsch darauf hingewiesen, daß am 28.September, also morgen (Solltet ihr das erst morgen lesen, dann natürlich heute. Lest ihr es gar erst übermorgen, dann gestern. Kommt ihr gar erst übermor…  - Jaaaaaa, ist schon gut!), in deutschen Landen der „Tag des Kaffees“ begangen wird.

 

 Ich geb’s ja zu: Ich trinke Kaffee, Espresso und all sowas im Übermaß. Aber ´nen „Tag des Kaffees“? Ich esse auch gern Wiener Würstchen. Manche mögen gar Wellfleisch!! Wünscht man sich solche Tage??

 

 Nicht die Bohne! – Ja, ich weiß: eine geniale Replik…

 

 Nun harre ich schon mal des „Tags des Kakaos“, der „Woche des Biers“ sowie des „Monats des ‚Falckenthal-Zinnaer Klosterbruders’“, um mal ein Getränk zu erwähnen, das Herrn R. und mich in unserer Jugend nicht nur beseelte, sondern auch zu jenen Schäden im Gehirntrakt führte, die uns heute so kreativ sein lassen.

 

 2008 – „Das Jahr des Apfelsaftes“!!!

 

 2011 bis 2020 – das Jahrzehnt der „Fixbutte“… Ach, lassen wir das.

 

 Nun aber Fixbutte bei die Fische, denn es gilt, zu Ende zu kolumnieren. Und die Klammer zu schließen. Die zwischen Entführern aus den Reihen des Roten Kreuzes sowie den Deppen, die sich einen „Tag des Kaffees“ ausdenken.

 

 Vielleicht haben beide nicht mehr alle Tassen im Schrank? Für Ersteres ist das ja die Voraussetzung, für Letzteres ein Drama sondergleichen. Obwohl: Kaffee aus’m Glas ist ja mittlerweile normal. Sogar Eier!

 

 Das soll mir nie passieren. Da mache ich lieber mal drei rote Kreuze.

 

 Klammer zu!

 

 Affige Grüße vom toten

 

Jürgen

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