19.September 2007


Rosen-Hochzeit

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Am kommenden Sonnabend geben „Die Melankomiker“ in ihrer Geburtsstadt Delitzsch ein Konzert zum Zehnjährigen! Herr Rösler und ich sind auch dabei!!!

 

 Nun gut, Spatzen können nicht pfeifen. Und selbst das Zwitschern bzw. Tschilpen ist nicht ihrer Stimme, sondern wohl eher dem Quietschen im Schnabel-Gelenk geschuldet. Jetzt, wo das Öl so teuer ist…

 

 Aber, liebe Gemeinde, das mit den Spatzen war ja auch eher ein sprachliches Bild, eine Metapher, ein schriftstellernder Ausbruch meinerseits.

 

 Wer aber sollte es sonst von den Dächern pfeifen, wenn nicht die Spatzen? Herr Rösler?? Wie kriege ich den aufs Dach?? Die Pfeife!

 

 Ich selbst bin zwar des Pfeifens mächtig wie sonst nur der ungarische Kunstpfeifer Tamas Hacki, der so manch Estradenprogramm des DDR-Fernsehens NOCH langweiliger pfoff, als es ohnehin war. Oder pfuff? Pfiffte! Doch wenn ich auch noch so gut mit gestülpten Lippen der Töne Vielfalt zu artikulieren in der Lage bin: Aufs Dach will ich auch nicht!

 

 Höhenangst!

 

 Oh! Ich bin ein Held!!! Erstmals in zehn Jahren „Melankomiker“ gebe ich eine Schwäche zu. Naja, ein Schwächlein. Ein Schwächelchen. Fast nur ein Schwach.

 

 Werde ich nun Frauen en masse haben???? Denn Frauen stehen ja auf Kerle, die auch mal ihre schwache Seite offenbaren. Kömmet, Mädels, klingelt mich wach und mißbraucht mich! Aber lasset uns dabei auf dem Boden bleiben! Mir selbst wird zwar (leider auch nur von mir) nachgesagt, daß ich durchaus in der Lage sei, Angehörige des anderen Geschlechts in den siebten Himmel zu kopulieren, ich selbst aber bleibe lieber bodenständig.

 

 Und winke ihnen, den Beglückten, nach: Salute, Ute! Wiedersehn, Jane! Tschüß, Doris (bitte auf der zweiten Silbe betonen!)! Bye, bye, Loreley! Mach’s gut, Ruth! Bis dann, Susann! Auf bald, Frau Rechenbach-Basalt! Adieu, Diarrhoe (Scherz!)! Das war’s, Lars!

 

 „Lars gut sein, mit deinen blöden Scherzen“, höre ich nun die geneigte Leserschar raunen, was ich vor allem auf den sie ob meiner hier offengelegten himmlischen Fähigkeiten befallenden Neid zurückführen möchte. Was seid ihr gelb!

 

 Ich aber weiß: Gelb ist nicht alles! Und vor allem: Gelb stinkt nicht!

 

 Das wiederum freut mich, denn ein feines Näschen gehört schon dazu, sich, gemeinsam mit Waldemar, gegen die harte, ja rauhbeinige Konkurrenz der Udo Jürgens’, Florian Silbereisens und Achim Mentzels dieser Welt durchzusetzen. Und gegen André Rieu! Mon dieu!

 

 Doch wir schafften es und sind hoffnungsschwanger (ein Mädchen!), es auch weiterhin zu packen. Übermorgen abend geht es los. Tausende, ja Hunderte, wenn nicht gar mehr als Zehn werden dabei sein. Uns die Daumen und sich die Zeigefinger drücken. Letztere in die eigenen Ohren!

 

 Ein Fest der Liebe, eine „Rosenhochzeit“, die sich gewaschen hat. Was ich auch von Herrn Rösler hoffe.

 

 Noch könnt ihr dabei sein. Ordert Restkarten (034202/56524)! Strömet herbei! Versucht bei Ebay die Preise für die Eintrittsbillete in schier unglaubliche Höhen zu treiben! Tragt weiße Kleider, Smokings und die Last des anderen.

 

 In fünfzehn Jahren haben wir Silberhochzeit! Und vielleicht schon Kinder!

 

 Ach, was mag aus dieser Liebe noch alles werden, fragt sich Rosen-Kavalier

 

Jürgen

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