11.September 2007


Milch haut's um!

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

  

 was bleibt uns noch zu tun? Richtig: Wir verlassen das Land! Denn SO kann man mit UNS nicht umgehen! Nö.

 

 Daß die Milch 50 Prozent teurer wird – naja. Kein Aas wußte bislang, daß Milch überhaupt Geld kostete.  - Man legte die auserwählten Tüten in den Einkaufswagen, bezahlte an der Kasse den ganzen anderen Kladderadatsch und nahm dann die Laktosebehälter wieder aus dem Wägelchen, um daheim einen leckeren Kakao zu brauen.

 

 Die Butter wird immens teurer! Bis zu fünfzig Prozent. – Dito. Ich löffle kaum bis nie ein Viertelpfündchen des Bauchfett-Produzierers, also ist mir auch sein Preis egal!

 

 Aber nun kommt’s! Denn den mit Intelligenz Gestraften drängt sich natürlich sofort die Frage auf: Was, um Himmelswillen, wird aus der Buttermilch? Verdoppelt sich deren Preis gar? KÖNNEN  WIR UNS AM ENDE UNSERE BUTTERMILCH NICHT MEHR LEISTEN?

 

 Warum wird das in den Medien nicht thematisiert? Kann denn hier keiner eins und eins zusammenzählen? (Mal ´n Tip von mir: zwei.) Wo bleibt die BLÖD-Kampagne für die Stabilität des Buttermilch-Preises? Und wenn hier erstmal alle Dämme gebrochen sind, ist es doch nur noch eine Frage der Zeit, bis die Geldgier auch Muttermilch unerschwinglich macht!

 

 Schon heute sprechen finanziell Bessergestellte die sie vor Zeiten Gebärende mit „teure Mutter“ an. Viele Neugeborene lehnen gar die Brust ab, und das erste Wort ist längst nicht mehr das berühmte „Fuck!“, sondern schon ein ganzer erster Satz: „Nö, danke, kann ich mir nicht leisten…“

 

 Ich selbst habe, ihr werdet es ahnen, noch nie eine Brust abgelehnt. Ich lehne mich eher an. Nein, damit sollte Mann sich nicht brüsten, in selbige werfen aber schon. NIE stand ich, wie einst Louis de Funès, vor der Frage „Brust oder Keule?“ Gerade jetzt, wo Massen-Keulungen vorgenommen wurden. An Enten! Mit Brüsten! Also nicht, daß mit Brüsten gekeult würde (Was ja vom männlichen Standpunkt aus auch was hätte…), sondern die Enten wurden samt ihrer Brüste gekeult. – Nun werden wohl auch Entenbrüste teurer. Andererseits: Wer Brüste keult, darf sich nicht wundern, wenn die Milch teurer wird.

 

 Brüste sollte man liebkosen, hätscheln (ja, auch tätscheln), umschmeicheln und, vor allem: NICHT ANSTARREN!!!!  Gucken schon. Aber nicht gaffen! – Obwohl, wenn’s keine merkt…

 

 In einem wunderschönen Text von Max Goldt weist er daraufhin, daß er auf Bahnhöfen immer darauf verzichtet, die dort angebotene Reiselektüre „Monsterbrüste“ zu erwerben. Und er fordert uns auf, es ihm gleichzutun. Da bin ich dabei. Sowas kommt mir nicht in die Tüte! Tüte ja auch nicht gut ankommen, wenn Mann ein solches Presse-Erzeugnis, dann im Mutter-Kind-Abteil entblättern würde…

 

 Nur gut, daß ich nicht Zug fahre!

 

 Vom Milchpreis zu Monsterbrüsten – schäme er sich! Wobei „er“ ich bin. Schäm!

 

 Fein wiederum aber ist, daß ich nicht davon schrob, daß Brüste auch der Schwerkraft unterliegen. Paarweise. Und das am 11.September! Da bin ich richtig stolz auf mein Schweigen!

 

 Nun aber bringe ich all meine Pfandflaschen weg, spekuliere mit dem Geld dann an der Börse (IKB-Aktien!) und investiere den Gewinn in eine Tüte Buttermilch. Oder, was dem Preis ja wohl in etwa entspricht, in ´nen nagelneuen 5er BMW. Laktosefreie Fahrzeuge!

 

 Milch haut’s um!

 

 „Latte mal gut sein!“ schreit mir da gerade ein Italiener ins Ohr. Ok., dann ist ja alles in Butter…

 

 Cholesterinfreie Grüße von

 

Jürgen

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